SCO-Gipfel: Xi Jinping plädiert für Entfaltung des „Shanghaier Geistes"
  2018-06-10 21:35:15  cri

Die Mitgliedstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) sollen den „Shanghaier Geist" entfalten und an einem Strang ziehen, um eine Schicksalsgemeinschaft der SCO zu bilden. Dies forderte Chinas Staatspräsident Xi Jinping auf dem 18. Gipfeltreffen der SCO, das am Sonntag im nordostchinesischen Qingdao stattfand.

Nach 17-jähriger Entwicklung hat sich die SCO zu der regionalen Kooperationsorganisation mit der größten territorialen Ausdehnung und Bevölkerungszahl weltweit entwickelt und durch die Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen sowie weiteren internationalen und regionalen Organisationen zunehmend an globalem Einfluss gewonnen. Dazu erklärte Xi Jinping, es sei eine große Innovation in den internationalen Beziehungen, dass innerhalb der SCO eine konstruktive Partnerschaft der Bündnisfreiheit und Nicht-Konfrontationen, die nicht gegen eine dritte Seite gerichtet sei, aufgebaut worden sei:

„Der Grund für die Vitalität und Triebkraft der SCO liegt darin, dass man auf schöpferische Weise den „Shanghaier Geist" initiiert und in die Tat umgesetzt hat, welcher für gegenseitiges Vertrauen, Reziprozität, Gleichberechtigung, Konsultation, Respektierung verschiedener Kulturen und gemeinsame Entwicklung plädiert."

Angesichts der Sicherheitsbedrohungen, des Unilateralismus, des Protektionismus, der Anti-Globalisierungsbewegung sowie weiterer aktueller Herausforderungen legte Xi Jinping sein Lösungskonzept vor:

"Wir sollen für eine innovative, koordinierte, grüne, offene und teilhabende Entwicklungsidee sprechen sowie eine gemeinsame, umfassende, kooperierende und nachhaltige Sicherheitsanschauung durchsetzen. Es gilt zudem, bei der Zusammenarbeit an dem Prinzip der Offenheit, der Inklusivität, des gegenseitigen Nutzens und des gemeinsamen Gewinns festzuhalten sowie eine Position der Gleichberechtigung, des voneinander Lernens, des Dialogs und der Toleranz für verschiedene Kulturen einzunehmen. Auch sollen wir bei der globalen Verwaltung an dem Prinzip der gemeinsamen Beratung, des gemeinsamen Aufbaus und der Teilhabe festhalten. "

Es handelt sich diesmal um das erste Gipfeltreffen der SCO nach deren Ausweitung. Mit Blick auf die Zukunft der Organisation sprach Xi von einer „Schicksalsgemeinschaft", die sich für eine dauerhaft friedliche, allgemein sichere, gemeinsam gedeihende, tolerante, saubere und schöne Welt einsetzt. Als konkrete Beispiele nannte er die weitere Organisation des Anti-Terror-Manövers innerhalb der SCO, stärkere Sicherheitskooperationen für Landesverteidigung, Gesetzesvollstreckung und Informationen, Förderung des friedlichen Wiederaufbaus in Afghanistan sowie die Ausbildung von 2000 Strafverfolgungsbeamten durch China.

Nicht zuletzt sicherte der chinesische Staatspräsident zu, einen Kredit in Höhe von 30 Milliarden Yuan RMB für die SCO-Bank einzurichten und in den kommenden drei Jahren den Mitgliedstaaten 3000 Ausbildungsplätze für Projekte der Personalressourcen anzubieten.

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