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Chinesisches Volleyballteam der Männer schreibt Geschichte
   2008-08-20 11:09:26    Seite Drucken    cri

Trotz der zwei zu drei Niederlage gegen Italien, den Silbermedaillengewinner von Athen vor vier Jahren, schrieb das chinesische Volleyballteam der Männer Geschichte: zum ersten Mal seit 1984 schaffte es den Einzug ins Viertelfinale der Olympischen Spiele. Trainer Zhou Jianan führt den Erfolg der chinesischen Männer-Volleyballmannschaft nicht nur auf den Heimvorteil zurück, sondern auch auf die mentale Stärke seiner Spieler.

Im Vergleich zu den großartigen Erfolgen der chinesischen Frauen-Volleyballmannschaft waren die Leistungen des Männer-Teams in den vergangenen 24 Jahren stets nicht so gut. So schaffte es das Team beispielsweise nicht, sich trotz einer großen Möglichkeit für die Spiele in Athen im Jahr 2004 zu qualifizieren. Während die Männer bereits in der Qualifikation scheiterten, gewann die chinesische Frauen-Volleyballmannschaft an den Spielen 2004 zum zweiten Mal Gold nach 1984.

Die lange Durststrecke des Männer-Teams soll an der diesjährigen Olympiade vor heimischem Publikum beendet werden, wie uns Trainer Zhou Jianan erläutert:

"Die chinesische Männer-Volleyballmannschaft war schon ziemlich lange nicht mehr an Olympischen Spielen zu sehen. Deshalb sind unsere Hoffnungen und Erwartungen in diesem Jahr groß."

Die größte Gefahr sieht er im Druck, der auf seinen Spielern lastet und sich negativ auf ihre Leistung auswirken könnte. Die Heimspiele würden großen Druck auf alle chinesischen Mannschaften und Athleten ausüben, so der Trainer der chinesischen Männer-Volleyballmannschaft. Falls sich seine Spieler an den Beijinger Spielen "selbst beweisen" wollten, seien sie zum Scheitern verurteilt, ist Zhou Jianan überzeugt. Seine Spieler seien sich dieser Gefahr bewusst und hätten sich daher seit Jahresbeginn gezielt mental auf die Sommerspiele vorbereitet.

Überdies habe die Teilnahme an der vom Volleyball-Weltverband organisierten Weltliga das Selbstvertrauen seiner Spieler gestärkt und ihre Technik verbessert, erklärt Coach Zhou Jianan:

"Wenn man über genügend Technik und Zuversicht verfügt, kann man ruhig in ein Spiel gehen. Falls man jedoch nur über die mentale Verfassung spricht, ohne einen Spielplan zu haben und ohne die nötigen Spieltechniken zu beherrschen, wird man mit größter Wahrscheinlichkeit scheitern."

Laut Zhou Jianan hat auch die Gruppeneinteilung eine wichtige Rolle gespielt. Fast alle Teams in der Gruppe von China seien stärker einzuschätzen gewesen als seine Mannschaft: Italien habe in Athen Silber gewonnen und die USA und Bulgarien seien nominell ebenfalls stärker als China. Auch Japan und Venezuela seien nicht zu unterschätzen gewesen. Chinas Qualifikation fürs Viertelfinale sei auf die Siege gegen Japan und Venezuela zurückzuführen. Angesichts der harten Konkurrenz hätten sich seine Spieler nicht auf glückliche Zufälle verlassen wollen, sondern auf ihre eigenen Stärken konzentriert, so Zhou Jianan.

China hat zwar den Sprung ins Viertelfinale geschafft, trifft dort aber auf Titelverteidiger Brasilien. Obwohl die Südamerikaner als klarer Favorit gelten, verlangt Zhou Jianan von seinen Spielern, ihr eigenes Spiel aufzuziehen und alles für den Sieg zu tun:

"Wichtig ist, dass wir alles in unserer Macht stehende unternehmen. Egal, ob wir verlieren oder gewinnen, solange wir unser Bestes geben, bin ich zufrieden."

Die chinesische Männer-Volleyballmannschaft hat an den Olympischen Spielen in Beijing nicht nur ihr bestes Resultat erzielt, sondern auch den Grundstein für eine erfolgreichere Zukunft gelegt. Voraussetzung hierfür ist, dass die chinesischen Männer zukünftig auf ihre mentale Stärke vertrauen und ihr eigenes Spiel besser zur Entfaltung bringen können. So sagte zum Beispiel der chinesische Volleyballspieler Fang Yingchao, der gegen Italien ausgezeichnet gespielt hatte, gegenüber Radio China International:

"Durch die Beijinger Spiele haben wir mehr Selbstvertrauen erhalten. Diese Erfahrung kann dabei helfen, dass die chinesische Männer-Volleyballmannschaft an zukünftigen Großanlässen noch weiter kommt."

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