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Japans Pharmakonzern Astellas erfolgreich in China
   2008-03-05 17:05:22    Seite Drucken    cri

Der japanische Pharmakonzern Astellas Pharma Inc., mit dem Hauptsitz in Tokyo und mit den drei europäischen Produktionsstandorten in München, im irischen Killorglin und im italienischen Carugate, beschäftigt 15.000 Mitarbeitern weltweit. Seit 1994 ist Astellas auch in China präsent. In den folgenden Minuten möchten wir Ihnen Mochizuki Hideaki, den stellvertretenden Generaldirektor von Astellas Pharma China Ltd., vorstellen

Im Gespräch mit Radio China International hat uns Mochizuki Hideaki nicht nur über das Geschäft seines Unternehmens in China informiert. Er schilderte darüber hinaus seine Arbeit und sein Leben in Shenyang, wo sich der japanische Pharmakonzern im Jahr 1994 angesiedelt hat. Bei der Niederlassung in der nordostchinesischen Provinzhauptstadt handelt es sich um eine hundertprozentige Tochter von Astellas. Mochizuki Hideaki ist stellvertretender Generaldirektor der Landesgeschäftsstelle des japanischen Konzerns. Allerdings ist Shenyang nicht die erste Station seiner Auslandstätigkeiten. Zuvor hatte Mochizuki bereits sechs Jahre in einer Astellas- Zweigstelle in den USA gearbeitet. Zu seinen ersten Eindrücken in Shenyang sagt er:

"Als ich in Shenyang ankam, ist mir zuerst die schlechte Beleuchtung auf dem Flughafen aufgefallen. Auf der Fahrt zur Innenstadt sah man entlang der Autobahn kaum Bauten. So habe ich mir gedacht, na ja, es ist genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Nachdem wir aber eine Brücke überquert hatten, sah das Bild aus dem Autofenster ganz anders aus. Es war eine ziemlich große Stadt mit guter Beleuchtung und zahlreichen neuen Bauten."

Innerhalb von zwei Jahren hat sich Mochizuki Hideaki bereits in Shenyang eingelebt. Nach seinen Worten gefällt ihm die Stadt:

"Das Leben in Shenyang ist nicht so rasend und hektisch, sondern sehr gemütlich, was ganz meiner ruhigen Persönlichkeit entspricht."

Unter Leitung von Mochizuki Hideaki hat sich das Geschäft der Tochtergesellschaft des japanischen Pharmakonzerns in den vergangenen zwei Jahren schnell entwickelt. So ist der Jahresumsatz in diesem Zeitraum von 200 auf 600 Millionen Yuan RMB gestiegen. Trotz der bemerkenswerten Geschäftsentwicklung ist sich Mochizuki darüber im klaren, dass man nicht ausschließlich nach den Geschäftszahlen streben, sondern sich in zunehmendem Maße um den Schutz der ökologischen Umwelt kümmern solle. So betreibt das Unternehmen stets eine umweltfreundliche Produktion. Mochizuki ist sehr stolz darauf, dass sein Unternehmen aufgrund seiner Aktivitäten im Bereich Umweltschutz mehrfach von der Stadt Shenyang gewürdigt wurde:

"In den vergangenen mehr als zehn Jahren seit der Firmengründung kam es bei uns noch nie zu einem umweltschädigenden Produktionsunfall."

Eigenen Angaben zufolge hat die Astellas Pharma China Ltd. inzwischen bereits mehr als eine Million Yuan in die Aufforstung und Begrünung des Produktionsgeländes investiert. Geplant ist zudem, jährlich 100.000 Yuan zur Pflege der angepflanzten Bäume und Wiesen bereit zu stellen. Überdies sorgt das Unternehmen dafür, dass das bei der Produktion anfallende Abwasser nach spezieller Aufbereitung zur Bewässerung der Wiesen genutzt werden kann. Durch die Vernetzung dieser verschiedenen Nutzungsbereiche kann man beim japanischen Pharmahersteller erfolgreich die Ressourcen wieder- und weiterverwerten. Dadurch bleibt die Umwelt nicht nur sauber, sondern ist es dem japanischen Unternehmen darüber hinaus gelungen, pro Jahr mindestens 20 000 Tonnen Wasser einzusparen. Dazu sagt Mochizuki Hideaki:

"Ich hoffe, unsere Taten können in der Gesellschaft auf die Wichtigkeit des Umweltschutzes hinweisen und großes Echo auslösen, damit alle am Schutz unserer Umwelt und unserer Erde mitwirken können."

Mochizuki Hideaki unterstrich, dass die soziale Verantwortung des Unternehmens niemals in Vergessenheit geraten solle. In diesem Zusammenhang verwies er stolz auf die Spenden an viele Schulen in der Stadt Shenyang während des Ausbruchs der ansteckenden Lungenkrankheit SARS im Jahr 2003. So konnten die Schulen Desinfizierungsgeräte, die mit Ozon arbeiten, kaufen. Drei Jahre später spendete das Unternehmen mehr als 400.000 Yuan für das Rote Kreuz der Provinzhauptstadt. Es folgte einer Initiative der Provinz Liaoning, das System der genossenschaftlichen medizinischen Betreuung in den ländlichen Regionen und das System der Wohnviertel-basierten Kliniken aufzubauen. Weitere Spendeaktionen bezogen sich in erster Linie auf die Rettung und den Wiederaufbau hinsichtlich mehrerer Naturkatastrophen sowie auf die Armuts-Bekämpfung in den unterentwickelten Regionen der Provinz Liaoning. Mittlerweile belaufen sich die Spenden in diesen Bereichen auf über zwei Millionen Yuan RMB. Mochizuki Hideaki sagt, er hoffe, dass neue Medikamente, die in Japan entwickelt wurden, umgehend zur Produktion nach China gebracht werden könnten. Aufgrund seiner eigenen Beobachtung stellt Mochizuki fest, dass für die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft noch ein großes Potential bestehe:

"Japan hat sich schon so weit entwickelt, dass sich das Land bereits in einer Phase des stabilen Wachstums befindet und daher über keinen großen Entwicklungsraum mehr verfügt. Im Gegenteil gibt es für die Entwicklung Chinas aber einen breiteren Entwicklungsraum und größere Aussichten."

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