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Kuhhirt und Weberin (I)
   2005-12-01 09:49:04    cri
Sie wissen bestimmt, dass der 14. Februar in den USA und anderswo als Valentinstag begangen wird. Verliebte und Freunde schicken sich gegenseitig Grüße oder kleine Geschenke, die normalerweise immer etwas mit Rosen und Schokolade zu tun haben. Aber wussten Sie auch, dass es in China ebenfalls ein ganz spezielles Fest für die Verliebten gibt? Nun, es fällt auf den siebten Tag im siebten Monat nach dem chinesischen Mondkalender. In China nennt man den Tag ?Qixi". Aber warum ist es nun ausgerechnet der Siebente Siebente? Dafür gibt es natürlich eine Erklärung, und zwar in Form einer romantischen Liebesgeschichte. Und die geht so:

Es lebte einst ein armer Hirte, der sein ganzes Leben nur Kühe gehütet hatte. An einem schönen Sommernachmittag geriet er nun im tiefen Gebirge in einen geradezu überirdisch und paradiesisch schönen Park, ohne zu wissen, wie er dorthin gekommen war. Er mochte einen Augenblick geschlummert haben, als er auf seiner Kuh ritt. Auf einmal sah er sich jedenfalls umgeben von blühenden Bäumen, die das ganze Tal mit leuchtenden Farben erfüllten. Es war kein menschliches Geräusch in der Nähe zu hören, es war still, nur die fallenden Blüten schwammen auf dem klaren Wasser der Bäche dahin. Als er erstaunt und furchtsam um sich blickte, sagte die Kuh, die ohne Zögern weiter schritt: "Sei unbesorgt, ich bringe dich nur zu den Göttinnen, die heute hier herabgestiegen sind und baden. Da ist eine sehr schöne Jungfrau dabei, die du zu deiner Frau machen sollst." Der Hirte erschrak über diese Worte und die Vermessenheit seiner Kuh. "Ich bin nur ein armer Hirte, wie kann ich eine Göttin zur Frau nehmen?" fragte er. "Das ist ganz leicht", meinte daraufhin die Kuh ganz gelassen. "Nimm ihr einfach ihr rotes Kleid weg und gib es ihr erst dann zurück, wenn sie eingewilligt hat, deine Frau zu werden."

Kaum hatte die Kuh diesen wertvollen Hinweis beendet, sah der Hirte schon einen wunderschönen Teich durch die blühenden Bäume schimmern und die wunderschönen himmlischen Jungfrauen baden. Die Kuh führte ihn mit sachten Schritten zu der Stelle, an der die Kleider der Göttinnen lagen. Der Hirte nahm schnell das rote Kleid und versteckte sich hinter einem Baum. Die badenden Göttinnen erschraken natürlich, als sie eine irdische Kuh und vor allem einen irdischen Mann bemerkten. Schnell kleideten sie sich an und wollten sich auf den Weg gen Himmel machen, während die lieblichste und schönste von ihnen schamhaft herumlief und verzweifelt nach ihrem roten Kleidchen suchte. "Dein Kleid ist hier", sagte der Hirte, "und ich werde es Dir auch sofort zurück geben, wenn Du mir versprichst, meine Frau zu werden." Weil sie sich ihrer göttlichen Nacktheit ziemlich schämte, gab sie dem Hirten das geforderte Versprechen, er gab ihr das Kleid zurück und führte sie dann, ordentlich verhüllt, ab nach Hause.

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