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Chinas Tibet: Fakten und Zahlen 2005 (16)
   2006-06-30 16:23:19    cri

Verhütung und Bekämpfung der Verwüstung

Tibet ist von alters her häufig von Sandstürmen heimgesucht worden. Der Treibhauseffekt und die Vergrößerung des Ozonlochs, die weltweit immer mehr bemerkbarer geworden sind, haben in den letzten Jahren in Tibet zur Erhöhung der Schneegrenze, zur Austrocknung von Seen und zur Degeneration der Weiden geführt. Um der Degeneration und Verwüstung der Weiden wirksam Einhalt zu gebieten, hat Tibet große Anstrengungen unternommen, um ein massives Wald- und Weiden-Ökosystem, das der Regulierung der Flüsse, Seen und kleinen Wasserquellen sowie der degenerierten Weiden Priorität einräumt, zu errichten. In Verbindung mit der Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und Gras wurden Berge zum Aufforsten abgesperrt, die Aussaat von Flugzeugen aus durchgeführt und Bäume und Gras an den Flüssen und in den von der Degeneration und Verwüstung gravierend gefährdeten Gebieten angepflanzt, um die Vegetation wiederherzustellen. Am Oberlauf des Jangtse bemühte man sich um den Schutz von Naturwäldern, die Rückverwandlung von Ackerland in Forst- und Grasland sowie den Schutz der Feuchtgebiete. Bäume und Gras sind um die Stadt Lhasa herum angepflanzt worden. In den wichtigen Agrargebieten sind Felder durch Schutzwaldstreifen geschützt worden, um die Bodenerosion durch Sandstürme zu reduzieren. Auf diese Weise ist die Ausweitung der Verwüstung in Tibet effektiv unter Kontrolle gebracht worden.

Tibet veröffentlichte 2000 den „Plan des Autonomen Gebiets Tibet für den Aufbau der Öko-Umwelt 2000-50", nach dem Tibet in den kommenden 50 Jahren 22,7 Milliarden Yuan in den Bau von 160 Schlüsselprojekten investieren soll, die in drei Etappen durchgeführt werden. Die umfassende Sanierung der Öko-Umwelt am Mittellauf des Yarlung Zangbo in Südtibet, der Aufbau der Öko-Landwirtschaft, die Bekämpfung der Verwüstung und die Wiederherstellung der degenerierten Weiden stehen im Vordergrund. Darüber hinaus werden größere Anstrengungen zur Beseitigung der Bodenerosion und zum Schutz von Naturwäldern in Nordosttibet, zum Aufbau der Öko-Umwelt der Weiden und zur Bekämpfung der Verwüstung, der Degeneration und Verkalkung der Weiden in Nordost- und Nordtibet unternommen, um den Trend der Verschlechterung der Öko-Umwelt Tibets allmählich unter Kontrolle zu bringen und schließlich das Ziel, die Nutzung von Naturressourcen und die Evolution der Öko-Umwelt in guten Kreislauf zu bringen, zu erreichen.

Schutz der Biodiversifizierung

Tibet zählt weltweit zu den typischsten Gebieten mit der Biodiversifizierung und bildet damit eine wichtige Genbank für die Biodiversifizierung auf der Erde. Zur Zeit gedeihen in Tibet über 9600 Arten von Wildpflanzen, von denen 39 selten und vom Aussterben bedroht sind, die in die "Konvention über den internationalen Handel mit von Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten" (CITES) aufgenommen worden sind bzw. unter dem staatlichen Schwerpunkt-Schutz stehen. In Tibet leben 798 wilde Wirbeltierarten und zirka 4000 Insektenarten, von denen 125 Tierarten vom Staat schwerpunktmäßig geschützt werden. Dies macht über ein Drittel der unter dem staatlichen Schwerpunkt-Schutz stehenden Wildtierarten aus. Etwa 600 höhere Pflanzenarten und 200 terrestrische Wirbeltierarten sind nur auf dem Qinghai-Tibet-Plateau beheimatet.

In den letzten mehr als 50 Jahren haben der Staat und das Autonome Gebiet Tibet umfassende Untersuchungen über die biologischen Ressourcen in Tibet angestellt. Auf der Grundlage dieser Untersuchungen sind wissenschaftliche Pläne zum Schutz der Wildtier- und -pflanzenarten ausgearbeitet und viele Maßnahmen zum wirksamen Schutz der seltenen Tier- und Pflanzenressourcen ergriffen worden. Gemäß den einschlägigen Gesetzen und gesetzlichen Bestimmungen hat das Autonome Gebiet Tibet ein Gesetzvollziehungsorgan für die öffentliche Sicherheit im Wald eingerichtet, das Forstteam Tibets der Bewaffneten Polizei gegründet und spezielle Kampagnen durchgeführt, die die "Aktion Hoh Xil Nr. 1" umfassten, um die Tibet-Gazellen in der Verbindungsstelle von Qinghai, Xinjiang und Tibet zu schützen. All diese Aktionen haben rechtswidrige Eingriffe in die Fauna und die Raubjagd wirksam unterbunden.

