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Chinesisches Teehaus in Hamburg eingeweiht
   2008-09-26 15:35:04    Seite Drucken    cri

Am Samstag geht die vielfältige Veranstaltungsreihe "China Time Hamburg 2008" mit ihren 170 Veranstaltungen zu Ende. Einer der Höhepunkte des diesjährigen Programms war die Eröffnung eines chinesischen Teehauses, das die Hansestadt Hamburg als Geschenk von ihrer chinesischen Partnerstadt Shanghai erhalten hat. Mit einem Festakt wurde das Herzstück des neuen "Hamburg-Shanghai Kulturzentrums" am Donnerstagabend eingeweiht.

Mit chinesischer Musik, einer Vorführung der Wushu-Kampfkunst durch deutsche Artisten und kulinarischen Köstlichkeiten aus China wurde das Teehaus in der norddeutschen Hafenstadt feierlich eingeweiht. Das Hamburger Teehaus wurde nach dem Vorbild des berühmten traditionellen Teehauses im Yuyuan-Garten von Shanghai erbaut. Es ist das Aushängeschild des neuen "Hamburg-Shanghai Kulturzentrums". Für den Ersten Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, ist das chinesische Teehaus nicht nur ein Ort der Begegnung und des Austauschs, sondern auch ein architektonischer Ausdruck der langen Partnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai:

"Diese Städtepartnerschaft ist ja 22 Jahre alt, und hat sich aus meiner Sicht im Laufe der Zeit unglaublich entwickelt. Sie gehört zu einer der aktivsten, wenn nicht gar die aktivste Städtepartnerschaft von Hamburg. Warum? Meiner Meinung nach sind einmal die Mentalitäten von Menschen, die in Hafenstädten leben, sehr ähnlich. Shanghai und Hamburg sind beide Hafenstädte. In einer Hafenstadt treffen Kultur, Einflüsse und Handel aus aller Welt zusammen. Dadurch entsteht eine Weltoffenheit, eine generelle Offenheit gegenüber verschiedensten Meinungen. Diesbezüglich denke ich, wir sind mit Shanghai sehr eng verbunden.

Der zweite Grund, er mag zwar banal klingen, ist aber trotzdem sehr wichtig, sind ökonomische Interessen. Hamburg hat sich inzwischen innerhalb der Europäischen Union zu dem Hafen schlechthin entwickelt. Diese Entwicklung hätte es wahrscheinlich nicht gegeben, wenn wir nicht diese enge Kooperation mit Shanghai und seinem großen Hafen gehabt hätten.

Zur ähnlichen Mentalität und den wirtschaftlichen Interessen kommt noch eine dritte Komponente hinzu: Die Shanghaier, die ich kennen gelernt habe, sind ausgesprochen nette Menschen. Wir verstanden uns auf Anhieb. Es wurde viel gelacht. Eine grundsätzliche Offenheit und Sympathie war da. Das heißt, dass auch das Zwischenmenschliche stimmt. Was gibt es besseres für eine Städtepartnerschaft, als wenn die Tradition, die Ökonomie und das Zwischenmenschliche stimmen?"

Der Ehrengast aus Shanghai an der Einweihungszeremonie des Teehauses, Li Liangyuan, der stellvertretende Vorsitzende des städtischen Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV), teilt die Einschätzung des Hamburger Bürgermeisters:

"Hamburg gehört zu denjenigen Städten, mit denen Shanghai die besten Städtepartnerschaften pflegt. Ich schließe mich der Meinung des Ersten Bürgermeisters von Hamburg an. Beide Seiten haben viele Gemeinsamkeiten und die Bewohner beider Hafenstädte können gut miteinander umgehen. Außerdem ist die Handlungsweise der beiden Stadtregierungen praktisch und effizient. Diese Faktoren haben zu einer guten Städtepartnerschaft beigetragen."

Ab Freitag steht das Teehaus allen Interessierten offen, um bei einer Tasse Tee, bei fernöstlichen Köstlichkeiten oder beim hochwertigen Veranstaltungsprogramm mehr über die chinesische Kultur zu erfahren. Besonders erfreut über das neue Angebot ist Anke-Maria Berg, die Sekretärin der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft in Hamburg. Sie hofft, dass sich das chinesische Teehaus zu einer Plattform für den Dialog zwischen Hamburg und China entwickelt:

"Ich finde es ganz wichtig, dass es gemacht wird. Ich weiß zum Beispiel von meinen Freunden, dass sich nicht alle Menschen für China interessieren. Einige interessieren sich zwar, aber sie wissen nichts über China. Wir Deutschen oder Hamburger müssen viel mehr tun, um den Deutschen China näher zu bringen - aber nicht nur die Probleme, sondern auch das Schöne, das Besondere an China. Dies kommt meiner Meinung nach bei den Journalisten oft zu kurz."

Mit der feierlichen Einweihung des chinesischen Teehauses geht die Veranstaltungsreihe "China Time Hamburg 2008" erfolgreich zu Ende. In den vergangenen 15 Tagen wurde einem breiten Publikum ein vielseitiges China-Bild präsentiert. Der Journalist Martin Kummer findet dies ganz wichtig. Gleichzeitig hofft er, dass der Austausch zwischen Hamburg und China weitergehen wird:

"Ich glaube, dass solche Veranstaltungen überall wichtig wären, auch in Berlin oder in Frankfurt am Main oder in München, damit man sich gegenseitig besser versteht. Damit die Deutschen auch begreifen, dass Deutschland nicht der Mittelpunkt der Welt ist, sondern, dass es da noch eine andere Kultur gibt, eine sehr, sehr wichtige Kultur in der Geschichte dieser Welt. Das Kennenlernen des anderen Landes, das Kennenlernen der anderen Menschen, die anderen Sitten, die anderen Gebräuche, die anderen Gedanken, das ist wichtig. Das hat die Veranstaltungsreihe China Time schon 2006 sehr gut geschafft. Und es wird sicherlich auch eine China Time 2010 geben."

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