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Großes Potential der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Israel
   2008-06-25 16:11:38    Seite Drucken    cri

Israel ist ein wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner Chinas im Mittleren Osten. Die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Handel, Investition, Wissenschaft und Technik sowie Landwirtschaft entwickelt sich gut und das Potential ist entsprechend groß. Diese Beurteilung teilt auch der israelische Unternehmer Ilan Maor. Auf einem Wirtschaftsforum in Tel Aviv plädierte er für einen Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit in der Wirtschaft.

Im Ausstellungszentrum in Tel Aviv fand vor kurzem ein Symposium über die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Israel statt. Mehr als 100 Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder nahmen daran teil. Große Aufmerksamkeit erregte dabei ein Vortrag von Ilan Maor, der für ein chinesisch-israelisches Joint Venture arbeitet.

"Ich habe vier Jahre in Shanghai verbracht. Ich und meine Familienmitglieder vermissen bis heute noch immer diese unvergessliche Zeit."

Gemeint war die Zeit zwischen 2001 und 2005, als Ilan Maor Generalkonsul beim israelischen Konsulat in Shanghai war. Zuvor arbeitete er auf der chinesischen Inselprovinz Taiwan. Im Jahr 1992, dem Jahr der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Israel, besuchte er zum ersten Mal das chinesische Festland. Seitdem pflegt Ilan Maor rege Kontakte mit China. Die langjährige Erfahrung aus der wirtschaftlichen Zusammenarbeit hat Maor in seiner Überzeugung gestärkt, dass seine Entscheidung, sich mit China zu beschäftigen, richtig war:

"Ich habe mich deshalb für China entschieden, weil China derzeit ganz vorne in der Entwicklung des Produktionssektors ist. China hat diese Position mehrere Jahre beibehalten. Heute ist das Land nicht nur ein Standort für die Originalgeräteherstellung, sondern verfügt darüber hinaus über mehrere eigene Markenprodukte, die nicht nur der Nachfrage der einheimischen Konsumenten nachkommen, sondern auch zum Export auf den Weltmarkt gebracht werden. Die aufstrebende Entwicklung vollzieht sich sowohl in den herkömmlichen Industriebranchen, als auch in den neuen Sektoren. Da China im Moment nach technischer Weiterentwicklung strebt, suchen wir nicht nur nach Produkten, sondern auch nach Möglichkeiten der technischen Zusammenarbeit."

Nach Auffassung von Ilan Maor vereinigt China eine ganze Reihe positiver Faktoren. Dazu gehören unter anderem ein viel versprechender Produktionsstandort, ein riesiger, expandierender Markt sowie die enorme Kaufkraft der städtischen Konsumenten. Viel wichtiger sei allerdings das schnelle Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft:

"Während sich das Wirtschaftswachstum in Europa und in den USA verlangsamt, zählt China zu den wenigen Ländern der Welt, die den Zuwachs beibehalten oder sogar beschleunigen können."

Trotz großer geografischer Entfernung und riesiger sprachlicher und kultureller Unterschiede bestehen gemäß Ilan Maor breite Perspektiven für eine konstruktive Entwicklung der israelisch-chinesischen Zusammenarbeit, die auf gegenseitiger Ergänzung der beiden Volkswirtschaften basieren:

"Die Israelis sind sehr innovativ und gut in technischer Erneuerung, während die Chinesen im weltweit dynamischsten Markt große Produktionskräfte und Vertriebsfähigkeiten aufweisen. Beide Völker können ihre jeweiligen Vorzüge gegenseitig ergänzen und in der Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten schaffen."

Die Möglichkeiten zur gegenseitigen Ergänzung sieht Ilan Maor überdies im Temperament und der Arbeitsweise beider Nationen:

"Die Israelis legen großen Wert auf Effizienz und Flexibilität und streben gerne nach verschiedenartigen Lösungen, während die Chinesen die Planmäßigkeit, Stabilität und Tradition hoch einschätzen. Die Zusammenarbeit wäre perfekt, wenn man diese Unterschiede gegenseitig ergänzen könnte."

Auch die Gemeinsamkeiten beider Kulturen kommen nach Auffassung von Ilan Maor der geschäftlichen Zusammenarbeit zugute. Als Beispiel nannte er die sogenannten Beziehungen, also die persönlichen Gefälligkeiten. Seiner Erfahrung zufolge messen sowohl Israelis als auch Chinesen den inoffiziellen und privaten Kontakten sowie dem Geschehen am Esstisch große Bedeutung bei:

"Ein westliches Sprichwort besagt, man macht kein Geschäft mit Freunden, was soviel bedeutet wie Geschäft ist Geschäft, Freundschaft ist Freundschaft. In Israel und China laufen die Dinge aber ein bisschen anders. Wir wollen mit Freunden Geschäfte machen. Die Israelis legen großen Wert auf Partnerschaft, was mit dem chinesischen "Guanxi" verglichen werden kann. Der Grund hierfür ist, dass wir daran gewöhnt sind, mit Menschen, die wir mögen, und auf die wir uns verlassen, Geschäfte zu machen."

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