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Auf in die Südwestchinesische Universität für Nationalitäten
   2007-03-16 16:05:02    Seite drucken   cri

China ist ein Land mit vielen Nationalitäten, von denen die Han-Nationalität dominierend ist. Dazu kommen noch weitere 55 nationale Minderheiten. Seit mehreren Jahren bemüht sich die chinesische Regierung um eine Förderung der Bildung der talentierten Mitglieder der nationalen Minderheiten und hat dazu viele Hochschulen eingerichtet.

Die Südwestchinesische Universität für Nationalitäten befindet sich in Chengdu, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Der stellvertretende Rektor der Universität Zeng Ming erklärte, dass die Südwestchinesische Universität für Nationalitäten im Jahre 1951 gegründet wurde. Damit gehört sie zu den ersten Hochschulen für nationale Minderheiten seit dem Bestehen der Volksrepublik China. Zurzeit sind an der Universität Studenten aus allen Nationalitäten eingeschrieben:

"Einige Studenten hier sind Vertreter von Minderheiten mit nur geringer Bevölkerung. Aus einer Nationalität mit nur einigen tausend Angehörigen studiert einer an unserer Uni. Außerdem kommt noch eine Studentin aus der tadschikischen Nationalität. Sie hatte mehr als einen Monat gebraucht, um von ihrer Heimat an die Uni zu kommen."

Wie Zeng Ming weiter erläuterte, hat die Südwestchinesische Universität für Nationalitäten in Chengdu in den über fünfzig Jahren seit ihrer Gründung über 90.000 Studenten ausgebildet. Nach der Gründung der Volksrepublik China gingen unter ihnen der erste Doktor aus der tibetischen Nationalität und der erste Doktor aus der Qiang-Nationalität hervor. Außerdem zählen noch viele berühmte Experten und Gelehrte sowie Elitekräfte aus verschiedenen Branchen zu den Absolventen.

Die chinesischen Nationalitäten haben einen relativ großen Reichtum an Sprachen und Schriften. Auch das Brauchtum unterscheidet sich eindeutig voneinander. Wie kommen die Studenten aus 56 Nationalitäten eigentlich damit klar und wie haben sie ihre Studienleistungen erhöht?

Nehmen wir als Beispiel das Institut zur Erforschung der Yi-Nationalität. Der Leiter des Instituts, Uni Duoqie erklärt dazu:

"Jede Nationalität hat ihre eigenen Bräuche und ihre eigenen kulturellen Hintergründe. Alle Kulturen und Sitten sowie jeder religiöse Glauben finden hier völligen Respekt."

Um den Studenten zu helfen, sich möglichst schnell an das Unileben anzupassen, richtete die Südwestchinesische Universität für Nationalitäten ein Bildungszentrum für psychologische Gesundheit ein. Der zuständige Leiter des Zentrums sagte, die Gründung des Bildungszentrums für psychische Gesundheit biete den Studenten die Möglichkeit, im Falle einer psychischen Krankheit rechtzeitig um Hilfe zu bitten. So könnten sie sich schnellstmöglich wieder ins Studentenleben integrieren.

Die Südwestchinesische Universität für Nationalitäten hat viele Studenten angeworben, die aus entlegenen und wirtschaftlich rückständigen Gebieten kommen. Deshalb hat die zuständige Abteilung der Uni die entsprechende staatliche Subventionspolitik aktiv umgesetzt, um Studenten aus armen Familien staatliche Subventionen anzubieten. Zugleich werden möglichst viele Jobchancen geboten, damit die Studenten ihr Studium zügig abschließen können. Luo Wen ist ein Informatikstudent der Zhuang-Nationalität, der so unterstützt wurde:

"Ich heiße Luo Wen und komme aus dem südchinesischen Autonomen Gebiet der Zhuang-Nationalität Guangxi. Weil meine wirtschaftlichen Bedingungen nicht sehr gut sind, bot mir die Universität eine Arbeitsstelle als Werkstudent an. Ich bin für den Ablauf der Beantragung der staatlichen Subventionen zuständig. Das bringt mir eine zusätzliche Unterstützung. Durch solche Arbeitsstellen habe ich mich gestählt."

Die vielfältigen Veranstaltungen der Südwestchinesischen Universität für Nationalitäten, zum Beispiel verschiedene Partys und Wettbewerbe, werden von den Studenten sehr geschätzt. Am beliebtesten ist das kulinarische Kulturfestival, das jährlich einmal veranstaltet wird. Während des Festivals wird der große Sportplatz zu einem öffentlichen Platz für Esskultur umgestaltet. Studenten aus allen Nationalitäten greifen dann zu den Kochgeräten und kochen Spezialitäten aus der eigenen Heimat.

Ein fröhlicher junger Mann aus der tibetischen Nationalität, He Jian, aus der nordwestchinesischen Provinz Gansu studiert am Fremdspracheninstitut. Er teilte den Journalisten mit, dass er gegenüber der Südwestchinesischen Universität für Nationalitäten eine tiefe Zuneigung empfinde:

"Als ich an die Uni kam, fand ich die Kulturatmosphäre hier einfach super. Ich habe Kontakte zu Kommilitonen aus vielen Nationalitäten. Das hilft mir, mein Wissen zu vermehren und mein Blickfeld zu erweitern."

Der stellvertretende Rektor der Südwestchinesischen Universität für Nationalitäten, Zeng Ming, sagte, seine Universität habe Studenten verschiedener Nationalitäten Generation für Generation ausgebildet. Und auch in Zukunft werde man weiter an der harmonischen Schulpolitik festhalten, um die Universität zu einer neuen, modernen Universität für nationale Minderheiten auszubauen.

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