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Chinas Tibet: Fakten und Zahlen 2005 (2)
   2006-06-30 15:56:08    cri
Ethnische Zusammensetzung

Die tibetische Nationalität ist eine der ältesten Nationalitäten Chinas. Etwa 50 Prozent der Tibeter des ganzen Landes leben im Autonomen Gebiet Tibet, während ein Teil Tibeter in den Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan lebt. Neben den Tibetern gibt es in Tibet noch andere ethnische Gruppen wie Han, Hui, Moinba, Lhoba, Naxi, Nu und Dulong sowie Deng und Xiarba.

Tibeter: Sie sind die wichtigsten Bewohner Tibets. Ihre Sprache gehört zum tibetischen Sprachzweig der tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des sino-tibetischen Sprachstammes. Es gibt hauptsächlich drei Dialekt: U-Tsang, Kham und Amdo. Die meisten Tibeter betreiben Ackerbau und Viehzucht. Die Stadtbewohner beschäftigen sich hauptsächlich mit Handwerk, Industrie und Handel. Sie bekennen sich zum Tibetischen Buddhismus. Die Tibeter tragen Roben mit Westen. Verheiratete Tibeterinnen ziehen gewöhnlich Schürzen mit regenbogenförmigen Mustern an. Männer und Frauen tragen Zöpfe und Kopfschmucksachen. Die Kleidung und Schmucksachen variieren mehr oder wenig je nach dem Gebiet. Ihre Hauptnahrung ist Zanba-Mehl (zermahlende und geröstete Qingke-Gerste oder Erbsen). Sie trinken gern Butter- oder Milchtee und Qingke-Gerstenwein und essen gern Rinder- und Hammelfleisch. Aber sie essen nicht das Fleisch von Einhufern. Im Altertum praktizierten die Tibeter Erdbestattung, heute sind himmlische Bestattung, wobei die Leihen Raubvögeln zum Fraß überlassen werden, Feuer- und Wasserbestattung bei ihnen üblich.

Moinba: Sie leben hauptsächlich im Moinyu-Bezirk im Süden des Autonomen Gebiets Tibet, einige wohnen verstreut in den Kreisen Medog, Nyingchi und Cona. Ihre Sprache gehört zum Moinba-Sprachzweig der tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des sino-tibetischen Sprachstamms. Sie sprechen komplizierte Dialekte und haben keine eigene Schrift. Die meisten von ihnen können Tibetisch. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit Ackerbau, zugleich betreiben sie Viehzucht, Forstwirtschaft, Jagd und Handwerk. Männer tragen rote Roben und braune Hüte mit orangenfarbiger Krempe oder schwarze Filzhüte. Frauen tragen Armketten und Ohrenringe, während Männer Hackmesser an der Taille tragen. Männer und Frauen trinken gern Wein und rauchen Schnupftabak. Ihre Hauptnahrungsmittel sind Reis, Mais, Buchweizen, klebrige Hochlandshirse. Die meisten von ihnen bekennen sich zum Tibetischen Buddhismus, aber an einigen Orten glauben sie an den traditionellen Schamanismus. Gewöhnlich praktizieren sie Wasserbestattung, auch Erd- und Feuerbestattung sowie himmlische Bestattung sind bei ihnen üblich.

Lhoba: Sie leben hauptsächlich im Lhoyu-Bezirk im Südosten des Autonomen Gebiet Tibet, einige wohnen verstreut in den Kreisen Mainling, Medog, Zayü, Lhünze und Nang. Ihre Sprache gehört zur tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des sino-tibetischen Sprachstamms. Sie haben keine eigene Schrift, gewöhnlich gebrauchen sie Tibetisch. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit der Landwirtschaft und verstehen sich gut auf die Bambusflechtarbeit. Männer tragen gern wollene ärmellose Jacken und Hüte mit Krempe aus Tierleder und Peddigrohren, während Frauen kurze Blusen mit engen Ärmeln und anliegende Röcke tragen. Ihre Hauptnahrungsmittel sind Mais und klebrige Hochlandshirse. Sie essen auch Reis und Buchweizen.

