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Bayer verstärkt Aktivitäten bei der sozialen Verantwortung in China
   2008-05-14 17:04:33    Seite Drucken    cri

Der Leverkusener Chemiekonzern Bayer will als verantwortungsbewusst handelndes und sozial engagiertes Unternehmen diese Stellung mit einer Vielzahl von Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Bildung, Natur und Umwelt, Gesundheit und Soziales sowie Sport und Kultur unterstreichen. Die Zielsetzung, ein "good corporate citizen" zu sein, hat der Konzern nicht nur in Deutschland, sondern auch auf weitere Länder und Regionen ausgedehnt und zudem neue Initiativen gestartet. So kürte die Corporate Research Foundation das Unternehmen Bayer zu einem der "Besten Arbeitgeber in China 2007". Eine international besetzte Jury hatte zuvor die Arbeitsbedingungen, die Entgeltsysteme, die Mitarbeiterentwicklung und die Unternehmenskultur ausgewählter Arbeitgeber in der Boomregion Shanghai genauer betrachtet. William Valentino, Kommunikationschef des deutschen Pharmakonzerns in Beijing, äußert sich stolz über die Aktivitäten seines Unternehmens im Bereich der sozialen Verantwortung in China. In einem Gespräch mit Radio China International nannte der 56-jährige Amerikaner noch weitere Beispiele:

CRI: Heute spricht man viel von der Corporate Social Responsibility, kurz CSR, also der sozialen Verantwortung der Unternehmen.

Valentino: Genau, auf English heißt es "Corporate Social Responsibility", auf Deutsch "soziale Verantwortung der Unternehmen". Das kann man auch mit der nachhaltigen Entwicklung sehr eng verbinden.

CRI: Wie ist Ihr Unternehmen auf die Idee gekommen, sich aktiv an dieser Kampagne zu beteiligen?

Valentino: Vom Begriff her ist dies eigentlich neu seit ein paar Jahren. Aber die Praxis existiert schon seit längerem. Es ist sehr wichtig für ein Unternehmen, sich im sozialen Bereich und im Umweltbereich zu engagieren. Seit zwei oder drei Jahren ist die soziale Verantwortung der Unternehmen sowohl in China als auch im Westen als ein richtiger Begriff anerkannt. Man spricht von sozialer Verantwortung, corporate citizenship, nachhaltiger Entwicklung. Man hat eine Menge Bezeichnungen dafür, aber deren Sinn ist derselbe. Alle Firmen müssen sich um ein Wachstum kümmern, sie müssen also Profit machen, aber sie müssen gleichzeitig an der sozialen Entwicklung und der Umweltentwicklung im Land teilnehmen, egal, ob sie in China, in Deutschland oder in Amerika sind. Da, wo sie tätig sind, müssen sie auch engagiert sein. Für Bayer ist die soziale Verantwortung auch erst seit ein paar Jahren ein Begriff, obwohl der Konzern eine lange Geschichte hat. Gleiches gilt für China. In China gibt es einen Begriff, der für mich gleichbedeutend ist wie „soziale Verantwortung", nämlich der Aufbau einer harmonischen Gesellschaft. Chinas Wirtschaft entwickelt sich seit den letzten zwanzig Jahren ganz hervorragend. Man erkennt schon, dass man auf dem Gebiet Umwelt und Soziales damit Schritt halten soll. Da müssen die Firmen mit dabei sein, es erfordert also eine Zusammenarbeit.

CRI: Hat Ihr Konzern konkrete Schritte ausgearbeitet für das Programm in China?

Valentino: Sehr konkrete. Wir konzentrieren uns auf Chemie, Pharma und Pflanzenschutz. Wir sind auch im Bereich Kunststoffe und Materialwissenschaft tätig. Das ist unser Kerngeschäfte in China, aber auch weltweit. Hier in China haben wir gesagt, okay, wie verbinden wir das Geschäft, das wir machen, mit der Gesellschaft? Entsprechende Programme müssen wir jetzt entwickeln. Wir sind seit einigen Jahren erstmals aktiv auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit. Zum Beispiel auf dem Gebiet HIV/AIDS. Was können wir als ein Pharmaunternehmen tun? Im Pharmabereich gibt es leider keine Medikamente gegen HIV/AIDS. Das bedeutet aber nicht, dass wir nichts machen. So haben wir in Zusammenarbeit mit der Qinghua-Universität ein Programm zur Schulung von Journalisten ausgearbeitet. Seit 2004 bilden wir gemeinsam Journalisten aus für die Aufklärung im Bereich öffentliche Gesundheit und HIV/AIDS. Wir sind davon überzeugt, dass Journalisten durch Aufklärung in der Bevölkerung mehr Leben retten können als Ärzte. Auch auf dem Gebiet Sport trägt Bayer aktiv zur sozialen Verantwortung bei. Bayer ist zum Beispiel in Deutschland auch sehr bekannt wegen der Fußballmannschaft Bayer Leverkusen. Daher haben wir uns in China für die Unterstützung für Special Olympics der geistig behinderten Kinder entschieden. Vor ein paar Jahren haben wir angefangen, drei Schulen für geistig behinderte Kinder zu unterstützen.

CRI: Gibt es außer der Zusammenarbeit mit der Qinghua-Universität noch weitete derartige Beispiele?

Valentino: Ja, selbstverständlich. Zum Beispiel im Bereich Pflanzenschutz. Und wir arbeiten seit ein paar Jahren mit dem Chinesischen Fonds zur Armutsbekämpfung zusammen. Wir haben mit der Mikrofinanzierung angefangen. Und damals wusste noch niemand, was eine Mikrofinanzierung ist. Zusammen mit chinesischen Behörden haben wir Darlehen an Bauern in Fujian und Guizhou vergeben. Es war ein Riesenerfolg bei der Einführung der Mikrofinanzierung.

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