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Olympische Reise durch die Zeit (13)
   2006-11-06 15:35:55    cri
Wie wir in den vergangenen Sendungen bereist festgestellt haben, war es Frauen nicht gestattet, den Olympischen Spielen der Antike beizuwohnen, geschweige denn daran teilzunehmen. Nur eine Stadt machte da eine Ausnahme: Sparta. Der griechische Historiker Plutarch schrieb über Sparta: "Die Spartaner lebten auch in ihrer Stadt wie in einem Feldlager, es gab eine vorgeschriebene Lebensweise, sämtliche Beschäftigungen sollten dem öffentlichen Wohl dienen, da die Spartaner der Auffassung waren, sie gehörten ganz dem Vaterland und seien keine ichbezogenen Personen."

Die spartanische Gemeinschaft regelte das Leben der Menschen konsequent und ohne Ausnahmen. Damit wollte die Stadt reine Spartaner heranziehen und sie zu staatstreuen Bürgern machen. Neugeborene mussten beispielsweise einer Kommission präsentiert werden, die dann entschied, ob das Kind am Leben bleiben durfte. Erschien das Kind als nicht "lebensfähig", weil es beispielsweise behindert war, wurde es ausgesetzt, in den meisten Fällen verhungerte es und starb auf grausame Weise. Nur gesunde und robuste Kinder sollten leben. Bis zum 8. Lebensjahr blieben die Jungen in ihrer Familie. Hier wurden sie von Ammen erzogen. Ein wichtiger Teil der Erziehung war die Abhärtung für das spätere Leben in der Gemeinschaft. Gehorsam, Furchtlosigkeit und Beherrschung der eigenen Gefühle wurden gelehrt. Mit neun Jahren wurden die Jungen in einer Gruppe weiter erzogen, sie stießen zur so genannten "Herde". Hier lebten sie als Teil der Gemeinschaft und erlernten Kriegs- und Kampfkunst. In der Herde mussten sie sich den Eirenes, den Anführern der Gruppe, bedingungslos unterwerfen. Auch hier ging es darum, die Kinder abzuhärten. Viele Übungen wurden aus diesem Grund, egal zu welcher Jahreszeit, nackt ausgeführt. Auch die Unterkünfte waren mehr als einfach. Verstöße gegen die strenge Disziplin wurden mit Prügeln geahndet.

Für die weniger als 30.000 Sklavenbesitzer in Sparta war dieses strenge Leben wichtig, um die innere Ordnung zu gewährleisten. In Sparta allein musste man nämlich 300.000 Sklaven verwalten. Schon aufgrund dieses ungleichen Zahlenverhältnisses wurde den Frauen in Sparta eine besondere Stellung eingeräumt. Sie waren quasi verpflichtet, gesunden Nachwuchs zur Welt zu bringen. Daher legte man großen Wert darauf, dass die Frauen selbst gesund blieben. Aus diesem Grund war es den spartanischen Mädchen erlaubt, im Alter zwischen sieben und 18 Jahren gemeinsam mit den Jungen sportliche Trainingskurse zu besuchen. Sparta war damit die einzige Stadt im antiken Griechenland, in der es Frauen gestattet war, sich sportlich zu betätigen.

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