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Zhu Guanghu, neuer Cheftrainer der chinesischen Fußball-Nationalelf der Männer
   2005-11-28 09:13:33    cri
Als die chinesische Fußball-Nationalmannschaft der Männer im November vergangenen Jahres bei den Qualifikationsspielen für die Fußball-WM 2006 in Deutschland ausgeschieden war, stand sie im Kreuzfeuer der öffentlichen Meinung. Neue Besen kehren gut -- nach diesem Motto wurde Zhu Guanghu als neuer Cheftrainer verpflichtet. Zhu Guanghu hatte 2004 das Team aus Shenzhen an die Spitze der chinesischen Fußball-Superliga geführt. Allerdings konnte er bisher außer dem Ligatitel mit keiner anderen Erfolgsgeschichte aufwarten. Die Nominierung von Zhu Guanghu wurde von vielen in der Öffentlichkeit sehr skeptisch gesehen. Doch der 56jährige versprach eine gründliche Veränderung seines Teams, spielerisch, taktisch und personell. Und seine Zuversicht trägt erste Früchte: Trotz einer 0:3-Niederlage zeigte das Team beim ersten Gastspiel nach Zhus Amtsantritt gegen Spanien sein spielerisches Können. Es lieferte danach trotz einer knappen 0:1-Schlappe bei den Iren auch heftige Gegenwehr. Die Öffentlichkeit geizte nicht mit Lob, und Zhu Guanghu machte sich schnell einen Namen. Er wird den chinesischen Fußballern die modernen ausländischen Ideen und erfolgreiche taktische Spielzüge beibringen, meinte der chinesische Sport-Kolumnist und Fußballfachmann Dong Lu:

"Als Chinese ist er sehr sachlich und tüchtig. Sein Vorteil liegt darin, dass er sich über die Gegebenheiten des Landes völlig im Klaren ist. Gleichzeitig ist er offen und für neue Taktiken aufgeschlossen. Auch kann er die Gedanken der jungen Fußballer nachvollziehen".

In diesem Sommer erreichte Zhu Guanghu die erste Höhe seines Ruhmes: Bei dem Vier-Länder-Turnier in Ostasien, das Ende Juli bis Anfang August in Südkorea stattfand, stand China ohne Niederlagen ganz oben auf dem Treppchen. Das war der erste Titel der chinesischen Fußballer in ihrer Geschichte bei einem offiziellen internationalen Turnier. Unter fachlicher Aufsicht von Zhu spielten die Chinesen diesmal viel selbstbewusster und stabiler und brachten die Spiele völlig unter Kontrolle. Eine kompromisslose Abwehr und schnelle Konter hieß das Zauberwort, das sich dann auch beim Gastspiel gegen Deutschland, dem Gastgeber der Fußball-WM 2006 und dreifachen Weltmeister, als richtig bewährte. Mit einer fast unüberwindlichen Abwehr überraschten die Chinesen die Deutschen immer wieder und spielten auch nach einem Rückstand immer wieder deutliche Torchancen heraus. Trotz der 0:1-Niederlage, die durch einen Elfmeter entstand, erhielt Zhu Guanghu und sein Team große Anerkennung in Deutschland und auch in China.

Die chinesischen Fußballer feierten anschließend weitere Triumphzüge: Anfang November siegten sie bei den 4. Ostasien-Spielen in Macao. Das ist das erste Fußball-Gold Chinas überhaupt bei einem internationalen Sportfest. Zhu Guanghu, der etwas medienscheu ist, sagte im Nachhinein:

"Jedes mal müssen wir ganz von vorn anfangen, egal ob in Südkorea oder in Macao. Ich konzentriere mich darauf, die Aufstellung und Taktik meines Teams zu verbessern und unsere eigene Taktik in das Spiel einzubringen. Das Ziel bleibt stets unverändert, nämlich wir wollen von Spiel zu Spiel besser werden".

Bei einem Freundschaftsspiel auf eigenem Boden unterlagen die chinesischen Fußballer kürzlich der Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina mit 0:2. Von den Begegnungen gegen Spitzenteams hat man viel profitiert. Zhu Guanghu konnte sich vom Kampfeswillen und Selbstbewusstsein seiner Spieler überzeugen. Zhu nochmals:

"Bei den letzten Spielen hat sich herausgestellt, dass unsere Taktik im Großen und Ganzen viel besser wurde. Das Wichtigste dabei ist, dass wir in der ersten Halbzeit die Offensive der Gegner in die Schranken weisen konnten, unsere Defensive war stets relativ gut organisiert. Nachdem wir im Ballbesitz sind, müssen wir noch effektivere Konter starten. Das müssen wir noch verbessern. Auch muss die Fähigkeit meiner Spieler bei einer Eins-gegen-Eins-Situation noch erheblich verbessert werden".

Also, der zielstrebige Cheftrainer scheut keine Mühe, um die Taktik seines Teams zu verbessern und das Leistungsniveau seiner Spieler zu erhöhen. Ob er sein Team an die Weltspitze bringen kann, das bleibt abzuwarten.

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