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Entwicklung und Umweltschutz in Caofeidian
   2007-11-23 09:49:11    Seite drucken   cri
Das frühe Aufstehen fiel mir heute wieder nicht leicht, aber es lohnte sich, vor dem Weckruf aus den Federn zu kriechen. Heute konnten wir endlich das Entwicklungsgebiet und vor allem den Hafen von Caofeidian, von dem wir am Vortag schon viel gehört hatten, besuchen.

Auf dem Weg fuhren wir abermals in der zunehmenden Winterkälte durch eine Landschaft aus Feldern, Baumreihen und kleinere oder größere Siedlungen. Von der Sirene unseres Polizeiautos, das uns noch immer den Weg bereitete, fuhren wir an von der Arbeit aufschauenden Menschen mit braungebrannten Gesichtern vorbei.

In China nennt man sie "Laobaixing", was so viel heißt wie "einfache Menschen". Aus ihren Gesichtern sprach teils Erstaunen, teils Neugier. Man sieht ihnen an, dass sie ein hartes und arbeitsames Leben führen, in der Hoffnung, dass es zumindest für die nächste Generation besser werde. Die meisten von ihnen sind im Straßenbau oder in der Landwirtschaft beschäftigt. Sie leben in nicht mehr als zwischen vier aus Backstein errichteten Wänden, die mit Wellblech überdacht sind. Mich überkam, ob unseres pompösen Auftretens mit dem Polizeiauto vorweg, die Scham.

In Caofeidian besuchten wir zunächst das Ausstellungszentrum, in dem wir uns die Planungsmodelle für das Entwicklungsgebiet ansahen. Um kostbare landwirtschaftliche Nutzfläche zu erhalten, wird das gesamte Gebiet mit dem Hafen an der äußersten Spitze der künstlichen Halbinsel und den Industrieparks näher an der ehemaligen Küste auf neu gewonnenem Land errichtet. Dazu werden Dämme weit ins Meer hinein aufgeworfen, zu Feldern geschlossen, langsam mit Sand vom Meeresgrund gefüllt und das Wasser abgepumpt.

Am weitesten entwickelt worden sind bisher die Hafenanlagen, die gegenwärtig zum Löschen der Ladung von Öltankern und Frachtern beladen mit Eisenerz genutzt werden. Das Erz soll in Zukunft in einem Stahlwerk vor Ort zu Stahl legiert und fertigen Teilen gegossen werden. Außerdem sahen wir die Bohrtürme für die Erschließung des Erdölfelds, das sich in einem riesigen Areal direkt unter der Erschließungszone befindet.

Der Umweltschutz ist bei der Planung des Entwicklungsgebiets von Caofeidian auch berücksichtigt worden. An der Grenze zwischen der alten Küste und dem Neuland liegt ein ausgedehntes Feuchtgebiet, bestehend aus kleinen Wasserläufen und Schilfdickichten. Es ist unter Schutz gestellt worden und soll nach Aussage der lokalen Vertreter durch nahe gelegene Hotels als touristischer Anzugspunkt nicht nur erhalten, sondern auch behutsam genutzt werden.

Ziemlich durchgefroren vom kalten Seewind wurden wir noch auf ein entspanntes Mittagessen mit den typischen Meeresfrüchten der Gegend eingeladen. Anschließend ging es weiter zu unserem neuen Aufenthaltsort in Qinhuangdao. Als wir dort nach knapp drei Stunden Fahrt ankamen, hatten wir zum ersten Mal auf unserer Reise Zeit, uns ein paar Telefonkarten zum Telefonieren ins Ausland zu besorgen sowie vor dem Abendessen in der Hotelbar ein entspanntes Bier zu trinken und philosophischen Fragen nachzugehen.

Der Tag neigt sich nun nach einem köstlichen Abendessen aus Gerichten von der Küste und aus dem Binnenland dem Ende zu. Was noch bleibt, ist ein wenig Zeit für gemeinsame Entspannung sowie Gespräche über das Erlebte und noch Kommende. Vielleicht ist sogar noch eine Stunde mehr Schlaf drin, als zuvor, um dem morgigen Weckruf den Schrecken zu nehmen.

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