Startseite | Nachrichten | Zeitgeschehen | Chinesischkurs | China ABC | Inet Radio | Frage der Woche | Paralympics 2008 in Beijing | Sendeplan
 

-Empfangsbericht
-Feedback   -Archiv

Chinas Tibet: Fakten und Zahlen 2005 (11)
   2006-06-30 16:14:59    cri

Binnenhandel

2004 betrug das gesamte Einzelhandelsvolumen von Konsumgütern 6,37 Milliarden Yuan, ein Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zu 2003. Darunter erreichte der Einzelhandelsumsatz in den Städten 2,824 Milliarden Yuan, ein Plus von 8,3 Prozent; und der auf Kreisebene und darunter 3,545 Milliarden Yuan, ein Plus von 10 Prozent. Der Umsatz des Groß- und Einzelhandels belief sich auf 5,038 Milliarden Yuan, ein Plus von 8,2 Prozent; der der Gastronomie auf 970 Millionen Yuan, ein Plus von 18,7 Prozent; und der der anderen Branchen auf 362 Millionen Yuan, ein Plus von 2,1 Prozent.

Das Handelsvolumen an von allen Groß- und Einzelhandelsbetrieben mit einer Kapitalanlage über dem festgesetzten Limit verkauften Nahrungsmitteln, Getränken, Zigaretten und Spirituosen stieg um 68,7 Prozent gegenüber 2003; bei den Kleidungsstücken, Schuhen, Hüten und Textilien war ein Anstieg um 43,6 Prozent, bei den Erdölprodukten eine Zunahme um 50,9 Prozent und bei den Maschinen und elektrischen Geräten ein Anstieg um 47,2 Prozent zu verzeichnen.

Außenhandel und wirtschaftliche Kooperation

Aus dem Warenaustausch der Grenzbewohner und den kleinen Tauschgeschäften zwischen den Nachbarländern ist der Außenhandel Tibets zu einem großen Überseehandel geworden. Die Struktur der Exportprodukte haben sich verbessert, d.h. es werden nicht nur primäre Tierprodukte gehandelt, sondern auch fein bearbeitete Produkte. Der Exportmarkt ist von Indien und Nepal auf mehr als 20 Länder und Regionen, darunter u. a. Japan, die Republik Korea, Singapur, Hong Kong, Europa und Amerika, ausgedehnt.

2004 betrug das gesamte Im- und Exportvolumen Tibets 223,55 Millionen US-Dollar, ein Plus von 38,7 Prozent im Vergleich zu 2003. Davon belief sich das Exportvolumen auf 130,09 Millionen US-Dollar, ein Plus von 6,9 Prozent, und das Importvolumen auf 93,46 Millionen US-Dollar, eine Zunahme um das 1,4fache. Der Export Tibets zu Nepal belief sich auf 84,77 Millionen US-Dollar, ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber 2003; der zu Hong Kong auf 23,04 Millionen US-Dollar, eine Zunahme um das 1,7fache gegenüber 2003; und der zu Indien auf 5,13 Millionen US-Dollar, ein Plus von 3,5 Prozent.

Grenzhandel

Das Autonome Gebiet Tibet befindet sich an der südwestlichen Grenze Chinas mit einem 343 500 Quadratkilometer großen Grenzgebiet, in dem 21 Grenzkreise und 104 Grenzgemeinden liegen. Entlang der Grenzlinie gibt es 312 Übergänge zur Außenwelt, davon werden 44 das ganze Jahr hindurch und der Rest saisonal eröffnet. Unter diesen Übergängen waren 184 zu Nepal, 85 zu Indien, 18 zu Bhutan, 8 zu Sikkim, 5 zu Myanmar und 12 zum Kaschmir-Gebiet.

