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Chinesische Lehmskulpturen in Bremen ausgestellt
   2006-12-28 15:53:32    cri
Vom 18. bis zum 22. Dezember wurden im World Trade Center Bremen die Lehmskulpturen von Hu Xinming aus der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi ausgestellt. Organisiert wurde die Ausstellung von chinesischen Studenten in Deutschland.

Hu Xinming ist ein Bauer Anfang 40. Er kommt aus dem Dorf Liuying im Kreis Fengxiang in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi. In Liuying, der Heimat vieler traditioneller Handwerkskünste, beherrschen viele der Bewohner die Kunst, Figuren aus dem gelben Lehm der Region zu formen. Jung und Alt, Männer und Frauen fertigen kunstvoll gestaltete Skulpturen an.

Einer von ihnen ist der Bauer Hu Xinming. Aufgewachsen in einer Familie, die Generationen hindurch Skulpturen aus Lehm anfertigte, entwickelte Hu Xinming schon als Kind ein großes Interesse an Lehmskulpturen. Nach dem Mittelschulabschluss im Jahr 1982 kehrte Hu Xinming in sein Heimatdorf zurück und widmete sich mit Leib und Seele den Skulpturen aus dem gelben Lehm seiner Heimat. Diese Kunst war damals vom Aussterben bedroht. Er erlernte von seinen Eltern zunächst die traditionelle Technik und bemühte sich dann sehr um Innovation und Weiterentwicklung der uralten Verfahren dieser volkstümlichen Kunst. Er hat zum Beispiel unzerbrechliche Lehmskulpturen entwickelt und dadurch ein großes Problem beim Versand der Figuren in alle Welt gelöst.

Menschen- und Tierfiguren sind Hauptthemen der Skulpturen von Hu Xinming. Ausgeprägte Formen und starke Farben, wie leuchtendes Rot und leuchtendes Grün, sind kennzeichnend für seine Werke. Dank seines großen Talents und Fleißes hat sich Hu Xinming sowohl in China als auch weltweit einen Namen gemacht. Die Chinesische Post hat im Jahr 2002, dem chinesischen Jahr des Pferdes, von ihm modellierte Pferde und im Jahr 2003, dem chinesischen Jahr des Schafes, von ihm modellierte Schafe als Motiv für die Briefmarke des Jahres gewählt.

Als der frühere US-Präsident Bill Clinton 1998 Xi'an, die Hauptstadt der Provinz Shaanxi, besuchte, konnte Hu Xinming den amerikanischen Gästen die Herstellung seiner Skulpturen zeigen. Bill und Hillary Clinton waren beeindruckt und bewunderten seine handwerkliche Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit sehr.

Hu Xinming sagt uns, dass die Lehmskulpturen seiner Heimat auf eine knapp 3.000jährige Geschichte zurückblicken. Er beschreibt die charakteristischen Eigenschaften seiner Figuren folgendermaßen:

"Meine Skulpturen sind charakteristisch für Kunst und Kultur aus Nordwestchina mit seiner gelben Erde. In Shaanxi befindet sich auch einer der Ursprungsorte der chinesischen Zivilisation. Meine Lieblingsfarben sind leuchtendes Rot und leuchtendes Grün. Diese Farben sind typisch für den Charakter der Bewohner dieser Gegend, schlicht, ein wenig rau und ungezwungen. Mit unseren Lehmfiguren bringen wir unseren Wunsch nach Glück und Wohlstand zum Ausdruck."

Als Vertreter volkstümlicher Handwerkskunst ist Hu Xinming zu Kunstausstellungen und Erfahrungsaustausch in mehr als zehn Länder gereist. Seine Werke wurden mehrfach auf internationalen Kunstausstellungen mit Preisen ausgezeichnet. Von der UNESCO erhielt er den Titel "Chinesischer volkstümlicher Kunsthandwerker" verliehen.

Hu Xinming kam in diesem Jahr mit seinen Skulpturen zum ersten Mal nach Deutschland. Für die Ausstellung in Bremen hat er 300 seiner Werke sorgfältig ausgewählt, darunter Figuren der zwölf chinesischen Tierkreiszeichen. Die chinesischen Tierkreiszeichen wiederholen sich in einem Zyklus von zwölf Jahren. Jedes dieser zwölf aufeinander folgenden Jahre ist einem Tier zugeordnet. Die zwölf Tiere sind: Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein. In China sind die Tierkreiszeichen allen Menschen bekannt. Ähnlich wie die zwölf Sternzeichen den Westlern. Hu Xinming will mit seinen Skulpturen die zwölf chinesischen Tierkreiszeichen im Westen bekannt machen. Denn für jeden Besucher ist es sicher spannend, das zu seinem Geburtsjahr gehörende Tier zu finden. Das mache die Ausstellung reizvoll, meint Hu Xinming.

Die deutschen Besucher reagieren unterschiedlich auf die Ausstellung von Hu Xinming. Ein Zuschauer sagt:

"Die Objekte sind für mich sehr fremd. Besonders die Farben sind für westliche Verhältnisse sehr grell, sehr jung, also eher für junge Leute oder Kinder. Natürlich weiß ich, dass ich einbeziehen muss, dass die Kunst aus China stammt. Ich kann nicht einfach sagen, das gibt es nicht, das habe ich noch nie gesehen. Sondern ich muss mich damit auseinandersetzen. Die Skulpturen sind sehr plastisch. Sie sind auf der anderen Seite aber auch sehr rund, sehr einfach. Für mich sehen sie nicht sehr chinesisch aus. Sie entsprechen nicht genau dem, was wir uns unter chinesischer Kunst vorstellen. Aus meiner Sicht ist es gewagt, sie hier zu zeigen, weil es doch ein Bruch zu der traditionellen Kunst ist, die wir sonst immer hier gesehen haben."

Ma Jinsheng, Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg, vertritt den chinesischen Botschafter in Deutschland Ma Canrong auf der Eröffnung. Er sagt zu unserem Reporter:

"Die Ausstellung hat zweierlei Bedeutungen. Erstens wird mit ihr die traditionelle chinesische Kultur einem neuen Publikum bekannt gemacht. Mit der Entwicklung der Wirtschaft, dem gesellschaftlichen Fortschritt und der Erhöhung von Chinas Stellung in der Welt, wird im Ausland das Interesse an China immer größer. Die Deutschen interessieren sich schon immer sehr für die chinesische Kultur. Insbesondere die traditionelle chinesische Kultur, beispielsweise die traditionelle chinesische Musik und die traditionellen chinesischen Kunsthandwerke finden großes Interesse bei den Deutschen.

Zweitens ist Kulturaustausch der beste Weg zur Völkerverständigung. Erfreulicherweise ist dieser Austausch immer reger geworden. Die Bremer Ausstellung der Werke von Hu Xinming ist ein Beispiel dafür. Seine Lehmskulpturen sind neu und einzigartig, finde ich. Mit dieser Ausstellung wird der chinesisch-deutsche Kulturaustausch bereichert."

Wie Hu Xinming sagt, werde er im April nächsten Jahres als Künstler an der groß angelegten Ausstellung des chinesischen Kulturministeriums teilnehmen und seine zweite Deutschland-Reise antreten. Wir wünschen ihm viel Erfolg und dem Kulturaustausch zwischen China und Deutschland eine glückliche Zukunft.

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