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Die Nutzung der Sportstätten nach den Olympischen Spielen in Beijing
   2008-08-04 16:08:43    Seite Drucken    cri

F: Herzlich willkommen zu unserem Fragenblock "Sie fragen, wir antworten!". Liebe Hörer, heute möchten wir dem Wunsch unseres Stammhörers Wolfgang Gröppel aus Witten-Stockum in Deutschland nachkommen und über die Nutzung der Sportstätten nach den Olympischen Spielen in Beijing berichten. Herr Gröppel schrieb uns vor kurzem in einer E-Mail:

M: "Liebe deutsche Redaktion von CRI, ich bedanke mich schon für die olympischen QSL-Karten. Da habe ich noch eine Frage dazu: Was machen Sie mit den ganzen Sportstätten, wenn alles vorbei ist? Wie soll es dann damit weiter gehen?"

F: Ja, liebe Hörer und lieber Herr Gröppel, diese Frage beantworten wir gerne. Die Nutzung der Sportstätten nach den Olympischen Spielen in Beijing ist ein ganz wichtiges Thema. Dieser Frage schenken wir ebenfalls große Aufmerksamkeit. Für die 29. Olympischen Sommerspiele in Beijing wurden in ganz China 37 Sportanlagen gebaut, 31 davon in Beijing. Von diesen 31 Sportstätten wurden zwölf neu gebaut, elf umgebaut und acht provisorisch errichtet, also in Form eines Behelfsbaus. Mittlerweile sind natürlich alle 31 Sportstätten schon fertiggestellt, zur Sicherung der Qualität wurden auch spezielle Kontrollen durchgeführt. Alle Wettkämpfe während der Olympischen Spiele in Beijing werden in diesen 31 Sportstätten abgehalten. Aber was passiert mit diesen Sportstätten nach den Olympischen Spielen in Beijing?

M: Ja, das ist eine gute Frage. Wie können die Sportstätten nach den Spielen den Menschen zur Verfügung stellen und den Nutzeffekt erhöhen? Das ist ein wichtiges Thema. Die Verantwortlichen haben diese Frage schon bereits zu Beginn der Planung in Betracht gezogen. Informationen der Beijinger Stadtregierung zufolge hat das Beijinger Olympische Organisationskomitee (BOCOG) geplant, nach den Olympischen Spielen 2008 in Beijing die Sportstätten zu universalen Freizeitzentren umzugestalten. Dabei sollen in Zukunft hauptsächlich nationale und internationale Sportwettkämpfe, kulturelle Aufführungen, beispielsweise Eisshows, Ausstellungen sowie allgemeine Freizeit- und Sportaktivitäten veranstaltet werden. Außerdem werden in den Olympia-Sportstätten noch mehrere Breitensportaktivitäten organisiert. Das ist ein wichtiger Aspekt der Nutzung der Sportstätten nach den Olympischen Spielen.

F: Ja. Die Sportstätten sollen sowohl den Wettbewerben der Olympischen Spiele gerecht werden, als auch im Anschluß daran zu einem allgemeinen Veranstaltungsort für verschiedene Gelegenheiten umgebaut werden. Zum Beispiel das Nationalstadion, das "Vogelnest". Das Stadion hat eine Baufläche von insgesamt 258.000 Quadratmetern und verfügt über 91.000 Sitzplätze. Bei den Spielen 2008 wird dort nicht nur die Eröffnungszeremonie veranstaltet, auch die Leichtathletikwettkämpfe und einige Fußballspiele werden darin stattfinden. Nach den Olympischen Spielen werden im Nationalstadion verschiedene nationale und internationale Sportwettkämpfe sowie kulturelle Aktivitäten veranstaltet. Außerdem werden im Umfeld noch verschiedene Geschäfte geplant, darunter Hotels, Restaurants, Supermärkte oder Clubs. Ihr Anteil an der Gesamtfläche rund um das Vogelnest soll sogar 35 Prozent betragen.

