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Traditionelle chinesische Volkskunst: Die Bauernmalerei
   2005-10-11 15:55:28    cri
Die Bauernmalerei gilt als eine in ganz China verbreitete und beliebte Volkskunst. Als Hauptmotive finden sich Szenen von der Arbeit, der Freude über schwimmende Ernten, das ländliche Alltagsleben, die Jahreszeiten der Natur sowie von Geschichten, die sich die Leute erzählen. Die chinesische Regierung fördert die Bauernmalerei als einzigartige Volkskunst seit der Gründung der Volksrepublik 1949. Und die Menschen schätzen die wunderschönen Darstellungen. Der Bauernmalerei wurde ein Dokumentarfilm gewidmet, und 1974 gab das Postministerium einen Satz Briefmarken mit Motiven der Bauernmalerei heraus.

Im Zuge der Reform und Öffnung Chinas findet die Bauernmalerei auch im Ausland Verbreitung: Dort findet diese Volkskunst wegen ihrer starken nationalen Prägung immer mehr Liebhaber, einige Malereien werden ausländischen Museen und Galerien aufbewahrt oder von Privatpersonen gesammelt. Auch wurden bereits bäuerliche Maler aus China zu Seminaren ins Ausland eingeladen.

Der Kreis Huxian nahe der Hauptstadt Xi'an der nordwestlichen Provinz Shaanxi gilt als die Heimat der chinesischen Bauernmalerei. Bereits seit nahezu 50 Jahren wird diese Volkskunst hier gepflegt. Inzwischen haben die Bauern im Kreis Huxian mehr als 30,000 Werke geschaffen, 1500 davon wurden in der staatlichen Presse veröffentlicht und 428 haben bei Wettbewerben Preise gewonnen. Mehr als 4500 Werke fanden in 48 Ländern und Gebieten ihren Weg in Ausstellungen, knapp 19,000 werden in ausländischen Museen und bei Sammlern aufbewahrt. Werke der Bauernmalerei aus dem Kreis Huxian sind nicht nur als Familiendekorationen bei vielen Chinesen beliebt, sondern sind auch beliebte Geschenke für Staatsgäste. Die malenden Bauern in China finden nicht nur in China, sondern auch in aller Welt Menschen, die die Kunst weiterführen.

Eine andere Wiege der Bauernmalerei in der Provinz Shaanxi ist der Kreis Ansai nördlich von Xian. Spricht man von diesem Kreis, denken viele an Sonnenschein, die Lößerde, und Menschen, die sich weiße Stoffe um die Stirn binden.

Die Bauern von Ansai treiben vorwiegend Ackerbau. Doch in ihrer Freizeit nehmen sie gerne den Pinsel zur Hand und betätigen sich als Malkünstler. Ihre Motive sind einfach, bescheiden und in traditioneller Weise ausgeführt. Die Malereien spiegeln das tägliche Leben der Leute wider: die Arbeit auf dem Felde, Besuche bei Verwandten oder das Beglückwünschen einer Braut. Beachtlicherweise finden sich auch zunehmend moderne Themen in den Bildern. Ja, man ist ganz erstaunt, dass auch in der Einöde der chinesischen Lößebene das moderne Leben Einzug gehalten hat.

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