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Yuan Guisheng: Der Aufbau eines neuen Dorfes
   2007-10-22 17:07:06    Seite drucken   cri
Yuan Guisheng ist Parteichef des Dorfes Longmen in der Stadt Hejing. In den letzten zehn Jahren hat das Dorf unter seiner Führung umfassende Veränderungen erlebt.

Seit der Übernahme des Amtes des Perteisekretärs 1996 brachten seine unternehmerischen Fähigkeiten und seine vernünftige Denkweise dem Dorf enorme wirtschaftliche Fortschritte.

Longmen ist nur ein kleines Dorf mit 3500 Einwohnern. Chinas ländliche Gebiete mögen den wirtschaftlich boomenden Städten hinterherhinken, doch Longmen wurde zu einer wirtschaftlichen Legende mit einem Output von 1, 28 Billionen Yuan (ca. 0,12 Billionen Euro). Noch dazu erhält es 70 Mio. Yuan (ca. 6,5 Mio. Euro) an jährlichen Steuererträgen. Die Pro-Kopf-Steuerabgaben betragen ca. 20 000 Yuan (knapp 1 900 Euro) pro Jahr mit Netto-Pro-Kopf-Einkommen in Höhe von ca. 18 000 Yuan (knapp 1 700 Euro).

Über Generationen haben die Menschen in Longmen (was Drachentor bedeutet) sich abgemüht, sich unter schwierigen natürlichen Gegebenheiten über Wasser zu halten. Sie werden wahrscheinlich auf die Magie des Drachentores gehofft haben. In der chinesischen Mythologie konnte der Karpfen auf magische Weise in einen glanzvollen Drachen verwandelt werden, wenn er es schaffte, über das Drachentor zu springen.

Im Jahr 1996 hatte das Dorf hohe Erwartungen an seinen neu gewählten Minister. Er galt als ein Mann mit Erfahrung, der die richtige Mischung an Fähigkeiten zum Management und an Integrität für sein Amt mitbrachte. Das Dorf sollte nicht enttäuscht werden - er ließ es niemals im Stich. Innerhalb seiner ersten eineinhalb Jahre im Amt waren die Unternehmen, die im gemeinsamen Besitz des Dorfes waren, bereits um 500 000 Yuan (knapp 47 000 Euro) bessergestellt.

Yuan möchte, dass alle Dorfbewohner von den Projekten, die vom Dorf in Gang gebracht werden, profitieren. Anstelle der Aufnahme von Bankkrediten hält er die Dorfbewohner an, ihr Geld zusammenzulegen. Aktien an den Projekten sind äußerst populär geworden.

In seinem Vorstoß zur Erzeugung von Vermögen liegt die Gewichtung nicht bloß darauf, den "Kuchen", der zu verteilen ist, größer zu machen. Für Yuan liegt der Schwerpunkt in der Garantie dafür, dass die Armen ihren gerechten Anteil bekommen.

Unter seiner Schirmherrschaft beschloss das Dorfkommittee eine Begrenzung von zehn Aktien pro Dorfbewohner. Für diejenigen, die nicht einmal das Geld für eine Aktie besaßen, gewährte das Dorfkommittee zwei Aktien pro Person, als das 700 000 Tonnen starke Koksfabrik-Projekt im Jahr 2004 startete. Das nötige Kapital in Höhe von 21 Mio. Yuan (knapp 2 Mio. Euro) kam von den gemeinsamen Dorf-Einnahmen des Vorjahres.

Diese Aktien werden von den Dorfbewohnern als wahrhafte Quelle des Wohlstandes gefeiert. Heute sind die Dorfbewohner keine Kleinbauern mehr. Sie sind Aktionäre mit Berechtigung zu jährlichen Boni. Es wird geschätzt, dass sich der Gesamtwert der Aktien auf 120 Mio. Yuan (ca. 11 Mio. Euro) beläuft mit Boni bis zu 12 Mio. Yuan (1 Mio. Euro).

