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Landesweite Aktivitäten in China anläßlich der weltweiten Aktion "Autofreier Tag"
   2008-09-22 18:51:32    Seite Drucken    CRI
Am Montag wurde weltweit die Aktion "Autofreier Tag" begangen. Auch in zahlreichen chinesischen Städten sind aus diesem Anlaß verschiedene Aktivitäten veranstaltet worden. Dabei wurden beispielsweise die Stadtbewohner aufgefordert, einen Tag lang auf ihr Auto zu verzichten. Dadurch sollte gleichzeitig auch die nachhaltige Entwicklung des städtischen Verkehrs gefördert werden. Zudem lag das Ziel der Aktion auf der Einsparung von Ressourcen und der Reduzierung der Umweltverschmutzung.

Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 108 chinesische Städte an derartigen Aktivitäten teil. Diese Zahl hat in diesem Jahr sogar noch zugenommen. Außerdem wurde speziell in Beijing wegen der Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele über zwei Monate lang eine Regelung praktiziert, wonach abhängig von der Endziffer des Autoschildes ein Fahrzeug nur an geraden oder ungeraden Tagen bewegt werden durfte. Der heutige Montag war nun der erste Arbeitstag nach der Aufhebung dieser Maßnahme. Allerdings haben bereits zahlreiche Autobesitzer die Aktion unterstützt und sind auf Bus oder U-Bahn umgestiegen. So zum Beispiel auch Herr Lu Wen. Er sagte, er wolle zum einen den Aufruf zu einem weltweiten autofreien Tag unterstützen, andererseits habe er während der Olympischen Spiele auch die Vorteile der Fahrbeschränkung zu schätzen gelernt.

"Während der Olympischen Spiele habe ich die Vorteile dieser Regelung kennengelernt. Auf den Straßen gab es wirklich weniger Autos. Normalerweise brauche ich 40 oder 50 Minuten bis zur Nördlichen oder Östlichen 3. Ringstraße. Während der Fahrbeschränkung waren es nur knapp über 20 Minuten. Das war also eine gute Idee! Es sollte auch weiterhin die Aktion beibehalten werden, an einem Tag pro Monat nicht mit dem Auto zu fahren. "

In der mittelchinesischen Stadt Wuhan waren heute um 8.00 Uhr vormittags auf der Linjiang-Straße, auf der zu dieser Zeit normalerweise dichter Berufsverkehr herrscht, deutlich weniger Fahrheuzeuge unterwegs. Viele fuhren mit dem Fahrrad zur Arbeit oder gingen zu Fuß. Frau Zhang Min sagte dazu, an diesem Tag sei sie extra mit dem Fahrrad zur Arbeit gekommen:

"Ich benutze mein Auto heute nicht. Ich bin heute mit dem Fahrrad gekommen. Es war direkt gemütlich. Derzeit gibt es ja normalerweise schon viel Verkehr. Wir, die Stadtbewohner, sollten daher diese Aktion unterstützen. Wir sollten unser Bestes tun, um die Verkehrssituation zu entschärfen und die Umwelt zu verbessern. Hoffentlich wird der "Autofreie Tag" in Zukunft immer öfter durchgeführt. Es ist auch eine gesunde Angewohnheit, öfters zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren."

In Städten wie Beijing, Shanghai und Wuhan haben auch die Regierungsbehörden und öffentlichen Institutionen am Montag vorübergehend keine Autos eingesetzt. Staatseigene Betriebe wurden dazu ermuntert, keine Autos zu benutzen. Gleichzeitig wurde die Zahl der Busse für den öffentlichen Nahverkehr erhöht und die Einsatzzeiten verlängert.

Die internationale Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) hat die Verbreitung dieser Aktion in China stets gefördert. Eine Vertreterin dieser Organisation, Chen Dongmei, sagte, aufgrund der schnellen Zunahme der Fahrzeugzahl in China habe der Druck im Bereich Umweltschutz zugenommen.

"Die Anzahl der Fahrzeuge in China nimmt jährlich um durchschnittlich 13 Prozent zu. Das ist die deutlichste Zunahme weltweit. Obwohl der Anteil der Fahrzeuge in China gemessen an der Einwohnerzahl relativ niedrig ist, wird uns dieses Wachstumstempo größeren Druck bereiten."

Chinesische Regierungen aller Ebenen haben diese Entwicklung bereits zur Kenntnis genommen und legen vermehrt großen Wert auf die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs. So wurden beispielsweise in zahlreichen Städten neue Buslinien angeboten, das öffentliche Nahverkehrsnetz verbessert und auch die Verkehrsbedingungen verbessert. Innerhalb von fünf Jahren werden bis 2010 zudem in 20 chinesischen Städten neue U-Bahnlinien gebaut. Von den zuständigen Behörden wurden dazu 500 Milliarden Yuan RMB bereitgestellt.

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