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Jodmangel wird in Westchina beschleunigt bekämpft
   2007-06-15 15:46:35    Seite drucken   cri

Bei der Bekämpfung des Jodmangels hat China bereits deutliche Erfolge erzielt. Doch die Situation in Westchina ist nach wie vor kritisch. Um das Ziel zu erreichen, im Jahr 2010 in über 95 Prozent aller Kreise den Jodmangel zu beseitigen, will China nun stärker gegen dieses Problem in den westlichen Regionen vorgehen.

Jod ist ein unentbehrliches Spurelement für den menschlichen Körper. Jodmangel kann zur Schilddrüsevergrößerung oder Entwicklungsstörung der Intelligenz führen. Chinesen waren Jahre lang vom Jodmangel betroffen. Dank diverser Maßnahmen der Regierung seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ist dieses Problem nun deutlich zurückgegangen.

Auf einem Symposium zur Jodmangelvorbeugung und -bekämpfung sagte der stellvertretende chinesische Gesundheitsminister Wang Longde, Untersuchungsergebnisse zeigten, dass die Bekämpfung des Jodmangels in China derzeit bereits ein weltweit führendes Niveau erreicht habe.

"Untersuchungsergebnisse zeigen, dass das Jodvorkommen in den Körpern der Chinesen recht normal ist. Bei der Jodmangelbekämpfung hat China bereits Weltniveau erreicht."

In den letzten Jahren habe das Land in Schwerpunktgebieten Kochsalz mit Jodzugabe auf den Markt gebracht und große Aufklärungskampagnen durchgeführt, was zu deutlichen Erfolgen beim Jodmangel beigetragen habe, so der stellvertretende Gesundheitsminister.

Chen Jixiang, Vize-Präsident der chinesischen Gesellschaft für regionale Krankheiten, teilt mit, dass bereits 1994 der chinesische Staatsrat Verwaltungsvorschriften über Kochsalz mit Jodzusatz im Interesse der Jodmangelbekämpfung erlassen habe. Landesweit habe man Kochsalz mit Jodzusatz mit guten Ergebnissen konsumiert.

"1995 begann China damit, Kochsalz mit Jodzusatz landesweit zu verbreiten. Damals jedoch war das Jodsalz nur in etwa einem Drittel Chinas eine Selbstverständlichkeit. Heute liegt diese Rate bereits bei über 90 Prozent."

Nicht zu übersehen sind dabei auch Probleme in Gebieten, in denen Angehörige einiger nationaler Minderheiten konzentriert leben. Auch in abgelegenen armen Bergregionen ist nicht alles zum besten bestellt. Dort werden die Bewohner leider mit nur wenig Jodsalz versorgt. Besonders in sieben westchinesischen Provinzen und autonomen Gebieten wie Gansu, Qinghai und Xinjiang sehen sich noch rund 400 Kreise mit den Auswirkungen von Jodmangel konfrontiert. Anders gesagt: In Westchina hat man noch vieles zu tun, um das Ziel zu erreichen, im Jahr 2010 in über 95 Prozent aller Kreise den Jodmangel zu beseitigen.

"In den meisten Regionen Westchinas mangelt es an Jod. Ein Teil der Bevölkerung kann aus verschiedenen Gründen, hauptsächlich wegen logistischer Probleme, nicht ausreichend mit Jodsalz versorgt werden. Die Beseitigung des Jodmangels in Westchina ist daher nach wie vor schwierig."

Einer Untersuchung aus Xinjiang im letzten August zufolge kennt zum Beispiel über die Hälfte der lokalen Bauern und Hirten kein Jodsalz.

Als Gegenmaßnahme hat die lokale Verwaltung in Xinjiang eine verstärkte Verbreitung von Jodsalz und eine entsprechende Aufklärungs- und Vorbeugungskampagne gestartet. Der Leiter der lokalen Gesundheitsbehörde Mamatimin Yasen teilt mit:

"Die lokale Verwaltung des autonomen Gebietes hat beschlossen, den Bauern in Südxinjiang bei der Jodsalzversorgung Zuschüsse in Höhe 18 Millionen Yuan RMB bereitzustellen. Für den Einsatz zur Beseitigung des Jodmangels im ganzen autonomen Gebiet will man außerdem weitere 2,5 Millionen Yuan RMB ausgeben. Bis 2010 soll das Problem bei uns beseitigt werden."

Für die Zielgruppen in A'kesu und Hetian hat man Jodölkugeln bestellt. Bis jetzt haben über 60.000 Bauern und Hirten Jodölkugeln regelmäßig eingenommen.

Bei einer großen Aufklärungskampagne in Xinjiang begegneten wir Hawagul. Sie wollte zehn Plakate mit nach Hause nehmen.

"Ich weiß nun, dass der Jodmangel zu Intelligenzschäden führen kann. Es ist ja recht einfach, mehr Jod dem Körper zuzuführen, wenn wir oft Jodsalz essen. Viele Menschen in Südxinjiang haben noch keine Ahnung davon."

Ebenfalls kritisch ist die Situation des Jodmangels in den Provinzen Gansu und Sichuan. Die lokalen Verwaltungen sind nun dabei, Jodmangel stärker zu verhüten und zu bekämpfen. Eine wichtige Maßnahme dafür ist, Jodsalz in den Regionen zu verbreiten.

Der stellvertretende Gesundheitsminister Wang Longde ergänzte, es solle ein Überwachungs- und Vorwarnsystem etabliert werden. Notwendig sei es zugleich, die Organisation und die Qualität des Fachpersonals zu verbessern.

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