M: Ja. Als Beispiel möchten wir auch das Nationale Schwimmzentrum, den "Wasserwürfel", erwähnen. Der "Wasserwürfel" hat eine gesamte Baufläche von 79.500 Quadratmetern. 6.000 Sitzplätze wurden fest installiert, zudem plant man noch 11.000 Zusatzsitze ein. Nach den Olympischen Spielen werden diese zusätzlichen Sitze wieder abmontiert. Die Schwimmwettkämpfe, das Turmspringen und das Wasserballturnier finden dort statt. Bereits bei der Projektplanung wurde die Funktion des "Wasserwürfels" nach den Spielen berücksichtigt. Die Fläche für Wettkämpfe beträgt dann nur 21,5 Prozent der Gesamtfläche, etwa 30 Prozent stehen für Geschäfte zu Verfügung. Nach den Olympischen Spielen soll das Schwimmzentrum in ein großes multifunktionales Wassersportzentrum umgebaut werden. Viele bedeutende nationale und internationale Wettkämpfe sollen dort stattfinden, es werden aber auch der Bevölkerung verschiedene Dienstleistungen wie Freizeitspaß, Wassersport, Fitness oder Ausbildung angeboten.

F: Ja, stimmt. Tatsächlich hat die Beijinger Stadtregierung bereits vor dem Bau der Sportstätten deren Nutzung nach den Olympischen Spielen berücksichtigt und bei Gestalt und Investitionen neue Vorschläge gemacht. Dadurch wurden die Verwaltung und der wirtschaftliche Betrieb der Sportstätten im Anschluß an die Großveranstaltung gewährleistet. Auf der Grundlage notwendiger Investitionen der Regierung hat die Stadt Beijing Angebote für den Bau neuer Sportstätten eingeholt. Die Unternehmen, die den Zuschlag erhielten, waren selbst dafür verantwortlich, die erforderlichen Finanzmittel einzuholen, das Projekt zu planen und zu bauen und nun auch zu bewirtschaften. Dazu zählen unter anderem das Nationale Hallenstadion, das Hallenstadion Wukesong, der Olympische Ruder- und Kanu-Park in Shunyi und das Olympia-Dorf: all diese Anlagen wurden auf diese Art und Weise gebaut und werden nun auch entsprechend bewirtschaftet.

M: Ja, genau. Einige olympische Sportanlagen wurden zudem auf dem Campus verschiedener Universitäten gebaut. Auch dabei wurde an die spätere Nutzung gedacht. Die dortigen Sportanlagen werden nach den Spielen als Sportstätten der Universität genutzt. Auch können später Anwohner diese Einrichtungen nutzen und darin Sport treiben. Außerdem gab es bisher im Westen von Beijing weniger Sportanlagen als im Osten. Diese Lücke wird nun das neu gebaute Hallenstadion Wukesong füllen und somit zur Verbesserung der Sportanlagen im Westen der chinesischen Hauptstadt beitragen. Alle anderen neu errichteten Sportstätten können nach den Olympischen Spielen zu multifunktionalen Veranstaltungszentren umgebaut werden.

F: Ja. Die 31 olympischen Sportstätten in Beijing befinden sich relativ konzentriert im Norden von Beijing, besonders mit dem Olympiapark im Bezirk Chaoyang als Kern. Insgesamt wurden dort 14 Sportstätten wie etwa das Nationalstadion, das Nationale Hallenstadion, das Nationale Schwimmzentrum sowie das Pressezentrum gebaut. Die Stadt Beijing will dort ein neues "Olympiagebiet" errichten, mit dem Olympiapark als Zentrum. In diesem Gebiet will man bewusst Tourismus, Sport, Kultur, Information und Kommunikation oder auch Ausstellungen fördern. Das ganze Gebiet wurde mit Funktionen hauptsächlich für Sport und Kultur sowie für Freizeitvergnügungen und Ausstellungen geplant.

M: Ja. Beijing hat schon in vielerlei Hinsicht, etwa Planung und Gestaltung oder Projektierung und Bewirtschaftung, die Nutzung der olympischen Sportstätte berücksichtigt, um deren Nutzeffekt möglichst zu optimieren. Ich glaube, nach den Olympischen Spielen werden in Beijing noch weitere internationale Wettkämpfe oder Ausstellungen abgehalten, damit sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für internationale Sportwettkämpfe und Ausstellungen entwickelt.

F: Ja, soviel, liebe Hörer, zu der Nutzung der Sportstätten nach den Olympischen Spielen in Beijing. Das war heute unsere Rubrik "Sie fragen, wir antworten".

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