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Mit Taiji-Übungen gegen Depression
  2017-10-10 14:15:25  cri


 

 

Eine jüngste Studie zeigt, dass die Taiji-Übungen – das chinesische Schattenboxen – gegen Depression wirken können. Nach einer 12-wöchigen Übung sind die Symptome der Patienten deutlich abschwächt.

Weltweit steigt ständig die Zahl der Depressionsfälle. Medikamente und Therapien haben sich oftmals als erfolglos erwiesen. Das Ergebnis dieser Studie birgt neue Hoffnung für an Depressionen erkrankte Menschen.

Die meditativen Taiji-Übungen blicken auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück. Es handelt sich dabei um eine Kombination von tiefer Ein-und Ausatmung und sanften Bewegungen. Für die Studie haben Wissenschaftler am Massachusetts General Hospital 50 Amerikaner chinesischer Abstammung ausgesucht. Sämtliche Teilnehmer litten unter einer leichten bis mittleren Depression und wurden zuvor noch nicht ärztlich behandelt.

Die Patienten wurden beliebig in drei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe machte Taiji-Übungen, die zweite Gruppe erhielt eine Erziehungstherapie und die dritte galt als eine Kontrastgruppe. Mitglieder von Gruppe eins wurden elementare Taiji-Bewegungen beigebracht und aufgefordert, die Bewegungen dreimal in der Woche zu praktizieren. Im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen wurden die Symptome der 17 Mitglieder der Taiji-Gruppe maßgeblich gelindert.

Frühere Forschungen haben bewiesen, dass Taiji-Übungen dazu beitragen können, die kognitive Leistung, das Gedächtnis und das Denkvermögen zu stärken. Dadurch kann eventuell der Ausbruch einer Demenzerkrankung verzögert werden. Denn diese verheerende neurologische Erkrankung steht im Zusammenhang mit der Minderung kognitiver Leistungen. Die Taiji-Übungen wirken zudem gegen Bluthochdruck und lindern Symptome von Krebserkrankungen, Herzinsuffizienz, Gelenkentzündungen und chronischen obstruktiven Lungenerkrankungen.

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