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"Lhasa-Vertrag" kein Beweis für einen souveränen und unabhängigen Staat Tibet
   2008-05-28 15:34:04    Seite Drucken    cri
Beijing

Der Forscher des Chinesischen Tibetologischen Forschungszentrums, Lian Xiangmin, erklärte vor kurzem in einem Interview, der "Lhasa-Vertrag" sei von wenigen westlichen Persönlichkeiten fälschlicherweise als Beweis verstanden worden, dass Tibet in der Vergangenheit ein souveräner und unabhängiger Staat gewesen sei. Dieser Vertrag würde einzig und allein die Aggression von Großbritannien in Tibet beweisen, keinesfalls jedoch die obgenannte Ansicht, so der Wissenschaftler.

Lian Xiangmin führte weiter aus, 1903 seien britische Truppen ins chinesische Tibet eingedrungen. Sie hätten die patriotischen tibetischen Mönche und Laien betrogen und abgeschlachtet. Ein Jahr später seien sie in Lhasa einmarschiert. Der 13. Dalai-Lama sei daraufhin ins Landesinnere geflohen. Unter diesen Umständen hätten die Briten mit Vertretern des Dalai-Lama den "Lhasa-Vertrag" ausgehandelt. Die Aggression selbst stelle eine Verachtung und Verletzung des Völkerrechts dar. Dieser Vertrag habe überhaupt keine gesetzliche Grundlage. Die Vertragspartner seien überdies auch gar nicht zur Unterzeichnung des Vertrags berechtigt gewesen. Der "Lhasa-Vertrag" könne nicht beweisen, dass Tibet in der Vergangenheit ein souveräner und unabhängiger Staat gewesen sei. Schon das damalige Außenministerium der Qing-Dynastie habe diesen Vertrag als eine Verletzung der Souveränität Chinas betrachtet. Daher habe der Vertreter der Qing-Dynastie in Tibet diesen Vertrag erst gar nicht unterzeichnet. Aus diesem Grund habe der Vertrag auch keine Gültigkeit, so der Wissenschaftler vom Chinesischen Tibetologischen Forschungszentrum.

Lian Xiangmin betonte zudem, dass China selbst am Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Qing-Dynastie sehr schwach war, eine Abspaltung Tibets aus dem chinesischen Territorium nicht zugelassen habe. Heutzutage sei die Absicht weniger Leute zur "Unabhängigkeit Tibets" zum Scheitern verurteilt.

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