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Privatunternehmen wachsen kontinuierlich in Zhejiang
   2008-09-25 13:59:07    Seite Drucken    cri

Die ostchinesische Provinz Zhejiang im Süden des Yangtse-Delta ist eine der privatwirtschaftlich besser entwickelten Provinzen Chinas. Seit Beginn der Reform und Öffnung wachsen die Privatunternehmen in Zhejiang in schnellem Tempo. Die Provinzregierung bemüht sich derzeit darum, anhand neuer Fördermaßnahmen die Entwicklungstendenzen der dortigen Unternehmen beizubehalten.

Das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt der Provinz Zhejiang betrug im vergangenen Jahr 4.920 US-Dollar und nahm damit landesweit den vierten Platz ein. Im Vergleich zu anderen Provinzen ist Zhejiang eher eine ressourcenarme Provinz. Dennoch gelang es ihr, sich binnen 30 Jahren zu einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen des Landes zu entwickeln. Ausschlaggebend dafür sei Wirtschaftsexperten zufolge vor allem das schnelle Wachstum der Privatwirtschaft in der Provinz. Diese Aussage bestätigt Huang Kunming, Vertreter der Provinzregierung, in seiner Auswertung der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2007. Auch der ständig steigende Anteil der Privatunternehmen an der lokalen Wirtschaft wurde in seiner Präsentation erwähnt:

"Nach 30 Jahren der Reform und Öffnung ist es unserer Provinz gelungen, mit einem Prozent der Ackerfläche und vier Prozent der Bevölkerung des Landes insgesamt 7,5 Prozent des nationalen Bruttoinlandsprodukts zu erwirtschaften. Dabei spielen die Privatunternehmen eine entscheidende Rolle. Ihnen zugeschrieben werden konnten über 70 Prozent des lokalen BIPs, über 60 Prozent der Steuereinnahmen, 76 Prozent des Exportvolumens und 90 Prozent der neu geschaffenen Arbeitsplätze."

Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Mit dem WTO-Beitritt, der wirtschaftlichen Globalisierung sowie der immer größer werdenden in- und ausländischen Konkurrenz konnten die in Zhejiang ansässigen Privatunternehmen in den vergangenen Jahren leider nicht in jeder Beziehung reibungslos wachsen. Zu den grundlegenden Problemen zählen seit dem Jahr 2007 vor allem die Erhöhung der Rohstoffpreise und die Beschränkung der Kreditvergabe durch den Staat. Um die Privatunternehmen aus dem Kapitalmangel zu befreien, hat die Provinzregierung neue Fördermaßnahmen eingeführt. Dazu sagt Liu Ting, stellvertretender Direktor der Provinz-Kommission für Reform und Entwicklung:

"Um den Kapitalmangel zu entspannen, haben wir versuchsweise in Gemeinden und Kleinstädten Geldinstitute eingerichtet, die Kleinkredite vergeben. Darüber hinaus haben wir Kredite mit Aktienzertifikaten als Pfandgegenstand eingeführt."

Auch die Aufwertung der chinesischen Landeswährung Renminbi machte zahlreichen in der Provinz Zhejiang ansässigen Unternehmen schwer zu schaffen. Dies gilt vor allem für diejenigen Betriebe, die auf die Exportwirtschaft angewiesen sind oder sich auf die Weiterverarbeitung spezialisiert haben. Einen Ausweg daraus sehen Wirtschaftsexperten vor allem in der technischen Innovation, in der Markenstrategie und im Schutz des geistigen Eigentums. Dazu sagt Zheng Yumin, Leiter des Industrie- und Handelsamts der Provinz:

"Unsere Stoffe, die 100 Meter lang sind, sind billiger als ein Taschentuch, das von ausländischen Firmen hergestellt wurde. Grund dafür ist der Mangel unserer Hersteller an Markenprodukten. Dies hat Behörden aller Ebenen der Provinz Zhejiang dazu veranlasst, großen Wert auf den Schutz des geistigen Eigentums zu legen. Wir bemühen uns darum, das geistige Eigentum unter administrativen und rechtlichen Schutz zu stellen."

Die Bemühungen haben sich inzwischen teilweise bereits bezahlt gemacht. So ist die Zahl der aus Zhejiang stammenden international registrierten Marken von 3.400 vom Jahr 2004 auf derzeit 24.000 gestiegen. In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt 80.000 Marken-Verletzungen administrativ und 256 juristisch bestraft.

Innovation und Markenstrategie beflügeln das Wachstum der Privatunternehmen in der Provinz Zhejiang. Offiziellen Angaben zufolge waren bis Ende Juni dieses Jahres 51.400 mittelständische Privatunternehmen in Zhejiang tätig, die jeweils einen Jahresumsatz von fünf Millionen Yuan erzielen können.

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