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Hu Jintao nimmt an der Dialogkonferenz zwischen der G8-Gruppe und den Entwicklungsländern teil
   2008-07-09 17:01:50    Seite Drucken    cri
Am Mittwoch haben die Spitzenpolitiker von 16 Ländern im nordjapanischen Toyako über internationale Schwerpunktfragen diskutiert. Die Teilnehmerstaaten des Dialogs machen 60 Prozent der Weltbevölkerung und 75 Prozent des globalen Wirtschaftsvolumens aus. Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao erläuterte Chinas Standpunkt in der Getreidesicherheit, der weltweiten Wirtschaftsituation sowie im Klimawandel. Er betonte dabei Chinas Absicht, mit den anderen Ländern eng zusammenzuarbeiten, um die Probleme gemeinsam zu lösen. Ein gegenseitiger Nutzen könne nur durch Zusammenarbeit erzielt werden.

Beim Treffen im japanischen Toyako handelt es sich um die fünfte Teilnahme von Hu Jintao an der Dialogkonferenz der G8-Gruppe und den Entwicklungsländern, kurz "8+5 Dialogkonferenz" genannt. Auf der Konferenz im vergangenen Jahr wurde hauptsächlich der Klimawandel erörtert. In seiner Rede auf der diesjährigen Konferenz betonte Hu Jintao die Wichtigkeit einer ausgewogenen, koordinierten und nachhaltigen Entwicklung der Weltwirtschaft.

Der chinesische Staatspräsident erklärte, zuerst sollte ein weltweites Wirtschaftssystem mit nachhaltigem Entwicklungspotential erstellt werden. Die G8-Staaten sollten vermehrt auf die Stimmen und Meinungen von außen hören. Zur Entwicklung der Weltwirtschaft sollten die reichen Industrienationen und die Entwicklungsländer gleichberechtigte und gegenseitig nutzbringende Partnerschaften eingehen.

Ein zweiter Punkt, so Hu Jintao, sei die Errichtung eines umfassenden und gerechten internationalen Finanzsystems, das auf Effizienz beruhe. Auch müssten das Stimmrecht und die Repräsentanz der Entwicklungsländer in den internationalen Finanzinstitutionen verstärkt werden.

Genauso wichtig sei der Aufbau eines fairen und vernünftigen internationalen Handelssystems. Der Handelsprotektionismus müsse gemeinsam abgelehnt werden, der multilaterale Handelsmechanismus unterstützt sowie die an der Doha-Verhandlungsrunde erzielten Erfolge umfassend und koordiniert gefördert werden, betonte Hu Jintao.

Daneben forderte der chinesische Staatspräsident die Errichtung eines fairen und effektiven weltweiten Entwicklungssystems. Die Industriestaaten sollten ihre Zusagen erfüllen und ihre Hilfeleistungen gegenüber den Entwicklungsländern vermehren, das heißt, ihnen Schulden erlassen, den Markt öffnen und den Technologietransfer unterstützen. Im Gegenzug sollten die Entwicklungsländer ihren gesellschaftlichen Aufbau vorantreiben. Die UNO solle bei der Koordination dieses Prozesses eine führende Rolle einnehmen. Sie solle die internationale Staatengemeinschaft auffordern, ihre Entwicklungshilfe zu intensivieren, Ressourcen zur Verfügung zu stellen und die Entwicklungsinstitutionen auszubauen.

Unmittelbar nach der Dialogkonferenz zwischen der G8-Gruppe und den Entwicklungsländern erfolgte der Gipfel der wirtschaftlich führenden Länder über die Energiesicherheit und den Klimawandel. Zu den Teilnehmern gehörten neben den Mitgliedern der G8-Gruppe und den fünf großen Entwicklungsländern auch Politiker aus Südkorea, Indonesien und Australien.

Alle Teilnehmer dieser Konferenz stimmten überein, dass sich alle Länder ihrer Verantwortung bewusst sein müssten. Sie versprachen, den Herausforderungen im Bereich Klimawandel, Energie- und Getreidesicherheit gemäß den nationalen Begebenheiten sowie gemäß dem Prinzip "gemeinsame aber unterschiedliche Verantwortungen", begegnen zu wollen.

In seiner Rede befasste sich Hu Jintao schwerpunktmäßig mit dem Klimawandel. Er wies darauf hin, dass die internationale Zusammenarbeit zur Lösung der Klimafrage mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergehen müsse. Das Ziel sei es, die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft voranzutreiben und gleichzeitig Energie zu sparen, die Energieeffizienz zu erhöhen und den Umweltschutz zu verstärken. Wissenschaft und Technik solletn hierfür als Stützen dienen.

Laut dem Staatsoberhaupt Chinas sollen bei der Erfüllung der "UN-Rahmenkonvention über den Klimawandel" und des "Kyoto-Protokolls" alle Länder eine einheitliche Rolle spielen. Der Schwerpunkt im laufenden und kommenden Jahr sei die Umsetzung des "Bali-Fahrplans". Alle Seiten sollten sich aktiv an der Umsetzung dieses Fahrplans beteiligen und dabei eine pragmatische Zusammenarbeit pflegen.

Aus den Äußerungen von Hu Jintao geht klar hervor, dass sich China ernsthaft mit den gegenwärtigen internationalen Fokusfragen befasst. China ist sich seiner Verantwortung bewusst und betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den entwickelten Industriestaaten und den Entwicklungsländern.

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