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Lamaistische Pagoden in China
   2008-03-12 17:52:49    Seite Drucken    cri
Lamaistische Pagoden unterscheiden sich sowohl in der Konzeption als auch in ihrer Gestalt deutlich von den traditionellen buddhistischen Pagoden.

Die Komposition der buddhistischen Pagoden basiert hauptsächlich auf Pagoden des Stils der Han-Dynastie, der seit fast zwei Jahrtausenden in Zentralchina üblich ist.

Lamaistische Pagoden lassen sich grundsätzlich in folgende drei Typen unterteilen: flaschenförmige Pagoden, Diamanten-Pagoden und Kreuzweg- Pagoden.

Die flaschenförmigen Pagoden haben, wie der Name schon verrät, die Form von bauchigen Wasserflaschen. Die Gestalt ist aber eigentlich den Stupas in Indien nachempfunden.

Als älteste erhaltene lamaistische Pagode in China gilt die Weiße Pagode im Tempel der Weißen Pagode in Beijing. Sie ist die wohl repräsentativste ihrer Art in China. Erschaffen wurde die flaschenförmige Pagode während der Regierungszeit des Yuan-Kaisers Shizu im Jahr 1271 vom nepalesischen Kunsthandwerker, Ahnigethe Miaoying.

Die Weiße Pagode ist 51 Meter hoch und besteht aus drei Teilen. Die Pagode steht auf einem dreistöckigen Sockel, auf dem der dicke runde Körper der Pagode sitzt.

Der Körper steht scheinbar auf einem steinernen Lotosblatt. Früher waren in den Pagodenkörper einzigartige Bilder des tibetischen Buddhismus eingraviert, zum Beispiel Stößel, Perlen und Lotos. Diese sind aber nicht mehr erhalten.

Die obere Sektion basiert auf einem vieleckigen dem Sumeru-Berg nachempfundenen Podest. Darüber ist ein großes 13schichtiges Rad zu sehen, das sich mit jeder Schicht nach oben hin verjüngt. Mit diesem Rad werden die "13 Himmel" symbolisiert. Das Dach der Pagode ist auf einer großen bronzenen Decke mit einem Durchmesser von 9,9 Metern platziert. Durchlöcherte Kupferplatten und Kupferglocken hängen reihum an der bronzenen Decke herunter.

Die gesamte Pagode besteht aus Stein, nur die Pagodenspitze ist aus Kupfer gefertigt. Die Außenwand der Pagode besteht aus Ziegeln und ist mit weißem Kalk verputzt. Die Pagode erscheint leuchtend und klar wie ein Jadestein, deshalb erhielt sie den Namen "Jadepagode". Das bronzene Pagodendach ist von goldgelber Farbe. Der Farbenkontrast zwischen Gold und Weiß ergibt eine edlen, heiligen und reinen Anblick. Die ganze Pagode ist glatt, robust, kräftig und breit. Ihr Baustil passte gut zum Wagemut der damaligen Hauptstadt der Yuan-Dynastie.

Die Diamanten-Pagode ist eine Kombination aus fünf Pagoden, mit einer großen Pagode in der Mitte und je einer kleineren Pagode an ihren vier Ecken. Die Pagoden sind entweder flaschenförmig oder zeigen die Form der Han-Pagode.

Nach dem tibetischen Buddhismus symbolisieren die Diamantenpagoden die fünf Buddhas des tibetischen Buddhismus. Sie sind auch Ausdruck des Mandala-Konzepts über das Universum. Die Diamantenpagoden entstanden bereits während der nördlichen und südlichen Dynastien (5. bis 6. Jahrhundert).

Zu den erhalten gebliebenen Diamanten-Pagoden zählen u. a. die Stupas im Kloster Biyun, im Kloster Xihuangsi in Beijing, und die Stupa im Kloster Cieng in Hohot in der Inneren Mongolei.

Kreuzweg-Pagoden sind Pagoden, die an Kreuzwegen errichtet wurden. Bekannte Kreuzweg-Pagoden sind u.a. die Kreuzweg-Pagode am Juyongguan-Pass nahe Beijing und die Kreuzweg-Pagode in Zhenjiang in der Provinz Jiangsu. Beide wurden während der Yuan-Dynastien gebaut.

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