Hui: Die meisten Hui, die heute in Tibet leben, sind Nachkömmlinge der Hui, die während der Qing-Dynastie von Gansu, Shaanxi, Qinghai, Sichuan und Yunnan hierher übergesiedelt waren. Ein kleiner Teil von ihnen kam von Zentralasien. Die meisten von ihnen leben in Lhasa, Xigaze, Qamdo und anderen Städten und beschäftigen sich hauptsächlich mit Handel, Handwerk und Schlachterei. Sie gebrauchen im Alltagsleben Tibetisch und Chinesisch und in den religiösen Aktivitäten Urdu und Arabisch. Sie bekennen sich zum Islam und haben in Lhasa und anderen Orten Moscheen gebaut.

Deng: Deng werden im allgemeinen als „Dengba" bezeichnet und die meisten von ihnen leben in neun Dörfern im Kreis Zayü. Es gibt in China 1450 Deng-Angehörige. Sie sprechen ihre eigene Sprache, die zum Deng-Sprachzweig der tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des sino-tibetischen Sprachstamms gehört. Sie haben keine eigene Schrift. Ihre Bekleidungen sind eigenartig. Frauen tragen silberne trompetenförmige Ohrringe und Perlenketten oder Silberschmucksachen um den Hals, während Männer schwarzen Kopftuch und Hackmesser an der Taille tragen. Vor den 1950ern lebten die meisten Deng auf abgeschiedenen Bergen mit uralten Wäldern am südlichen Fuß des Himalaya-Gebirges. Sie hielten die Abfolge bedeutsamer Vorkommnisse mit Holzkerben, Knotenschnüren oder Aufstellen von Holzstangen oder Baumzweigen fest. Sie führten die Brandwirtschaft ein. Später zogen sie in neue Wohnungen ein, die von der Regierung für sie gebaut wurden.

Xiaerba: Sie leben hauptsächlich in der Gemeinde Lixin in der Nähe der Grenzübergangsstelle Zham und im Bezirk Chentang im Kreis Dinggye an der chinesisch-nepalesischen Grenze. Es gibt in China 1200 Xiaerba. „Xiaerba" bedeutet in Tibetisch „Orientale". Sie haben ihre eigene Sprache, aber keine eigene Schrift. Sie gebrauchen die tibetische Schrift. Die Xiaerba in Lixin sind in fünf Nachnamen und die in Chentang in zwei Nachnamen eingeteilt. Die Heirat zwischen den Angehörigen mit dem selben Nachnamen ist verboten. Sie bekennen sich zum Buddhismus. Es gibt je einen Tempel in Lixin bzw. Chentang. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit Ackerbau und Viehzucht. Ihre Hauptnahrungsmittel sind Mais, Kartoffel, klebrige Hochlandshirse, Buchweizen und Bohnen. Männer tragen weiße wollene Jacken mit kurzen Ärmeln und schwarzen Borten und einen bogenförmigen Messen an der Taille. Frauen tragen schwarze Roben und bunte Kleider mit langen Ärmeln, goldene Ohrringe und lange Zöpfe mit roten Schnüren.

Neben den obengenannten Nationalitäten leben noch Naxi, Nu, Dulong und andere nationale Minderheiten im Bezirk Qamdo. In der Vergangenheit wurden auch Damxung, Denqen und der Kreis Sog, Dainkognubma im Bezirk Qmado und einige Orte im Bezirk Ngari von Mongolen bewohnt. Inzwischen sind sie von Tibetern assimiliert. Die meisten Han begannen in der Qing-Dynastie, in Tibet überzusiedeln, und ließen sich in Lhasa, Xigaze, Qamdo, Zetang, Gongbogyamda und Yadong nieder. Sie bauten in diesen Gebieten Tempel für General Guan Yu, Tempel für Yang Jian und Tempel des Stadtgottes. Ihre Nachkömmlinge sind von Tibetern assimiliert. Die meisten Han, die heute in Tibet leben, sind Techniker, Arbeiter, Lehrer, medizinische Mitarbeiter und Kader aus anderen Provinzen, regierungsunmittelbaren Städten und autonomen Gebieten, um Tibet beim Aufbau zu helfen.

(Beijing Rundschau)

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