Stockholm
Die jüngste Runde der Atomgespräche zwischen Nordkorea und den USA ist nach den Worten des nordkoreanischen Verhandlungsführers gescheitert.
Der nordkoreanische Unterhändler Kim Myong-gil erklärte am Samstag in Stockholm, schuld seien die USA. Die Gespräche hätten die Erwartungen Pjöngjangs nicht erfüllt und keinerlei Fortschritte gebracht. Kim warf den US-Vertretern vor, „nichts an den Verhandlungstisch“ mitgebracht zu haben. Sie hätten Pjöngjang „tief enttäuscht“ und Nordkoreas „Enthusiasmus für Verhandlungen abgekühlt“, so der Nordkoreaner.
Das US-Außenministerium erklärte dagegen, es habe sich um gute Gespräche gehandelt. Die Darstellung der nordkoreanischen Delegation gebe „den Inhalt und den Geist“ der Unterredung in Schweden nicht korrekt wieder. Die US-Vertreter hätten „kreative Ideen“ mit in die Verhandlungen gebracht und „gute Gespräche“ mit den Vertretern Nordkoreas geführt. Die USA hätten die Einladung Schwedens angenommen, die Gespräche mit den Nordkoreanern in zwei Wochen fortzusetzen.