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Das erste EU-Zentralasien-Sicherheitsforum in Paris
   2008-09-20 19:54:47    Seite Drucken    CRI
Das erste EU-Zentralasien-Sicherheitsforum hat am vergangenen Donnerstag in Paris stattgefunden. Der Außenminsiter von Frankreich, das zur Zeit die EU-Ratspräsidentschaft inne hat, Bernard Kouchner, leitete die Sitzung. Außenminister aus fünf zentralasiatischen Ländern, Kasachstan, Kirgistan, Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan, der Außen- und Sicherheitsbeauftragte der EU Javier Solana sowie Vertreter aus verschiedenen EU-Ländern, den Vereinten Nationen, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit Europas (OSZE) und weiteren internationalen Organisationen nahmen daran teil. Dabei haben die Teilnehmer hauptsächlich über Zusammearbeit zwischen EU und Zentralasien in Bereichen Bekämpfung des Terrorismus und des Drogenhandels, Energiesicherheit und Wirtschaft beraten.

Zum Schluss der Sitzung wurde eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. In dem Dokument ist die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Energie groß geschrieben worden. Die Interessen sollten von Energieproduzenten und -verbrauchern, Teilnehmerländern an grenzüberschreitender Ölbeförderung sowie multinationalen Erdölunternehmen gleichberechtigt geteilt werden. Dies sei ein wichtiger Faktor für eine stabile Energieversorung weltweit, heißt es in der Erklärung. Die EU und die zentralasiatischen Länder hätten Energiezusammenarbeit große Aufmerksamkeit geschenkt und mehrere Öl- und Gaspipeline angelegt, um Energieversorgung für Europa und andere Weltmärkte zu garantieren.

Analytiker betonten, die Energiefrage spiele bei Ausarbeitung einer neuen Zentralasien-Politik der EU eine wichtige Rolle. Im Juni 2007 hat der EU-Gipfel dank aktiver Bemühungen Deutschlands ein strategisches Dokument über eine neue Partnerschaft zwischen EU und Zentralasien genehmigt. In dem Dokument heißt es, die zentralasiatische Region verfüge über strategisch günstige geographische Lage und sei reich an Naturressourcen. Die vielfältige Energiepolitik der EU habe ebenfalls neue Perspektive für bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Energie geschaffen. Offiziellen Angaben zufolge befindet sich Zentralasien an einem Knotenpunkt zwischen Europa, Asien und Nahost-Gebiet. Die Region wird als ein neuer Energiemarkt mit großem Potential bezeichnet und hat große stretegische Bedeutung. Die Erdöl- und Erdgasreserve macht rund fünf Prozent der Gesamtsumme der Welt aus. Wegen Schwankungen der Ölpreise auf dem internationalen Markt sowie politischer Auswirkungen auf Energielieferung aus Russland hofft die EU dringend auf Verbesserung ihrer Energieversorgung. Aus diesem Anlass sieht die EU eine gute Perspektive der Zusammenarbeit mit Zentralasien im Bereich Energie.

Aber die Umsetzung der neuen Zentralasien-Politik der EU ist noch mit vielen Schwierigkeiten zu konfrontieren. Da Zentralasien nicht zur traditionellen Einflusssphäre der EU gehört, sind ihre Einflüsse auf diese Region sehr begrenzt. Die fünf zentralasiatischen Länder waren Teilrepubliken der ehemaligen Sowjetunion. Seit Jahren wollen diese Länder die Erdöl- und Erdgasressourcen nutzen, um ihre wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Trotzdem müssen sie gleichzeitig eine gute Pflegung der Beziehungen mit Russland berücksichtigen. Zudem stellen die internen Differenzen sowohl in der EU, als auch unter den fünf zentralasiatischen Ländern, ein großes Hinderniss auf dem Weg zur Realisierung der bilateralen Energiezusammenarbeit dar. In Bezug auf die Energiefrage ist die EU ebenfalls mit vielen Konkurrenten konfrontiert. Die zentralasiatischen Länder brauchen neue Technologien und Erfahrungen für ihre wirtschaftliche Entwicklung und suchen aus diesem Grund Kooperationspartner. Neben der EU sind auch Russland, China und die USA eine gute Alternative für die zentralaisatischen Länder. Dies erschwert auch die Energieverhandlungen zwischen der EU und Zentralasien.

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