Startseite | Nachrichten | Zeitgeschehen | Chinesischkurs | China ABC | Inet Radio | Frage der Woche | Paralympics 2008 in Beijing | Sendeplan
 

-Empfangsbericht
-Feedback   -Archiv

Wen Jiabao über die chinesisch-amerikanischen Beziehungen nach den US-Wahlen
   2008-09-24 12:26:12    Seite Drucken    cri
Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao nahm am Dienstag in New York an einem Begrüßungsbankett teil, das von amerikanisch-chinesischen Partnerorganisationen organisiert wurde. In seiner Rede zum Thema "Weiterhin eine bessere Zukunft in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen anstreben", nahm Wen Jiabao auch zur bevorstehenden Präsidentschaftswahl in den USA Stellung. Der Ausgang der Wahl habe keinen Einfluss auf den politischen Kurs Chinas. Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen würden sich ungeachtet des Wahlsiegers positiv weiterentwickeln, betonte der chinesische Ministerpräsident.

Das Bankett wurde vom Nationalen Komitee für die amerikanisch-chinesischen Beziehungen, dem Nationalen Komitee für den amerikanisch-chinesischen Handel sowie der Amerikanischen Handelskammer veranstaltet. Unter den über 500 Gästen befanden sich auch die amerikanische Arbeitsministerin Elaine Chao und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger.

In etwas mehr als einem Monat findet die Präsidentschaftswahl in den USA statt. Bereits jetzt wird heftig über den politischen Kurs der neuen US-Regierung gegenüber China debattiert. Für China habe der Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl keinen Einfluss auf die Beziehungen mit den USA. Ungeachtet des neuen Präsidenten würden sich die chinesisch-amerikanischen Beziehungen positiv weiterentwickeln, stellte Wen Jiabao klar:

"Unabhängig davon, wer zum neuen US-Präsidenten gewählt wird, beabsichtigt China, die konstruktiven Beziehungen mit den USA auch weiterhin zu pflegen und auszubauen. Wir gehen davon aus, dass sich die bilateralen Beziehungen weiterentwickeln werden, egal wer der neue Präsident sein wird. Der eingeschlagene politische Kurs wird sich nicht ändern. China und die USA sind keine Gegner, sondern Kooperationspartner und auch Freunde. In den chinesisch-amerikanischen Beziehungen gibt es keinen Sieger und keinen Verlierer. Ein Gewinn für China bedeutet keinen Verlust für die USA und umgekehrt. Die USA können von Chinas Entwicklung und wachsendem Wohlstand profitieren. Beide Länder können sich gemeinsam entwickeln. Wir hoffen aufrichtig, dass die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und den USA trotz den kulturellen Gegensätzen die Entwicklung der beiden Länder vorantreiben und den Weg zu einer dauerhaften, harmonischen Koexistenz ebnen wird."

Aufgrund der gemeinsamen Interessen der beiden Länder in vielen Bereichen würden ihn die bilateralen Beziehungen mit großer Zuversicht erfüllen, sagte Wen Jiabao weiter. Die bilateralen Beziehungen zwischen China und den USA seien von großer Bedeutung für die ganze Welt. Beide Länder könnten durch einen Dialog auf der Basis von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt Ängste abbauen und Vertrauen schaffen. Beide Nationen seien gewillt, voneinander zu lernen und die Vorzüge des anderen zu übernehmen. China strebe eine friedliche Entwicklung an und habe kein Interesse, andere Länder zu schädigen oder zu bedrohen, so der chinesische Ministerpräsident.

Das sensibelste Thema in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen sei nach wie vor die Taiwan-Frage. Die Haltung der USA in dieser Frage habe entscheidenden Einfluss auf die bilateralen Beziehungen, bekräftigte Wen Jiabao:

"Die Vergangenheit hat gezeigt, dass eine positive Entwicklung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen von der sorgfältigen Behandlung der Taiwan-Frage abhängt. Wir hoffen, dass die USA an der Ein-China-Politik festhalten und die drei chinesisch-amerikanischen Kommuniqués weiterhin respektieren werden. Die USA sollten die sogenannte Unabhängigkeit Taiwans ablehnen, eine Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße anstreben und ihre gemeinsame Entwicklung unterstützen. Dies dient nicht nur den Völkern auf beiden Seiten der Taiwan-Straße, sondern auch der Beziehung zwischen China und den USA und damit dem Weltfrieden."

Die US-Arbeitsministerin Elaine Chao und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hielten auf dem Begrüßungsbankett ebenfalls eine Rede. Beide gratulierten China zur erfolgreichen Ausrichtung der Olympischen Spiele in Beijing. Sie stimmten zudem darin überein, dass die Vertiefung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen äußerst wichtig für die weltweite Wahrung von Frieden und Stabilität sowie zur Lösung der globalen Probleme sei. Auch der neue US-Präsident solle den Kontakt und die Zusammenarbeit mit China pflegen, forderte etwa Elaine Chao:

"In den USA wird bald ein Führungswechsel erfolgen. Egal welche Partei die Wahlen gewinnt, der neue Präsident sollte den Kontakt mit China weiterhin intensivieren ? besonders auf höchster Ebene. Auf diese Weise wird zwischen beiden Ländern eine Brücke für mehr Verständnis und Austausch geschlagen."

     mehr zum Thema
     Ihr Kommentar
• Tschüß Beijing
• Leben auf Chinesisch (30.09.)
• Bildung/Wissenschaft (29.09.)
• Sonntagskonzert (05.10.)
• Eröffnung der Beijinger Paralympics
• Reisemagazin (26.09.)
• Wochenendkonzert (20. 09.)
• Wirtschaftsmagazin (01.10.)
• Zeitgeschehen (02.10.)
• Hörerbriefkasten (05.10.)
• Kulturmagazin (02.10)
• Paralympics 2008 (20.09)
• Nachrichten (05.10.)
 
 
 
 

 

 
 

Web german.cri.cn