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Grundsteinlegung des Airbus-Standorts in Tianjin
   2007-05-23 15:16:31    Seite drucken   cri

Das weltweit dritte Werk des europäischen Flugzeugbauers Airbus soll ähnlich wie der Standort Hamburg aussehen und bis zum Jahresende fertig sein. Die ersten Flugzeuge vom Typ A320 sollen Anfang 2009 ausgeliefert werden. Bis zum Jahr 2011 sollen in dem Werk in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin jährlich 44 Flugzeuge hergestellt werden.

Airbus hat den Bau seines ersten Endmontagewerks außerhalb Europas in der Hafenstadt Tianjin in Nordchina unlängst mit der Grundsteinlegung begonnen. Das dritte Endmontagewerk des europäischen Flugzeugbauers soll mit der modernsten in Hamburg installierten Linie identisch sein und bis zum Jahresende fertig gestellt werden.

Bei der Grundsteinlegung sagte Chinas Staatskommissar Tang Jiaxuan, dass das gemeinsame Projekt zum Bau des Airbus A320 eine wichtige Rolle bei der Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen China und der Europäischen Union spielt.

Die Teilnahme Tang Jiaxuans an der Grundsteinlegung unterstrich die besondere Bedeutung, die die chinesische Regierung dem Bau von Airbus-Fliegern in China und der Entwicklung einer eigenen Flugzeugindustrie beimisst. Tang Jiaxuan sagte, die Kooperation sei bedeutend für die gemeinsame Förderung der Luftfahrtindustrie in China und in der Europäischen Union. Die ersten A320 aus Tianjin sollen Anfang 2009 ausgeliefert werden. China ist heute schon weltweit der zweitgrößte Luftverkehrsmarkt nach den USA.

Bis zum Jahr 2025 wird der chinesische Bedarf an Flugzeugen auf 3.000 Passagier- und Frachtmaschinen geschätzt. Airbus will China zunehmend in seine industrielle Organisation integrieren und damit auf dem Wachstumsmarkt stärker Fuß fassen. Dagegen hat der US-Konkurrent Boeing keine Pläne, in China ein Produktionswerk zu errichten. Im März hatte die chinesische Regierung grünes Licht für die Entwicklung eines eigenen Großflugzeuges gegeben, das Boeing und Airbus Konkurrenz machen soll.

Den Plänen zufolge dürften von 2011 an jährlich 44 Flugzeuge in dem neuen Werk am modernisierten und ausgebauten internationalen Flughafen Binhai von Tianjin rund 100 Kilometer südöstlich von Beijing hergestellt werden. Die chinesischen Mitarbeiter werden nach Presseberichten ein halbes Jahr im Airbus-Werk in Hamburg ausgebildet, wo sie praktische Erfahrung sammeln sollen. Mehr als 500 Beschäftigte sollen eingestellt werden.

Der A320, für den die Teile nach Tianjin geliefert werden, ist mit mehr als 5.000 Bestellungen weltweit das erfolgreichste Flugzeug von Airbus. Rund 270 Flugzeuge dieses Typs fliegen heute in China und stellen damit 80 Prozent der chinesischen Airbus-Flotte. Im Marktanteil hinkt Airbus in China zwar noch hinter Boeing her, liegt aber seit zwei Jahren bei den Neubestellungen vorne. Seit 1995 hat Airbus seinen Anteil von 5 auf 35 Prozent gesteigert und will in drei bis vier Jahren mit seinem US-Konkurrenten gleichziehen.

2006 gingen 76 Maschinen oder 18 Prozent aller Auslieferungen von Airbus nach China. 2005 waren es erst 15 Prozent. Die in China produzierten Airbus-Flugzeuge sollen vor allem an chinesische Airlines gehen. Neben den traditionellen Kunden in China setzt der europäische Flugzeugbauer auch auf die Zunahme neuerdings zugelassener privater Fluggesellschaften sowie auf das wachsende Leasing-Geschäft.

Die Hafenstadt Tianjin hatte sich im Juni 2006 gegen drei andere chinesische Bewerberstädte durchgesetzt und den Zuschlag erhalten. Neben Schanghai und Zhuhai in Südchina hatte sich vor allem noch die Stadt Xi`an beworben. Airbus teilte mit, vor der Entscheidung seien die Lage des Standorts, die Nähe zu einem Seehafen sowie die Ausstattung des Flughafens, das Angebot an Arbeitskräften und die industriellen Kapazitäten der Bewerberstädte eingehend geprüft worden.

Bis Ende des Jahres wird der Ausbau des Flughafens abgeschlossen, der dann vier Mal größer sein wird und eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Region spielt. An dem Gemeinschaftsunternehmen für das neue Montagewerk hält Airbus 51 Prozent. 49 Prozent trägt das eigens gegründete Unternehmen Tianjin Zhongtian Aviation Industry Investment Company. Dahinter stehen der Flugzeugbauer AVIC II, die Tianjin Bonded Zone Investment und der andere chinesische Hersteller AVIC I.

Erste Investitionen in Höhe von acht bis zehn Milliarden US-Dollar sollen allein in den Bau der Endmontage-Linie in Tianjin fließen, obwohl die Airbus-Leitung sich weigerte, dies zu bestätigen oder entsprechende Einzelheiten bekannt zu geben.

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