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Die acht taoistischen Unsterblichen
   2005-10-12 16:47:49    cri

Die Daoisten glauben, dass selbst normale Menschen in der Lage sind, durch hartes Studium die Geheimnisse der Natur zu enträtseln und unsterblich zu werden. Unter allen daoistischen Geschichten ist die Geschichte der acht Unsterblichen am bekanntesten.

Tie Guai Li

Tie Guai Li ist der älteste der acht Unsterblichen. Überlieferungen zufolge bewachte einer seiner Lehrlinge seinen Körper, während er auf Abenteuer ausging. Einmal war der Lehrling nicht da, als er zurückkam. Da er seinen Körper nicht fand, nahm er den Körper eines sterbenden Bettlers in Besitz. So sehen wir Tie Guai Li in Gestalt eines hinkenden Bettlers, der sich auf einen eisernen Stock stützt und einen Kürbis als Wahrzeichen bei sich trägt. Tie Guai heißt auf Deutsch eiserner Stock.

Han Zhong Li

Han Zhong Li lernte die taoistische Doktrin bei Tie Guai Li. Nach Abschluss des taoistischen Studiums kehrte er wieder ins irdische Leben zurück. Folgende Taten in seinem Leben sind hervorzuheben: Er enthauptete einen Tiger mit einem fliegenden Schwert und verwandelte einen Stein in Gold. Er reiste mit seinem Bruder zum Himmel und half Lü Dong Bin, Unsterblichkeit zu erlangen. Legenden zufolge war Han Zhong Li fähig, mit seinem magischen Fächer die Seele von Verstorbenen wiederzubeleben.

Zhang Guo Lao

Zhang Guo Lao lebte isoliert auf dem Berg Zhongtiao während der Tang-Dynastie (7.bis 10. Jahrhundert). Es wurde berichtet, daß er über 200 Jahre alt sei. Er wurde vom Tang-Kaiser Xuanzong in den Kaiserhof gerufen, um seine Magie-Kunst zu demonstrieren.

Zu sehen ist er in Bildern auf einem weißen Esel reitend, mit dem Gesicht nach hinten. Der Esel konnte täglich Tausende Meilen zurücklegen. Legenden zufolge faltete er den Esel zusammen und steckte ihn in einem kleinen Kasten, wenn er sich ausruhen wollte. Der Esel war sein Wahrzeichen.

Lü Dong Bin

Lü Dong Bin lebte ebenfalls in der Tang-Dynastie. Der Legende zufolge war bei seiner Geburt das Geburtszimmer erfüllt von seltsamen wohlriechenden Düften. Gleichzeitig erklang wunderschöne Musik. Ein weißer Kranich kam vom Himmel herab, flog auf das Haupt seiner Mutter und verschwand wieder.

Als Lü Dong Bin jung war, konnte er nach zweimaligem Versuch die kaiserliche Prüfung nicht bestehen. Er traf Han Zhong Li, als er 64 Jahre alt war. Bei Han Zhong Li lernte er die magischen Künste. Dann lebte er im Berg Zhongnan, um in aller Ruhe die taoistische Doktrin zu lernen.

Ihm wurde ein magisches Schwert verliehen, als Belohnung dafür, dass er eine Prüfung mit zehn Verführungen bestanden hat. Das Schwert ist sein Wahrzeichen.

He Xian Gu

He Xian Gu ist die einzige Frau unter den 8 Unsterblichen. Sie lebte ebenfalls in der Tang-Dynastie. Als sie 14 Jahre alt war, wurde sie ein himmlisches Wesen, weil sie das Yunmu-Pulver, eine taoistische Medizin, eingenommen hatte. Nach Einnahme des Pulvers bekommt man einen leichten Körper und wird unsterblich. Jeden Tag legte sie lange Strecken zurück, um Wildfrüchte für ihre schwer erkrankte Mutter zu sammeln. Die Kaiserin Wu Zetian ließ sie in den Kaiserhof kommen. He Xian Gu verschwand aber auf dem Weg zum Kaiserhof.

Später wurde sie als Untersterbliche im Tempel gesehen. Sie hielt eine Lotosblüte in der Hand, welche ihr Wahrzeichen ist.

Lan Cai He

Lan Cai He lebte ebenfalls zur Zeit der Tang-Dynastie. Er war oft schäbig angezogen und verhielt sich wie ein armer Bettler. Er bettelte auf der belebtesten Straße und sang laut, als ob er betrunken wäre. Er reiste viel. Es wurde berichtet, dass jemand Lan Cai He sowohl als kleines Kind als auch als alter Mann gesehen hat, dass sein Aussehen aber seltsamerweise unverändert war.

Das Wahrzeichen von Lan Cai He ist ein Bambuskorb.

Han Xiang Zi

Überlieferungen zufolge ist Han Xiang Zi Neffe des großen Dichters Han Yu aus der Tang-Dynastie. Einmal trug ihn sein Lehrer zu dem magischen Pfirsichbaum, wo Unsterblichkeitspfirsiche wuchsen. Aus Versehen fiel Han Xiang Zi aus dem Baum, auf den er geklettert war, und wurde unsterblich.

Einmal ließ er im frühen Winter die Päonie innerhalb von wenigen Tagen in unterschiedlichen Farben erblühen. In jeder Blüte war ein kleines Gedicht versteckt. Sein Onkel Han Yu war von seiner Magie äußerst überrascht. Das Wahrzeichen von Han Xiang Zi ist eine Flöte.

Cao Guo Jiu

Cao Guo Jiu lebte in der Song-Dynastie. "Cao" ist der Familienname und "Guojiu" ist die Bezeichnung für den Schwager des Kaisers. Aus Scham des Mordverbrechens seines Bruders versteckte er sich in den Bergen, um die taoistische Doktrin zu studieren. Beeinflußt von Han Zhong Li und Lü Dong Bin trat er später in die Welt der Unsterblichen ein. Er trug einen Beamten-Kopfschmuck und ein Paar Kastagnetten als Wahrzeichen.

In China ist die volkstümliche Geschichte "Die acht Unsterblichen überqueren das Meer" sehr bekannt.

Der Geschichte nach trafen die acht Unsterblichen einmal in dem Pavillon Penglai am Meer zusammen. Da schlug Tie Guai Li vor, eine Reise in das Meer zu machen. Alle waren damit einverstanden und vereinbarten, mit ihren eigenen magischen Fähigkeiten das Meer zu überqueren, ohne ein Boot zu benutzen. So warf Han Zhong Li als Erster seinen Fächer ins Wasser, legte sich auf ihn und schwamm davon. He Xian Gu warf ihre Lotosblüte ins Wasser, stellte sich auf sie und ließ sich vom Wasser treiben. Ähnliches taten die anderen Unsterblichen und überquerten auf verschiedene Art und Weise das Meer.

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