Es gibt in Tibet 5 große Grenzübergangsstellen. Darunter ist Zham die Grenzübergangsstelle der ersten Klasse Chinas; Burang, Gyirong und Riwo sind die der zweiten Klasse. Zham, Gyirong und Riwo machen Geschäfte mit Nepal, während Burang hautsächlich Handel mit Indien und Nepal treibt. In alten Zeiten war Yadong ein Grenzübergang, der den Grenzhandel mit Indien, Bhutan und Sikkim betrieb. Bisher wird es jedoch noch nicht erneut eröffnet. In Tibet gibt es zudem 28 Grenzhandelsmärkte. Darüber hinaus zählt der Konggar-Flughafen in Lhasa zu den internationalen Flughäfen der ersten Klasse des Staates. 2004 belief sich das Im- und Exportvolumen des Grenzhandels in Tibet auf 90,52 Millionen US-Dollar, was 40,5 Prozent des gesamten Im- und Exportvolumens Tibets ausmachte, ein Plus von 16,7 Prozent im Vergleich zu 2003. Darunter betrug das Exportvolumen 85,63 Millionen US-Dollar, ein Plus von 18,3 Prozent, und das Importvolumen 4,89 Millionen US-Dollar, ein Minus von 5,2 Prozent.

Internationale Unterstützungsprojekte

Einige Staaten und internationale Organisationen haben nacheinander mit Tibet wirtschaftlich zusammengearbeitet bzw. internationale Unterstützungsprojekte in die Tat umgesetzt. Seit 1981 hat das Entwicklungshilfeprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) insgesamt 4 Millionen US-Dollar in den Bau des Erdwärme-Kraftwerks Yangbajain investiert; 1989 gewährte das UNO-Weltnährungsprogramm (UNWFP) für das umfassende Erschließungsprojekt der Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt der Bekämpfung von Dürre und der Verbesserung der Bewässerungsbedingungen in den vier Kreisen im Tal des Lhasa-Flusses finanzielle Hilfe. Inzwischen ist das Projekt vollständig in Betrieb genommen worden; das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) hat 3,215 Millionen US-Dollar für 10 Bauprojekte wie Sanitätsstationen für Frauen und Säuglinge zur Verfügung gestellt; mit 822 000 US-Dollar unterstützte das UNDP im Jahr 1995 landwirtschaftliche Projekte, den Bau von Wohnhäusern und Schulen und die Windenergie-Erzeugung sowie die Förderung des Handwerks in den vier Kreisen Nyalam, Tingri, Dinggye und Gyirong im Qomolangma-Naturschutzgebiet in Westtibet.

Das kommunale Rehabilitationsprogramm für behinderte Kinder Nach diesem im Jahr 2001 in Angriff genommenen Programm sind mit finanzieller Hilfe der Handicap International, einer internationalen Behindertenorganisation, und unter Anleitung der Rehabilitationsexperten, die von dieser Organisation entsandt wurden, 26 Fachkräfte, die behinderten Kindern bei der kommunalen Rehabilitation helfen, ausgebildet worden. Außerdem sind Ausbildungskurse für die Familienangehörigen von behinderten Kindern abgehalten worden. Auf diese Weise können sich behinderte Kinder zu Hause der Rehabilitationsbehandlung unterziehen. Bisher sind drei kommunale Rehabilitationszentren in den Gemeinden Ngaqen und Togde sowie dem Dorf Xingfu errichtet worden. Ferner wurden Pläne für langfristige Behandlungen und Dienstleistungen für behinderte Kinder und regelmäßige Bewertungen gemacht.

Prothesen- und orthopädisches Zentrum Die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet hat Geldmittel für die Einrichtung dieses Zentrums bereitgestellt und die Handicap International damit beauftragt, verschiedene Anlagen und Werkstoffe zur Ausbildung der tibetischen Fachkräfte für die Herstellung von Prothesen zu liefern. Seit der Durchführung dieses Programms im August 2001 sind 201 Behinderte mit 213 künstlichen Gliedern und anderen orthopädischen Artikeln ausgerüstet.

