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Olympische Reise durch die Zeit (15)
   2006-11-20 15:40:47    cri
Die antiken Olympischen Spiele waren eigentlich eine groß angelegte Opferzeremonie für Zeus, den höchsten Gott der griechischen Mythologie. Um den Ursprung der Spiele ranken sich viele Sagen und Legenden. Eine Geschichte berichtet, dass der Vater des Zeus seinem Sohn den Thron vererben wollte. Allerdings wollte der Vater sich erst davon überzeugen, dass Zeug ein würdiger Erbe sei. Daher testete er die Kraft und Intelligenz seines Sohnes Zeus. Dazu bestritten Vater und Sohn Wettkämpfe in der Nähe von Olympia. Im Mehrkampf siegte Zeus über seinen Vater, er übernahm den heiligen Thron. Um diesen großen Moment zu feiern, erteilte Zeus den Befehl, in Olympia - an der Stelle, an der seinem Vater gehuldigt wurde - immer wieder groß angelegte religiöse Operzeremonien abzuhalten. Ein Teil dieser Zeremonien waren feierliche Wettkämpfe. Bei diesen Wettkämpfen soll es sich um Vorläufer der Olympischen Spiele gehandelt haben. Es zeigt sich also, dass die antiken Olympischen Spiele nicht nur eine Sportveranstaltung waren, sie waren vielmehr ein Teil religiöser Opferzeremonien. Die Religion ist somit eine Voraussetzung für die Entstehung der antiken Olympischen Spiele. Hierin besteht zugleich der wesentliche Unterschied zu den modernen Olympischen Spielen.

Neben den Olympischen Spielen, mit denen dem Gott Zeus gehuldigt wurde, gab es im antiken Griechenland aber auch noch weitere Sportfeste, die mit anderen Gottheiten in Verbindung gebracht werden können. Ein Beispiel dafür waren die Isthmischen Spiele. Auch um ihre Entstehung ranken sich Legenden. Eine besagt, dass im 6. Jahrhundert v. Chr. ein ertrunkenes Kind aus Phoenicia von einem Delfin ans Ufer von Korinth getragen wurde. Der König von Korinth ließ das Kind am Isthmus von Korinth begraben und veranstaltete ein Sportfest zum Gedenken an das verstorbene Kind. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein Sportfest zu Ehren des Seegottes Poseidon. Die Isthmischen Spiele fanden jeweils im zweiten und vierten Jahr nach den antiken Olympischen Spielen statt. Bei diesen Spielen wurden Wettkämpfe in Disziplinen wie Rudern, Laufen, Weitspringen, Werfen und Reiten ausgetragen. Es gab auch musikalische Kategorien. Den Siegern wurde ein Blumenkranz aufgesetzt.

Auch die Pythischen Spiele waren ein großes Sportereignis der griechischen Antike. Die Legende besagt, dass Apollo auf Befehl von Zeus in die Ebene von Krisa gereist war, dort tötete er den gefährlichen Drachen Phyton. Zum Gedenken an seinen großen Sieg soll Apollo ein Sportfest veranstaltet haben, das von da an alle vier Jahre stattfand. Die Pythischen Spiele wurden im dritten Jahr nach den antiken Olympischen Spielen abgehalten. Anfangs bestand dieses Gedenkfest nur aus Gesangs- und Musikwettbewerben. Im Jahr 586 v. Chr. kamen allerdings Wettkämpfe in den bekannten griechischen Sportdisziplinen hinzu. Die Sieger wurden mit Lorbeerkränzen und -zweigen geehrt.

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