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Chinesische Turnmannschaft wird Dreamteam
   2008-08-23 11:55:53    Seite Drucken    CRI
Die Wettbewerbe im Turnen der Beijinger Spiele sind bereits zu Ende. Dabei holte die chinesische Nationalmannschaft neun von insgesamt 14 Goldmedaillen. Damit wird sie zum Dreamteam im Turnen. Nach den Spielen sagte Gao Jian vom Verwaltungszentrum für Turnen beim staatlichen chinesischen Hauptamt für Sport, viele Turnwettkämpfe der Olympischen Spiele in Beijing seien klassisch gewesen. Die chinesische Turn-Nationalmannschaft sei auch endlich aus ihrem Schatten getreten.

Das Niveau, das die Turner in Beijing zeigten, sei außergewöhnlich hoch gewesen. Dabei habe es viele klassische Wettkämpfe gegeben. Chinesische Turner gewannen die Wettbewerbe nicht nur wegen der hohen Schwierigkeitsstufen ihrer Übungen sondern auch auf Grund ihrer mentalen Stärke, sagte Gao Jian weiter.

"Es waren wirklich erstklassige Leistungen. Die Konkurrenz war ungewöhnlich stark. Einige Wettbewerbe waren sehr klassisch. Spiele von so hohem Niveau wird man vielleicht sogar in den nächsten Jahren auch nicht sehen können. Zum Beispiel das Finale im Mehrkampf der Herren-Turnmannschaft. Beim Mehrkampf der Damen-Mannschaft waren die chinesische und die amerikanische Mannschaften gleich stark. Entscheidend war, wer das Können besser demonstriert und bessere Nerven behält. Am Ende machten die Amerikaner zwei Fehler und wir nur einen. Damit holten wir die erste Goldmedaille im Mehrkampf der Damen-Turnmannschaft. Darauf haben wir 55 Jahre lang gewartet. Es war wirklich nicht einfach."

2004 in Athen waren die chinesischen Turn-Mannschaften der Herren und der Damen in einem Tief. Gao Jian sagte, nach den Olympischen Spielen in Athen wurde in der Turnhalle eine "Kritikwand" aufgestellt. Die kritischen Berichte verschiedener Medien hingen an dieser Wand. Sie erinnerten uns ständig an die Niederlage in Athen.

"Einige Kollegen der Mannschaften haben sogar die kritischen Artikel an die Wand in der Turnhalle gehängt. Jeden Tag liest man die, bis man siegt."

Damals waren die chinesischen Turner bei internationalen Wettkämpfen für den hohen Schwierigkeitsgrad ihrer Übungen bekannt. Aber der Erfolg ließ auf sich warten. Das ist auf mangelnde Erfahrungen bei großen Wettbewerben und auf instabile psychische Verfassung zurückzuführen. Aber die Leistungen der chinesischen Turner bei den Beijinger Spielen zeigten ein anderes Bild. Denn diesmal hatten die chinesischen Turner die wenigsten Fehler. Die Chinesen gewannen sieben von acht Goldmedaillen im Turnen der Herren. Nur im Sprung verpassten die Chinesen die Chance auf Gold. Auch die chinesischen Turnerinnen erbrachten gute Leistungen und holten die Goldmedaille im Mannschafts-Mehrkampf. Gao Jian sagte, die Erfolge seien der vermehrten Teilnahme an Wettkämpfen seit einigen Jahren zu verdanken. Denn die Turner konnten dabei viel Wettkampferfahrung sammeln und ihre psychische Stärke verbessern. Gao sagte:

"Wir haben gezielt mehr Teilnahmen an Wettkämpfen geplant. Während des Trainings für die Beijinger Spiele wurden die Anzahl der Wettkämpfe der Turnerinnen im Vergleich zur Vorbereitung auf die Spiele in Athen fast verfünffacht. Dank dieser Maßnahmen konnte man in Beijing gute Erfolge erzielen. Es ist doch kein Zufall."

Der 20-jährige Zou Kai ist der Jüngste in der chinesischen Turn-Mannschaft. Bei den Beijinger Spielen gewann er je eine Goldmedaille im Mannschafts-Mehrkampf sowie im Einzel am Boden und auf dem Reck. Damit holte er die meisten Goldmedaillen der Turner in Beijing. Vor den Spielen war Zou Kai vielen ausländischen Kollegen unbekannt. Daher spricht man bei ihm von der "Geheimwaffe" der chinesischen Mannschaft. Dazu erklärte Gao Jian, die Goldmedaillen von Zou Kai seien von der chinesischen Mannschaft erwartet worden, obwohl er kein weltbekannter Favorit war. Um diesen Sieg habe man sich seit Jahren bemüht:

"Wir bemühten uns seit langem um eine Goldmedaille im Bodenturnen. Heute ist es uns endlich gelungen. Mit Gold auf dem Reck haben wir auch spekuliert. Wir hatten zwei Konzepte vorbereitet. Im Mehrkampf der Mannschaft turnte Zou Kai eine Kür mit dem Schwierigkeitsgrad von 7,0. Und im Finale auf dem Reck hatte seine Übung einen Schwierigkeitsgrad von 7,2. Darauf haben wir uns lange vorbereitet, sonst hätte er das nicht so einfach geschafft."

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