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Die Wolong-Naturschutzzone in Sichuan
   2006-11-20 11:08:54    cri
Die Wolong-Naturschutzzone für die Pandabären befindet sich im Nordwesten der Provinz Sichuan und gilt als authentischster Lebensraum der Pandabären. Der Verwalter der Naturschutzzone, Zhang Liming, erklärt:

"Hier in dieser Zone wollen wir dafür sorgen, dass die großen Pandas lange leben und dabei einen möglichst natürlichen Lebensraum vorfinden. Gleichzeitig haben Menschen aus aller Welt, die große Pandas lieben, hier die Gelegenheit, die großen Pandas hautnah zu erleben."

Die Pandabären wirken aufgrund ihrer Körperhaltung rund, dicklich und gemütlich. Ihre Bewegungen sind ein wenig tapsig. Durch ihr schwarz-weißes Fell sehen sie exotisch aus. All diese Eigenschaften machen den großen Panda zu einem beliebten Tier. Im Großen-Panda-Garten in der Wolong-Naturschutzzone werden derzeit mehr als 100 Pandabären gezüchtet. Die Journalisten konnten mehrere Pandabären dabei beobachten, wie sie im Freien auf einer Rutsche spielten, sich auf den warmen Steinen die Sonne auf den Pelz scheinen ließen oder auf Bäume kletterten.

Die größte Bedrohung für die Pandabären ist die Zerstörung ihrer Nahrungsgrundlage. Die Tierpfleger erklärten, die Pandabären seien früher große Fleischfresser gewesen und hätten sich dann allmählich zu Pflanzenfressern entwickelt. Ihre Hauptnahrung ist nun Bambus. Wolong hat ein feuchtes Klima und noch eine sehr ursprüngliche Landschaft, daher ist diese Region ein ideales Gebiet für Bambus, der hier reichlich und gut gedeiht. So sind die Pandabären nach und nach hierher gezogen, um sich fortzupflanzen.

Rebecca Haase aus den USA hat Fotos von Pandabären beim Essen, Trinken und Spielen gemacht. Für sie war es das erste Mal, dass sie den Pandabären so nahe kommen konnte. Sie war begeistert:

"Ich finde es toll, dass man den großen Pandas hier so nah sein kann. Sie sehen so gesund und lieb aus. Ich hoffe, dass hier in der Wolong-Naturschutzzone auch in Zukunft weiter viele große Pandas gezüchtet werden."

Im Großen-Panda-Garten gibt es ein hochmodernes Zuchtlabor. Die Pandajungen werden hier von den Wärtern mit Milch aufgezogen. Die Pandababies sind gerade so groß wie die Hand eines Menschen. Ihre Augen sind noch geschlossen und sie sind fast nackt, auf ihrer Haut zeigt sich nur ein ganz dünner Flaum. Zhang Shicang aus Taiwan hat sich das Zuchtlabor lange sehr genau angesehen. Vor allem die Nahrung der Babies interessierte ihn:

"Ich habe hier viel über große Pandas, die als chinesischer Staatsschatz gelten, gelernt. Der Reiseleiter hat mir die Geschichte dieser Bärenart erzählt und mich über ihren natürlichen Lebensraum informiert. Ich weiß jetzt auch, dass die Zucht von Pandabären sehr kompliziert ist und dass sich die weiblichen Pandas nicht optimal um ihre Jungen kümmern können."

Die Sterblichkeitsrate bei Pandajungen ist sehr hoch. Einige sterben aufgrund angeborener oder erworbener Krankheiten, andere werden von ihren Müttern nicht ausreichend versorgt und gehen deshalb ein. Hinzu kommt, dass ein Muttertier zwar mehrere Jungen in einem Wurf zur Welt bringt, es kann aber nur ein Junge ausreichend ernähren. Die Mitarbeiter der Zuchtstation ernähren die Pandajungen, die die Mütter nicht ernähren können, oder die Jungen, die krank sind, daher künstlich. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Zahl der Pandas zu erhöhen.

Neben diesen Zuchtpandas leben in der Wolong-Naturschutzzone aktuell aber auch noch mehr als 100 wilde Pandabären. Dies sind etwas ein Zehntel aller wilden Pandas der ganzen Welt. Touristen konnten die Pandas früher nicht in ihrem natürlichen Umfeld besuchen, seit kurzem gibt es aber weltweit das erste Projekt, das es möglich macht, die Pandas in freier Wildbahn zu beobachten. Durch ein intelligentes Überwachungssystem wissen die Tourleiter, wo sich die Tiere aufhalten, in den Bergen und im Wald. Die Touristen werden dorthin gebracht und können die Tiere aus einer angemessenen Entfernung beobachten.

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