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Das China-Europa-Forum fördert die bilateralen Beziehungen
   2008-09-12 14:37:19    Seite Drucken    CRI
Am Mittwoch wurde die dritte Sitzung des China-Europa-Forums in der deutschen Hafenstadt Hamburg eröffnet. Der Eröffnungszeremonie wohnten auch der stellvertretende chinesische Ministerpräsident, Zhang Dejiang, und der deutsche Vizekanzler, Frank-Walter Steinmeier, bei. Die beiden Politiker stimmten überein, dass der Entwicklung der chinesisch-europäischen Beziehungen große Beachtung geschenkt und die bilaterale Zusammenarbeit vertieft werden muss.

Das China-Europa-Forum wurde im Jahr 2004 von der Hamburger Handelskammer ins Leben gerufen. Es findet alle zwei Jahre statt. Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident, Zeng Peiyan, und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao nahmen an den zwei vorangegangenen Forumssitzungen teil. Das diesjährige Forum mit dem Titel „Hamburger Gipfel: China trifft Europa" dauert drei Tage. Schwerpunktmäßig werden die Themen bilaterale Handelsbeziehungen, Klima und Umweltschutz sowie die Entwicklungsperspektiven Chinas diskutiert.

An der Eröffnungszeremonie nahmen über 380 Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus China und Europa teil. In seiner Eröffnungsansprache betonte Zhang Dejiang das große Entwicklungspotential und die breite Perspektive der umfassenden strategischen Partnerschaft auf der Basis von Gleichberechtigung und gegenseitigem Nutzen zwischen China und Europa. Die EU sei inzwischen der größte Handelspartner Chinas. China lege großen Wert auf die Entwicklung der Beziehungen mit der EU. Die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Europa trage bereits erste Früchte. China und Europa hätten viel mehr Übereinstimmungen als Meinungsverschiedenheiten. Die gemeinsamen Interessen würden die Differenzen übertreffen. Die chinesische Regierung werde sich nach wie vor mit konstruktiven Lösungsvorschlägen dafür einsetzen, die verbleibenden Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen. Zhang Dejiang rief beide Seiten auf, die bilateralen Beziehungen aus strategischer Sicht mit einer globalen Perspektive zu betrachten.

Zhang Dejiang unterstrich auch den Friedenswillen der chinesischen Regierung. China halte an seinem eingeschlagenen Weg der friedlichen Entwicklung fest und werde sich für die Förderung des Weltfriedens und der -entwicklung einsetzen. Ein stabiles, weltoffenes, entwickeltes und wirtschaftlich blühendes China sei für die Welt und Europa keine Bedrohung, sondern eine Chance. China sei ein Partner und keine Bedrohung. China werde die Integration der EU weiterhin unterstützen. Sein Land begrüße es, dass die EU in internationalen Angelegenheiten eine wichtigere Rolle spielt. China wolle die pragmatische Zusammenarbeit mit Europa in allen Bereichen vertiefen und sich gemeinsam mit Europa weiterentwickeln. Die chinesisch-europäische Zusammenarbeit diene den Grundinteressen beider Völker und fördere den Frieden in beiden Regionen sowie auf der ganzen Welt, so Zhang Dejiang.

Der deutsche Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier forderte China und Europa auf, eine „verantwortungsvolle globale Partnerschaft" einzugehen. Kein Land und keine Organisation auf dieser Welt könne die Wahrung der weltweiten Sicherheit, die wirtschaftliche Stabilität oder die Rohstoffknappheit alleine bewältigen. Die angestrebte neue Weltordnung könne nicht ohne den Dialog mit großen Entwicklungsländern wie China vollzogen werden. Obwohl es im vergangenen Jahr Differenzen sowohl zwischen China und Europa als auch zwischen China und Deutschland gegeben habe, hätten beide Seiten den Dialog konsequent weitergeführt.

Steinmeier lobte die Entwicklung der deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen genauso wie die Wiederherstellung der politischen Beziehungen zwischen Deutschland und China. Hamburg sei eine gute Plattform für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit. Ein gutes Beispiel hierfür sei das Airbus-Kooperationsprojekt. Beide Seiten hätten bereits in allen Bereichen den Dialog miteinander aufgenommen, unter anderem in den Bereichen Rechtsstaat und Menschenrechte.

Die Forumsteilnehmer setzen große Hoffnungen in die chinesisch-europäischen Beziehungen. Er hoffe, dass das China-Europa-Forum eine neue Brücke zur Errichtung eines fairen Dialogs schlage, sagte zum Beispiel Frank Horch, der Präsident der Hamburger Handelskammer. Die EU solle China als gleichberechtigten Partner betrachten. László Kovács, der EU-Kommissar für Steuern und Zoll, lobte die großen Fortschritte in der Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der chinesischen Regierung.

Die deutsche Öffentlichkeit betrachtet das China-Europa-Forum bereits als wichtige Plattform für den wirtschaftlichen und politischen Dialog zwischen China und Europa. Beide Seiten seien sich der Wichtigkeit und Notwendigkeit ihrer bilateralen Beziehungen bewusst. Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident, Zhang Dejiang, besuchte zudem mehrere bekannte deutsche und europäische Unternehmen wie Volkswagen, Thyssen-Krupp, BASF, die Deutsche Bahn und Airbus. Die chinesisch-europäische Zusammenarbeit, besonders im Bereich Wirtschaft, soll zukünftig noch weiter intensiviert werden.

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