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Armutsbekämpfung: Ein Interview mit dem Parteisekretär des Kreises Huanglong
  2017-08-11 09:00:16  cri


In den vergangenen Jahren hat der Kreis Huanglong der chinesischen Provinz Shaanxi mit vielen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung Erfolge verzeichnet. Dazu gehörte auch die Kampagne „Armutsbeseitigung durch Tourismusentwicklung".

Bis Ende 2016 ist das durchschnittliche Einkommen der registrierten in Armut lebenden Kreisbewohner auf 7.203 Yuan RMB gestiegen. Das sind 139 Prozent mehr als die ursprünglich von den Kampagnen angepeilten 3.015 Yuan RMB. Durch präzise Maßnahmen zur Armutsbekämpfung konnte Niveau und Qualität der Altersversorgung, der medizinischen Versorgung, der Beschäftigung und des Lebensunterhalts erhöht werden.

In den vergangenen Tagen haben CRI-Korrespondenten den Kreis vor Ort besucht und den Parteisekretär des Kreises Ren Gaofei persönlich interviewt.

Wie Ren Gaofei mitteilt, hat der Kreis Huanglong bisher 14 konkrete Hilfsmaßnahmen festgelegt. Dazu gehörten Maßnahmen im Gesundheits- und Bildungswesen sowie Maßnahmen, die der Förderung lokaler Wirtschaftsentwicklung und dem Ausbau industrieller Strukturen zu Gute kommen.

„Ein Beispiel wäre Armutsbekämpfung durch Tourismus. Durch die Entwicklung des Naturtourismus haben wir über 7.000 Arbeitsplätze geschaffen. Von den registrierten armen Familien sind nun 1.390 Menschen im Tourismus beschäftigt. Ein anderes Beispiel ist die Armutsbekämpfung durch die Photovoltaikindustrie. Die vor dem November vergangenen Jahres registrierten 1.846 armen Familien erhalten 20 Jahre lang jährlich 3.000 Yuan RMB Subvention von diesem Industriezweig. So wird eine umweltfreundliche und nachhaltige Branche effizient mit der Armutsbekämpfung kombiniert. Außerdem haben wir eine Müll-Exchange-Bank errichtet, wo die Bewohner normalen Hausmüll gegen Lebensmittel tauschen können. Durch all diese Maßnahmen konnten vor allem die Lebensgewohnheiten mancher armer Menschen verbessert, ihr Selbstvertrauen erhöht und ein Bewusstsein für Armutsbeseitigung geschaffen werden."

Die von Ren Gaofei erwähnte Müll-Exchange-Bank ist eine Innovation des Kreises Huanglong. Die Bewohner können Hausmüll sammeln und bei der Bank entsprechende Punkte erhalten. Mit diesen Punkten kann man Lebensmittel kaufen. Die Bewohner können tatsächlich von diesem System profitieren, während sie etwas für ihre Gesundheit tun und das Umweltbewusstsein erhöht wird. Die Angestellten dieser Bank werden vorrangig aus armen Familien gewählt.

Im Interview sagte Ren Gaofei, man habe bei der Armutsbekämpfung noch einen langen Weg vor sich. Es gelte, die Probleme der in Not lebenden Bewohner tatsächlich zu lösen.

„Man soll schrittweise die Fähigkeit der in Not lebenden Menschen zur Selbsthilfe wecken. Durch eine zunehmende Modernisierung der Industrie soll das Einkommen der armen Familien erhöht werden. Durch die Armutsbekämpfung kann dann die Kluft zwischen Stadt und Land schrumpfen, während die Schere zwischen Arm und Reich durch industrielle Entwicklung und Beschäftigungsförderung reduziert werden kann."

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