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Der Steinwald in Yunnan
   2008-09-03 11:02:50    Seite Drucken    cri

Etwa 100 Kilometer von Kunming, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Yunnan, entfernt liegt der Steinwald, eine der bekanntesten Naturlandschaften Chinas. Vor rund 270 Millionen Jahren lag der Steinwald noch unter dem Meeresspiegel. Die Kalksteine auf dem Meeresboden bekamen durch das Fließen und Spülen des Meerwassers Spalten und Brüche. Manche Steine wurden so zu Säulen. Die Bewegungen der Erdkruste hatten so große Kraft, dass der Meeresboden mit den vielen Kalksteinsäulen angehoben wurde und schließlich über dem Meeresspiegel lag. So entstand der Steinwald in Yunnan.

In den 1950er Jahren hat die chinesische Regierung eine Expeditionsgruppe nach Yunnan geschickt, um die Landschaft und die Geographie des Steinwaldes zu studieren. Danach wurde die Infrastruktur ausgebaut. Dies schaffte gute Bedingungen für die Erschließung des Steinwaldes als touristisches Ziel. 1976 wurde der Steinwald dem Publikum zugänglich gemacht. In der Nähe des Steinwaldes leben vor allem die Sani, eine Untergruppe der Yi-Nationalität.

Die Melodie wird auf der Sanxian, einer dreisaitigen Geige, gespielt. Wie die Sanxian ist auch die Mendi-Flöte ein traditionelles Musikinstrument der Sani. Ein junger Angehöriger der Sani erklärt:

"Die Mendi-Flöte ist ein traditionelles Instrument der Sani. Sie hat sieben Löcher und sieht bereits auf den ersten Blick anders aus als vergleichbare Flöten."

He Jialan, unsere Reiseleiterin, ist selber eine Sani. Sie erzählt uns von der Entstehung des Steinwaldes:

"Der Steinwald ist eine Karstlandschaft, wobei die Kalksäulen aussehen wie Schwerter. Diese Landschaft kann nur unter bestimmten geographischen und klimatischen Bedingungen geformt werden. Die Kalksäulen sind vor 270 Millionen Jahren entstanden, also in der Permperiode."

Um den Steinwald rankt sich eine traurige Liebesgeschichte zwischen Ashima und Ahei:

"Die junge Sani Ashima verliebte sich in den Jungen Ahei. Der Sohn des Grundstücksbesitzers wollte aber Ashima verschleppen, um sie zu heiraten. Ashima und Ahei konnten jedoch in den Steinwald fliehen. Der Grundstücksbesitzer leitete daraufhin Flutwasser in den Steinwald, und nach der Flut verwandelte sich die junge Frau in eine Steinstatue."

Unsere Reiseleiterin He Jialan macht uns auch auf weitere Steinsäulen aufmerksam:

"Sehen Sie sich diese Säulen an! Sie erhielten erst nach sehr langer Zeit die Form eines Schwertes. Und unten sehen sie aus wie tobende Flammen."

Im Steinwald kann man bizarre Steine in allen möglichen Formen sehen. Man kann dabei seiner Fantasie freien Lauf lassen, um zu entdecken, was genau eine Steinfigur darstellt. Es gibt jedenfalls eine Maus, eine Katze, ein Krokodil, einen Pfau und ein Nashorn!

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