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Schwerer Terroranschlag in Islamabad
   2008-09-21 20:45:02    Seite Drucken    CRI
Am Freitagabend ist es in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem schweren Terroranschlag auf das Hotel Marriott gekommen. Bisher sind mehr als 300 Tote und Verletzte gemeldet. Mit Fortsetzung der Rettungsarbeiten wird die Zahl der Todesopfern und Verletzten noch weiter steigen. Pakistanische Medien bezeichneten diesen Anschlang als einen Vorfall, der ebenso schlimm wie der Terroranschlag am 11. September vor sieben Jahren in den USA ist.

Das Luxushotel Marriott befindet sich im Stadtzentrum von Islamabad und ist eines der zwei Fünf-Sterne-Hotels in der Stadt. Daher ist das Hotel für ausländische Gäste sehr attraktiv. Angaben der pakistanischen Medien zufolge zielte der Attentäter ursrünglich auf das Parlamentsbebäude und die Residenz des Ministerpräsidenten in der Nähe des Hotels Marriott. Am Samstagnachmittag hielt der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari im Parlament eine Rede. Gleichzeitig versammelten sich die Spitzenpolitiker Pakistans im Parlament. Wegen strenger Sicherheitskontrolle hat der Attentäter das Hotel Marriott in Erwägung gezogen.

Um 20 Uhr am Samstag war ein mit Sprengstoff geladenes Fahrzeug vor dem Eingang des Hotels Marriott explodiert. Die Autobombe sei mehr als eine Tonne schwer, erklärte der Berater des pakistanischen Innenministers Rehman Malik der Presse. Das Hauptgebäudes des Hotels stürzte ein, während viele andere Teile in Brand gesetzt wurde. Die Gebäude in der Nähe war ebenfalls schwer zerstört. Bisher hat noch keine Organisation sich zu diesem Anschlag bekannt. Angaben zufolge hat die pakistanische Regierung bereits eine Untersuchungsgruppe ins Leben gerufen.

Nach der verheerenden Explosion ist in Pakistan eine Alarmbereitschaft ausgelöst worden. In einer Rede am Sonntagfrühmorgen betonte der Präsident Zardari, die pakistanische Regierung werde mit allen Kräften die Bekämpfung des Terrorismus und des Extremismus fortsetzen.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, die USA, die Arabische Emirate, Großbritannien, Russland haben jeweils diesen schweren Anschlag verurteilt. Der chinesische Außenminister Yang Jiechi sagte Unterstützungen Chinas für Pakistan zu. In einem Telegramm an seinen pakistanischen Amtskollegen Shah Mehmood Qureshi erklärte Yang Jiechi, China lehne Terrorismus aller Arten entschlossen ab. Als ein Nachbarland und ein Freund werde die chinesische Regierung die Bemühungen der pakistanischen Regierung und des pakistanischen Volkes um Wahrung der staatlichen Stabilität unbeirrt unterstützen.

Analytiker bezeichneten den Anschlag als ein Zeichen für die pakistanische Regierung, ihre Politik gegenüber den USA anzupassen. Die alliierten Truppen in Afghanistan unter Führung der USA haben mehrmals grenzüberschreitende Anti-Terror-Aktionen in Pakistan unternommen. Manchen Medienberichten zufolge können die US-Truppen im Auftrag des Präsidenten George. W. Bush ohne Genehmigung der pakistanischen Regierung militärische Aktionen gegen Taliban in dem Land unternehmen. Diese Äußerungen stoßen in Pakistan auf heftige Proteste. Die pakistanische Regierung und das Militär haben mehrmals betont, keine US-Militäraktionen in dem Land zu erlauben. Analytiker erklärten, die grenzüberschreitenden Militäraktionen der USA würden größere Proteste der pakistanischen Bevölkerung auslösen. Es könne auch möglich, dass die Taliban dadurch mehr Beileid gewinnen würden. Die pakistanische Zeitung "The News" schrieb am Sonntag in einem Artikel, dieser Bombenanschlag habe ein klares Zeichen gegeben, die Politiker und die Führung des Landes müssten die USA deutlich machen, was in Pakistan akzeptabel und was nicht ist. Sonst würde weiteres Blut vergießen.

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