Gleichzeitig hat der Staat jährlich einige Millionen Yuan in den Aufbau der infrastrukturellen Einrichtungen Tibets investiert. Im Jahr 2002 bestimmte der Staat 3,66 Millionen Yuan aus Staatsobligationen für die Finanzierung von Projekten in Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Raubjagd auf Tibet-Gazellen. Darüber hinaus schenkte er der Erhöhung des Bewusstseins der Einheimischen für den Schutz von Wildtieren große Aufmerksamkeit. Heute ist der Schutz von Wildtieren ein bewusstes Vorgehen der tibetischen Bevölkerung, und die Raubjagd auf Tibet-Gazellen, die eine Zeit lang zügellos war, ist im Wesentlichen unter Kontrolle gebracht worden.

Naturschutzgebiete

Im Jahr 2004 gab es im Autonomen Gebiet Tibet 2 ökologische Demonstrationsgebiete, 15 Naturschutzgebiete auf Gebietsebene und darüber, darunter 7 auf Staatsebene. Die Gesamtfläche der Naturschutzgebiete betrug 40,773 Millionen Hektar, was 33,9 Prozent der Gesamtfläche des Autonomen Gebiets Tibet ausmachte.

Die 10 wichtigsten Naturschutzgebiete Tibets

Naturschutzgebiet Qomolangma auf Staatsebene

Das Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 34 000 Quadratkilometern wurde im November 1993 errichtet. In diesem Gebiet gibt es zahlreiche wertvolle Tier- und Pflanzenarten, darunter zählen 9 Tierarten zur ersten Klasse, die von Staat schwerpunktmäßig geschützt werden und 21 zur zweiten Klasse. Picea Smithiana (eine Fichtenart) und Tibetische Langnadelkiefer sind nur im Himalaya-Gebirge zu finden. Hier ist noch eine große Anzahl von Fossilien von tropischen Pflanzen und Hipparien entdeckt worden.

Naturschutzgebiet auf Staatsebene in der Großen Schlucht Yarlung Zangbo

Es hat eine Gesamtfläche von mehr als 9600 Quadratkilometern.

Naturschutzgebiet Changtang auf Staatsebene

Es ist 367 000 Quadratkilometer groß und das größte Wildtierschutzgebiet in China wie auch in der Welt.

Naturschutzgebiet Yanjain auf Staatsebene in Markam

Es ist 1853 Quadratkilometer groß. Unter den etwa 1000 Stumpfnasenaffen in der Welt leben 600-800 in diesem Gebiet.

Naturschutzgebiet in der Gemeide Kang im Kreis Bome

Dieses 4600 Hektar große Gebiet schützt wertvolle Tier- und Pflanzenarten, darunter Picea Asperata (eine Fichtenart) und andere wertvolle Pflanzenarten.

Naturschutzgebiet Zayü

In diesem Gebiet finden sich subtropische immergrüne Laubwälder, subtropische wertvolle Tierarten und Yunnan-Kiefer.

Gebiet für den Schutz großer Zypressen in Bagyi im Nyingchi-Bezirk

In diesem 6,67 Hektar großen Gebiet wachsen große Zypressen, die größte davon ist 2500 Jahre alt, 5,8 Meter dicker und 50 Meter groß. So wird sie von den Einheimischen als „heiliger Baum" bezeichnet.

Naturschutzgebiet Dongjug in Nyingchi

Es beherbergt Gorals (Naemorhedus Goral), die erst 1973 in Tibet entdeckt wurden. Es gibt momentan in Tibet nur 1500 Gorals.

Naturschutzgebiet Xainza

Es ist 40 000 Quadratkilometer groß und schützt die Schwarzhalskranichen und andere wertvolle Vögel.

Naturschutzgebiet im Changmao-Gebirge in Riwoqe

In diesem 637 Quadratkilometer großen Gebiet leben nahezu 30 Wildtierarten, die vom Staat bzw. dem Autonomen Gebiet schwerpunktmäßig geschätzt werden. Es gibt hier mehr als 1000 wilde Rothirsche.

 

 

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