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Der Tempel der Weißen Pagode in Beijing
   2008-08-29 14:59:45    Seite Drucken    cri

Vom Yuan-Kaiser Kublai Khan vor mehr als 700 Jahren gebaut, ist die Weiße Pagode die größte und älteste erhaltene Pagode des tibetischen Buddhismus in China. Sie spielte eine wichtige Rolle im Leben der Bewohner des Alten Beijing.

Der Tempel der Weißen Pagode, auch Baitasi genannt, ist eines der bekanntesten Baudenkmäler Beijings. Er liegt im Westen der chinesischen Hauptstadt.

Der Tempel der Weißen Pagode war eines der wichtigsten Bauprojekte, als Kublai Khan, der erste Kaiser der Yuan-Dynastie, vor 700 Jahren seine Hauptstadt in Dadu, dem heutigen Beijing, gründete.

Entworfen wurde die Pagode von einem nepalesischen Architekten, um die magische Kraft der buddhistischen Gottheiten und des Kaisers zu versinnbildlichen.

Ursprünglich hieß der Tempel Miao Ying Si. Aufgrund der weißen Pagode in seiner Mitte wurde er aber in Tempel der Weißen Pagode umbenannt. Die weiße Pagode, entworfen in der Form einer umgekehrten Almosenschüssel, ist die größte und älteste erhaltene Pagode des tibetischen Buddhismus in China.

Bai Zhuo, ein alteingesessener Beijinger war Augenzeuge der blühenden Vergangenheit des Tempels:

"Es gab viele Tempel in der Nähe der Weißen Pagode und alle zehn Tage fand dort ein Tempelmarkt statt. Viele Leute kamen hierher, um ihre Einkäufe zu tätigen. Ich besuchte den Tempelmarkt oft mit meinen Freunden. Obwohl wir nichts zu kaufen brauchten, zog uns die festliche Atmosphäre des Tempelmarktes an."

In der Vergangenheit war der Tempelmarkt eines der wichtigsten Ereignisse im Alltag der Beijinger. Quan Jinghe hat über vier Jahrzehnte lang in der Nachbarschaft des Tempels gewohnt. Seine Schilderung gibt uns einen Eindruck vom bunten Treiben auf dem Tempelmarkt:

"Auf dem Tempelmarkt waren beinahe alle nützlichen Dinge zu finden, wie zum Beispiel Lebensmittel, Kleidung und Möbel. Die Lieblingsstände der Kinder waren die Schnellimbisse hinter der Pagode. Die Erwachsenen interessierten sich mehr für die verschiedenen Darbietungen wie zum Beispiel Peking-Oper-Vorführungen oder Akrobatikeinlagen."

Quan Jinghes Frau erzählt uns lächelnd eine Geschichte aus ihrer Kindheit:

"Ich sah eine Gruppe von Kindern, die durch eine Tür in den Tempel hineinguckte. Ich tat es den Kindern aus Neugier gleich. Was habe ich gesehen? Ich sah die Statue von Zhou Cang, einem kräftigen, legendären Krieger mit dunklem Gesicht und drahtigem Bart. Im Dunkeln sah er abscheulich aus. Ich hatte vor der Statue große Angst und weigerte mich danach lange Zeit, in den Tempel zu gehen."

Die Tempelmärkte in der Weißen Pagode wurden nach den 1950er Jahren abgeschafft. Die langjährigen Bewohner der Gegend lieben den Tempel und wollen nicht wegziehen.

Der Tempel der Weißen Pagode und die Menschen, die in seiner Nähe wohnen, galten in den Fernsehfilmen der vergangenen Jahre als ein Symbol für das Alte Beijing und das Leben der Beijinger. Für die alteingesessenen Beijinger wie Quan Jinghe und seine Nachbarn ist der Tempel der Weißen Pagode nicht nur ein Symbol des Alten Beijing, sondern auch ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

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