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Hamburger Firma Weinmann will zur Entwicklung der Schlafmedizin in China beitragen
   2006-05-09 12:45:59    cri
Kürzlich fand in Beijing das Internationale Forum über Schlafmedizin statt. Am Rande des Forums sprach unser Reporter Shao Jianguang mit dem Vertreter der deutschen Firma Weinmann, Herrn Marc Griefahn. Die Firma Weinmann stellt alle möglichen medizinischen Produkte her. Warum die Firma auf dem diesjährigen Schlafmedizin-Forum präsent ist, erklärt Marc Griefahn gleich in einem Interview:

Shao: Herr Griefahn, können Sie sich uns zuerst einmal kurz vorstellen?

Griefahn: Ja, sehr gerne. Mein Name ist Marc Griefahn. Ich bin Geschäftsführer der Hamburger Firma Weinmann, Geräte für Medizin. Wir sind ein reines Familienunternehmen, das 130 Jahre alt ist, und stellen medizinische Produkte her, vor allem medizinische Produkte zur Atemunterstützung für die Notfallmedizin, Sauerstoffmedizin und für die Schlafmedizin.

Shao: Warum sind Sie zu dieser Konferenz nach Beijing gekommen?

Griefahn: Wir sind traditionell ein sehr deutsch-orientiertes Unternehmen und sind Marktführer in der Heimat. Aber wir haben festgestellt, wenn wir langfristig erfolgreich sein wollen, müssen wir global wachsen. Und dass China natürlich als ein großes Land und auch das bevölkerungsreichste Land einen sehr interessanten Markt für uns bietet, ist nicht von der Hand zu weisen. Wir haben langsam unsere Fühler Richtung China ausgestreckt und wollen hier ein Büro eröffnen, um direkt vor Ort zu sein. Deshalb haben wir diese Schlafkonferenz genutzt, um einmal einen realen Eindruck von China zu gewinnen und auch einen guten Eindruck der Firma Weinmann hier in China zu hinterlassen.

Shao: Sie haben heute auch an dieser Konferenz teilgenommen. Was für einen Eindruck haben Sie? Meinen Sie, dass es in China einen großen Bedarf für Ihre Produkte gibt?

Griefahn: Ja, das glaube ich ganz sicher. China ist ein sehr dynamisches Land, das in meinen Augen kaum mehr ein Entwicklungsland ist, sondern sich auf dem besten Wege befindet, eine Industrienation zu werden. Leider dringen dadurch auch Zivilisationskrankheiten ins Land, etwa die Schlafapnoe. Und ich habe wahrgenommen, wieviel Teilnehmer hier waren, es waren etwa rund 300, die sehr interessiert der Konferenz gefolgt sind und sich sozusagen diesen neuen Erkenntnissen auch stellen möchten. Und deswegen glaube ich, es ist eine gute Chance, unsere Geräte zu plazieren. Wir vermarkten hier hauptsächlich hochqualitative innovative Produkte. Und ich gehe davon aus, das ist das, was auch die gesundheitsökonomische Lösung ist. Gesundheit kostet natürlich viel Geld und man muss dann sehen, dass man eine wirtschaftliche Lösung findet. Wir legen äußerst großen Wert darauf, dass unsere medizinischen Geräte den Patienten hier sehr helfen werden. Genau darauf freuen wir uns.

Shao: Haben Sie sich auch ein wenig über das chinesische Gesundheitswesen da informiert? Und meinen Sie, dass Ihre Produkte später in China guten Absatz finden werden?

Griefahn: Wie ich verstehe, muss man als Patient in China sehr viel für seine eigenen Kosten aufkommen. Dann ist es um so wichtiger, dass man gute Produkte für sein Geld erhält, hochqualitative Produkte, auf die man sich verlassen kann, wenn man schon viel Geld dafür ausgibt. Deshalb glaube ich, dass unsere deutschen Produkte "Made in Germany" genau richtig positioniert sind.

Shao: Haben Sie ähnliche Marktforschung gemacht? Dass Produkte aus Deutschland hochqualitativ sind, das glauben auch viele Chinesen. Glauben Sie, dass Ihre Produkte auf dem chinesischen Markt konkurrenzfähig sind?

Griefahn: Ich halte unsere Produkte für sehr konkurrenzfähig. Wir haben zur Zeit hauptsächlich amerikanische Konkurrenten. Diese sind preislich auch nicht günstiger als wir. Aber mittelfristig muss man natürlich zusehen, wie wir unsere Produkte auch im Preis etwas nach unten ziehen können. Da machen wir uns auch schon Gedanken, ob eine Produktion - eine lokale Produktion in China - Sinn machen kann, um Logistikkosten und Produktionskosten zu sparen. Und dann kann man natürlich auch zu günstigeren Preisen verkaufen.

Shao: Wie lange dauert diese Konferenz noch?

Griefahn: Die Konferenz dauert drei Tage. Wir sind die ganze Zeit hier vertreten. Wir hatten auch schon sehr viel Nachfrage und hoffen, dass wir noch viel mehr Aufklärungsarbeit machen können.

Shao: Haben Sie Ihre Produkte auch schon mal in chinesischen Schlaflabors erprobt?

Griefahn: Gestern haben wir zwei chinesische Schlaflabors besucht. Eins ist im People's Hospital in Beijing. Es ist sehr interessant, wie das aufgebaut ist und wie man sich auch mit einfachen Mitteln helfen kann. Ich glaube aber, dass mit unserer Ausrüstung das noch besser funktionieren wird.

Shao: Haben Sie da keine Bedenken, dass Ihre Produkte später in China kopiert werden, wenn Sie Ihre Geräte in China produzieren wollen?

Griefahn: Das ist natürlich etwas, worüber wir uns richtig Gedanken gemacht haben. Dieses Image läuft leider China im Westen ein wenig voraus. Aber ich glaube, das ist gar nicht ein reines Kopieren, sondern es ist ein kreatives Nachahmen und Verbessern. Und ich würde mich freuen, wenn wir einen Teil dazu beitragen können, auch die chinesische Konkurrenz zu befruchten, noch bessere Produkte zu entwickeln. Die Schlafmedizin ist noch ein sehr junges Gebiet, das gibt es ja ungefähr erst seit gut 20 Jahren. Und es gibt sicher viele Innovationen, die man in entsprechende Geräte einbauen kann. Und wir werden versuchen, nicht nur unsere Geräte zu verkaufen, sondern auch mit den chinesischen Ärzten zusammenzuarbeiten, um vielleicht sogar Ansätze der Traditionellen Chinesischen Medizin in die Therapie einfließen zu lassen. Und da wir sehr an Partnerschaften und Langfristigkeit interessiert sind, kann ich mir auch vorstellen, mit einem Joint-Venture-Partner hier in China gemeinsam den chinesischen Markt zu bearbeiten. Und dann glaube ich, dass man nicht von Kopien, sondern von einer guten Kooperation reden wird.

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