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Olympische Reise durch die Zeit (12)
   2006-10-30 10:08:18    cri
Im alten Griechenland war es Tradition, dass die Athleten die olympischen Wettkämpfe nackt bestritten. Dies hat natürlich auf das damalige gesellschaftliche und kulturelle Leben Einfluss gehabt: Die Skulpturen berühmter antiker, griechischer Bildhauer, die nackte Athleten zeigen, erzählen uns bis heute davon. Aber nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, die Nacktheit der Athleten war der Grund für die Diskriminierung der Frauen bei den Olympischen Spielen im alten Griechenland, der eigentliche Grund findet sich in der gesellschaftlichen Stellung der Frauen zur damaligen Zeit, erklärt uns Professor Sun Baoli von der Beijinger Sportuniversität. Im alten Griechenland war es Frauen strengstens verboten, den Olympischen Spielen beizuwohnen, geschweige denn teilzunehmen. Verstieß eine Frau gegen diese Regeln und besuchte die Olympischen Wettkämpfe doch, wurde sie mit harten Strafen dafür zur Rechenschaft gezogen. Einige Strafen hatten einen religiösen Charakter. Auch das erklärt Prof. Sun mit der schwachen gesellschaftlichen Position der Frau in der Homer-Zeit. Frauen galten damals als Besitz der Männer, unter Umständen konnten Männer ihre Frauen gegen Tiere eintauschen. Da es in Griechenland schon früh Privatwirtschaft gab und zudem der Sklavenbesitz erlaubt war, hatte sich die Monogamie im alten Griechenland bereits durchgesetzt. Die Frauen hatten keine Rechte, konnten nicht erben und es war ihnen nicht gestattet sich an gesellschaftlichen Veranstaltungen zu beteiligen. Selbst in adeligen Familien waren die Frauen nichts anderes als Mütter, Hausmeisterinnen und Sklavinnen. Auch die Gemeinde Athen räumte den Frauen kein Wahlrecht ein. Eine weitere Tradition belegt die Stellung der Frau sehr eindeutig. Wurde in einer Familie ein Sohn geboren, wurde ein Kranz aus Olivenzweigen an die Haustür gehängt. Man wollte die Familie mit dieser Geste beglückwünschen. Sah man aber an einer Tür ein wollenes Kopftuch hängen, vermied man es, an diesem Haus vorbei zu gehen, denn dann war hier gerade ein Mädchen geboren worden. Man wertete das als klares Zeichen dafür, dass der Schutzgott über diese Familie nicht mehr wachte. Den Frauen war in der Gemeinde Athen auch das Recht auf Bildung und sportliche Betätigung verwehrt.
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