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Olympische Reise durch die Zeit (29)
   2007-03-05 16:00:08    Seite drucken   cri
Im Jahre 393 ließ der christliche Kaiser des Römischen Reiches Theodosios I. die heidnischen Spiele per Dekret verbieten und Kaiser Theodosios II. 426 gar den Zeustempel in Brand stecken. Ein Erdbeben vollendete im 6. Jahrhunderts schließlich das Werk der Zerstörung, das Mensch und Zeit begonnen hatten.

Die sogenannte "Wiedererweckung" der Olympischen Spiele ist keine Erfindung der Moderne: seit der Renaissance gab es zahllose Versuche, das antike Olympia wieder lebendig werden zu lassen. Erst dem Franzosen Baron Pierre de Coubertin jedoch gelang es, die Spiele als eine weltweite und dauerhafte Bewegung zu etablieren. Sein zentrales Motiv: mit den Spielen einen Beitrag zur Verständigung der Völker und dem Frieden in der Welt zu leisten. Die Sendung beschreibt die Entwicklung der Olympischen Bewegung von ihrem Beginn 1896 in Athen bis zu den Spielen 1932 in Los Angeles in original-historischen Filmdokumenten.

Die Anfänge der Olympischen Spiele der Moderne fallen in das Zeitalter des Imperialismus. Hatte seit dem Ende des 15. Jahrhunderts eine sehr langsame Entdeckung der Welt stattgefunden, so erfolgte im 19. Jahrhundert ein Wettkampf zur wirtschaftlichen Ausbeutung der Länder und Kontinente, vor allem durch die Staaten Mitteleuropas. Den Auseinandersetzungen um die Aufteilung Afrikas (ab 1830) folgten, besonders um die Jahrhundertwende, weitere Versuche den "Rest der Welt" aufzuteilen. Gerade zu dem Zeitpunkt also, an dem die "großen" Nationen ihre Wettkämpfe um die Macht in der Welt gegeneinander veranstalteten, sollte durch die Wiederbelebung der antiken Olympischen Spiele ein Gegengewicht geschaffen werden, ein friedlicher Wettstreit dieser Nationen.

Die modernen Olympischen Spiele als sportlicher Wettkampf der Königreiche und Nationen können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie bis zum Ersten Weltkrieg nur eine Randerscheinung der Geschichte waren. Sie wurden zwar gern gesehen und besonders von den jeweiligen Herrschern als Forum zur Selbstdarstellung genutzt, hinsichtlich der Friedensförderung aber zeigten sie keinerlei Wirkungen. Auch sie konnten nicht den Ersten Weltkrieg verhindern, der als Ergebnis des Imperialismus gewertet werden kann, und bei dem zum ersten Male in der Geschichte der Menschheit Kriegshandlungen in allen Teilen der Welt stattfanden.

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