Die Kampagne "Sehvermögen Nr. 1, China-Aktion" Im Mai 2004 wurde die zweite Phase der Kampagne "Sehvermögen Nr. 1, China-Aktion" vom Chinesischen Behindertenverband und der Internationalen Löwen-Gesellschaft (Lion's Club International) kooperativ in Angriff genommen. Nach dem Programm sollen jährlich medizinische Teams nach Tibet geschickt werden, um dort 2500 Patienten am Grauen Star zu operieren. Bis zum Jahr 2007 sollen alle vorhandenen Blinden, die durch den Grauen Star verursacht wurden, durch Operationen ihr Sehvermögen wiedererlangen. Gleichzeitig werden 18 Krankenhäusern auf Bezirks- und Kreisebene geholfen werden, je eine Augenkrankheitsabteilung einzurichten und 40 tibetische medizinische Fachkräfte für Augenkrankheiten auszubilden, wodurch ein "permanentes medizinisches Team" in Tibet hinerlassen wird. Nach dem Programm sollen Kenntnisse über den Augenschutz und Vorbeugung von Augenkrankheiten verbreitet werden, damit das öffentliche Bewusstsein in diesem Bereich zu erhöhen. Aufgrund der ungünstigen natürlichen Faktoren wie der Höhenlage, des Sauerstoffmangels und der starken Sonneneinstrahlung gehört Tibet landesweit bzw. weltweit zu den Gebieten, wo der Graue Star mit hoher Rate Blindheit verursacht. Das Auftreten des Grauen Stars in Tibet ist etwa 60 Prozentpunkte höher als in den anderen Landesteilen.

Dienstleistungsorgane für Ausländer

Zollamt Lhasa

Das Zollamt Lhasa ist ein tibetisches Lokalorgan, das vom Hauptzollamt der Volksrepublik China eingerichtet wurde. Ihm unterstehen die Zollämter Xigaze, Nyalam, Shiquanhe und Gyirong, die ihre Vertretungen beim Postamt der Stadt Lhasa haben. Mit Genehmigung des Hauptzollamts hat das Zollamt Lhasa Zollstellen in Chengdu, Provinz Sichuan, und Golmud, Provinz Qinghai, eingerichtet, wo die für Tibet bestimmten Güter abgefertigt werden.

Das Zollamt Lhasa führt zwei Zollrechte durch: Die Richtlinien des Zollamts der Volksrepublik China über Ein- und Ausfuhrzoll und die Methoden des tibetischen Zollamts der Volksrepublik China über die Erhebung von Einfuhrzoll und deren Regeln für die Durchführung. Die in Tibet verkauften Waren werden vom Zollamt Lhasa gemäß der Tabelle über 21 Steuerposten und nach niedrigen Steuersätzen für das Autonome Gebiet besteuert. Güter, die nach anderen Landesteilen abgesetzt werden, sind in Übereinstimmung mit dem Zolltarif des nationalen Zollamts nachgeholt zu entrichten.

Prüfungsamt für Im- und Exportwaren des Autonomen Gebiets Tibet

Das Prüfungsamt hat Zweigstellen in Zham, Chengdu, Provinz Sichuan, und in Golmud, Provinz Qinghai, eingerichtet, um Im- und Exportwaren einer technischen Prüfung zu unterziehen.

Organe für Hygienekontrolle über Nahrungsmittel

Für die Hygienekontrolle über Nahrungsmittel wurden in Tibet über 80 Organe eingerichtet. Nach dem Nahrungsmittelhygienegesetz und dem Quarantänegesetz der VR China müssen seit dem 1. Juni 1992 alle nach Tibet eingeführten Nahrungsmittel von der dafür zuständigen Stelle in Lhasa kontrolliert und geprüft werden. Nur Nahrungsmittel mit einer Genehmigungsurkunde, die von der Hygienekontrollstelle Lhasa ausgestellt wird, dürfen im Autonomen Gebiet verkauft werden.

Quarantänestelle Lhasa für Tiere und Pflanzen

Der Quarantänestelle unterstehen Zweigstellen in Zham, Burang, Gyirong und Rutog, Quarantänestationen sind am Internationalen Flughafen Konggar und im internationalen Postamt Lhasa eingerichtet.

 (Beijing Rundschau)

 

     mehr zum Thema Ihre Meinung
• Tschüß Beijing
• Leben auf Chinesisch (30.09.)
• Bildung/Wissenschaft (29.09.)
• Sonntagskonzert (05.10.)
• Eröffnung der Beijinger Paralympics
• Reisemagazin (26.09.)
• Wochenendkonzert (20. 09.)
• Wirtschaftsmagazin (01.10.)
• Zeitgeschehen (02.10.)
• Hörerbriefkasten (05.10.)
• Kulturmagazin (02.10)
• Paralympics 2008 (20.09)
• Nachrichten (05.10.)
 
 
 
 

 

 
 

Web german.cri.cn