Heute ist Longmen nicht bloß irgendein Produktionsbetrieb, sondern ein solcher, der auf umweltfreundlichen Recycling-Praktiken basiert. Die alten kleinen und ineffizienten umweltverschmutzenden Fabriken wurden aussortiert. Ein neues Industriespektrum hat sich herausgebildet, das Feinwaschung von Kohle, Verkokung, Elektrolyse zur Aluminiumproduktion, Stromerzeugung, Baumaterialien, Transportwesen und Tourismus umfasst. Die Vermögenswerte sind auf 600 Mio. Yuan (ca. 56 Mio. Euro) angestiegen. Die jährliche Outputs betragen 1,5 Mio. Tonnen für feingewaschene Kohle, 1 Mio. Tonnen für Koks und 60 000 Tonnen für Aluminium durch Elektrolyse. Die Stromerzeugungskapazität liegt mittlerweile bei 2,7 Megawatt.

"Unsere Einrichtungen sind so gestaltet, dass sie jeden dazu animieren, das Vermögen zu maximieren, und gleichzeitig zu sichern, dass niemand auf der Strecke bleibt", so Yuan.

Die Entscheidungsfindung und Verwaltung von Dorfangelegenheiten basiert auf der öffentlichen Meinung. Yuan ist sicher, dass die Fähigkeit, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, der Schlüssel zu Produktivität ist.

"Unsere Verwaltung ist demokratisch, so dass die Menschen nicht bloß ernährt, sondern auch angehört werden", sagt Yuan.

Yuans Motto lautet: "Die Einwohner haben das letzte Wort hinsichtlich dessen, wo ihre Interessen liegen." Die Einwohner werden bei jeder Entscheidung berücksichtigt. Wichtige Entscheidungen werden erst dann getroffen, wenn vier Schritte getätigt wurden: Als erstes wird ein Plan entworfen. Im zweiten Schritt werden die Pläne sowohl bei der Konferenz der Parteimitglieder als auch bei der Dorfkonferenz diskutiert. Drittens wird der Plan veröffentlicht und die Meinungen der Dorfbewohner eingeholt. Letztlich wird die endgültige Entscheidung von den Partei- und Dorfkommittees getroffen.

Professor Huo Guoqing lobt diese Vorgehensweise, an der die letzten zehn Jahre über festgehalten und die institutionalisiert wurde. Er meint: "Für einige andere Dörfer, die die Armut überwunden haben, ist es einfacher, ihre Einwohner zu ernähren als ihnen ein Mitspracherecht zu gewähren."

Die letzten zehn Jahre über gab es regelmäßige Zusammentreffen von 130 Parteimitgliedern und Bewerbern jeweils am 8. eines jeden Monats. Die Konferenzen werden veranstaltet, um die neuesten politischen Maßnahmen und Dorfangelegenheiten zu diskutieren. Fachkräfte werden eingeladen, Vorträge zu halten.

Hinzu kommt, dass eine neuartige Ebene an Transperenz und öffentlicher Verantwortlichkeit entstanden ist. Sobald ein Projekt abgeschlossen ist, erscheinen die Projektleiter und öffentlichen Repräsentanten in der Fernsehshow des Dorfes. Dort haben sie Rechenschaft abzulegen über jeden ausgegebenen Cent.

The Longmen of 10 years ago is now just a distant memory of simple mud brick buildings, barren land, and labor exodus. It is now a village with neat well-lit streets, school buildings with advanced facilities. There are awards for excellent teachers, and scholarships for students going on to higher institutions. About 42 percent of its territory is now green. Eighteen new apartment buildings now house 97 percent of the village residents together with some of the migrant employees. Ten types of fees and charges such as school fees, water bills and maintenance fees have been scraped.

Das Longmen von vor zehn Jahren ist mittlerweile nur noch vage Erinnerung an Lehmziegelhäuser, Ödland und Arbeiterabwanderung. Nun ist es ein Dorf mit ordentlichen, gut beleuchteten Straßen und Schulgebäuden mit fortschrittlichen Einrichtungen. Es gibt Auszeichnungen für herausragende Lehrer und Stipendien für Schüler, die weiterführende Ausbildungen machen. Ca. 42 Prozent des Territoriums des Dorfes ist mittlerweile Grünfläche. Achtzehn neue Wohnblocks beherbergen 97 Prozent der Dorfbewohner zusammen mit einigen eingewanderten Arbeitnehmern. Zehn Arten an Gebühren wie Schulgeld, Wasserrechnungen und Wartungsgebühren, wurden eingespart.

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