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Wen Jiabao legt neue Maßnahmen zur Entwicklungshilfe vor
   2008-09-26 14:34:31    Seite Drucken    cri
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat am Donnerstag in New York an der hochrangigen UN-Sitzung zu den Millenniums-Entwicklungszielen teilgenommen und dabei eine Rede gehalten. In seiner Rede ist er auf mehrere neue Maßnahmen zur Entwicklungshilfe eingegangen. Zudem versicherte er Chinas Umsetzung seiner Ziele sowie die Entfaltung der Süd-Süd-Kooperation. Er machte Lösungsvorschläge für die Probleme der Entwicklungsländer und zur umfassenden Umsetzung der UN-Millenniums-Entwicklungsziele, die von allen UN-Mitgliedern im Jahr 2000 durch ihre Millenniums-Deklaration angenommen wurden. Das Hauptziel davon ist es, vor 2015 die Zahl der im Jahr 1990 in Armut lebenden Menschen zu halbieren. Obwohl die internationale Gemeinschaft dabei in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht hat, müssen noch einige schwierige Aufgaben gemeistert werden, um die terminmäßige Umsetzung des Ziels einzuhalten zu können.

Wen Jiabao hat in seiner Rede die ausführlichen Statistiken zu Chinas Beiträgen in der Armutsbeseitigung in prägnanten Worten zusammengefasst. Das Wichtigste sei, dass die Zahl der in Armut lebenden Chinesen in den vergangenen 30 Jahren um über 230 Millionen gesunken ist. Darüber hinaus habe China aktiv zur weltweiten Armutsbekämpfung beigetragen. China habe 49 armen und unterentwickelten Ländern Schulden in der Höhe von insgesamt 24,7 Milliarden Yuan RMB teilweise beziehungsweise ganz erlassen. Zusätzlich habe China Hilfe in der Höhe von 206,5 Milliarden Yuan RMB gewährt und nicht zuletzt Afrikas Fähigkeit zur Entwicklung gestärkt. Zur Umsetzung der UN-Millenniums-Entwicklungsziele im eigenen Land sagte Wen Jiabao:

"Als ein verantwortungsbewusstes und großes Entwicklungsland ist China zwar nicht reich, aber es hat seine Zusagen der Millenniums-Deklaration bereits erfüllt. Es hat außerdem einige Entwicklungsländer innerhalb seiner Kräfte unterstützt."

Wen fuhr fort, um alle Ziele schnellstmöglich zu verwirklichen habe China entschieden, neue Maßnahmen zur Entwicklungshilfe zu ergreifen. Dazu gehörten, dass China die Kredite der am wenigsten entwickelten Länder bis Ende dieses Jahres völlig erlassen werde. China werde die Zollgebühren für 95 Prozent der Produkte aus den am wenigsten entwickelten Ländern erlassen. Außerdem werde China der FAO 30 Millionen US-Dollar gewähren, um einen Treuhandfonds zur Unterstützung der Entwicklungsländer und zur Erhöhung ihre Agrar-Produktionsfähigkeit einzurichten. China werde seine Exporte und Unterstützungen für Länder mit Getreideknappheit erhöhen. In den nächsten fünf Jahren werde China die Zahl der unterstützten Agrar-Muster-Technikzentren sowie der entsendeten Agrar-Experten und die Zahl der chinesischen Fachkräfte in Entwicklungsländern verdoppeln. China werde in Entwicklungsländern 100 Projekte bezüglich nachhaltiger Energien, wie Wasserkraft, Solar-Energie und Methangewinnung aufbauen und den Entwicklungsländern mehr Chancen zur landwirtschaftlichen Ausbildung sowie und die Zahl der Stipendien erhöhen. Speziell Afrika sollte in der Ausbildung der Lehrer und medizinischer Fachkräfte sowie durch die Ausstattung mit medizinischen Geräten unterstützt werden.

Wen Jiabao versicherte die Aufrichtigkeit dieser Initiative. Diese verfolge das Ziel, dass die armen Gebiete und die in Armut lebenden Menschen weltweit stärker beachten werden.

"Ich plädiere dafür, dass die internationale Hilfe ausgebaut wird. Die Industriestaaten müssen die volle Verantwortung zur Unterstützung der Entwicklungsländer tragen. Die Hilfe soll selbstlos und nicht politisch motiviert sein. Der Arbeitsmechanismus der UN-Millenniums-Entwicklungsziele muss verbessert werden. Dazu sollen verschiedene internationale Organisationen besser koordiniert werden, um die Schwierigkeiten der Entwicklungsländer bestmöglich zu lösen. Am wichtigsten ist es, Konzepte zur Begegnung dringender Fragen wie die der Finanz- und Wirtschaftslabilität, sowie gegen den Anstieg der Öl- und Getreidepreise zu erarbeiten. Die ausgearbeiteten Konzepte sollten effektiv umgesetzt werden. Zudem sollen Spendengelder gesammelt werden."

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