
Beijing
Der chinesische Staatspräsident Xi jinping hat sich am Freitag in der Großen Halle des Volkes in Beijing mit dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger zu einem Gespräch getroffen.
Xi würdigte dabei die aufrichtigen Emotionen Kissingers, die dieser für die Förderung der Beziehungen zwischen den beiden großartigen Staaten China und den USA eingesetzt habe sowie seine aktiven Bemühungen dafür. Seine wichtigen Beiträge würden in den Geschichtsbüchern festgehalten werden, so Xi Jinping.
Der chinesische Staatspräsident sagte weiter, die chinesisch-amerikanischen Beziehungen befänden sich gerade in einer Schlüsselphase. Sie seien außerdem mit zahlreichen Schwierigkeiten und Herausforderungen konfrontiert. Die traditionelle chinesische Kultur setze auf Harmonie trotz Unterschiede. Beide Seiten sollten ihren Austausch bezüglich strategischer Fragen intensivieren, Missverständnisse und falsche Bewertungen vermeiden sowie das gegenseitige Vertrauen vertiefen. China und die USA sollten einander außerdem von den Grundinteressen der Bevölkerungen beider Länder sowie der Welt ausgehend respektieren. Es sollten Gemeinsamkeiten angestrebt werden, während man die Unterschiede bestehen lasse. Durch Zusammenarbeit und gemeinsamen Gewinn sollten die chinesisch-amerikanischen Beziehungen in die richtige Richtung entwickelt werden, so Xi Jinping.
Kissinger erwiderte, in den vergangenen 50 Jahren hätten die chinesisch-amerikanischen Beziehungen mehrfach Schwankungen erlebt, doch die Hauptrichtung sei immer vorwärts gewesen. Der zeitliche Hintergrund habe sich inzwischen stark verändert. Die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern steche mehr denn je hervor. Beide Seiten sollten den strategischen Austausch verstärken, um angemessene Lösungen für die Kontroversen zu finden, so Kissinger weiter. Weitere Kooperation und ein Austausch in allen Bereichen seien für beide Länder und die ganze Welt von extrem großer Bedeutung.