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Chinesisches Kulturzentrum in Berlin offiziell eröffnet
   2008-05-27 17:54:40    Seite Drucken    cri

Am Montag ist in der deutschen Hauptstadt offiziell das Chinesische Kulturzentrum Berlin eröffnet worden. Dabei handelt es sich um das dritte derartige Institut in Europa. Zuvor wurden zwei chinesische Kulturzentren in Paris und in Malta eingerichtet. Das Chinesische Kulturzentrum Berlin bietet den Deutschen und den Europäern insgesamt die Möglichkeit, die chinesische Kultur intensiv kennenzulernen.

An der Öffnungszeremonie des Chinesischen Kulturzentrums Berlin nahmen rund 200 Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur sowie Vertreter der chinesischen Botschaft in Deutschland und der Auslandschinesen in Deutschland teil. Bereits im Jahr 2002 hatten China und Deutschland vereinbart, in dem jeweils anderen Land ein Kulturzentrum einzurichten. Drei Jahre später legten der chinesische Staatspräsident Hu Jintao und der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder den Grundstein für das Chinesische Kulturzentrum Berlin. 2008 wurde nun dieses Zentrum fertiggestellt und konnte schließlich offiziell eröffnet werden. Der stellvertretende chinesische Kulturminister Chen Xiaoguang sagte dazu:

"Die Eröffnung des Chinesischen Kulturzentrums Berlin wird den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland im Bereich Kultur auf ein höheres Niveau bringen. Es kann das Verständnis der Deutschen für die chinesische Kultur weiter fördern."

Das Chinesische Kulturzentrum Berlin befindet sich im Zentrum der deutschen Hauptstadt und umfasst eine Fläche von rund 2.800 Quadratmetern. In dem sechsstöckigen Gebäude wurden Bibliotheken, Ausstellungshallen, Lesezimmer und Sprachlabors eingerichtet. Im Kulturzentrum sollen regelmäßig Vorträge, Ausstellungen und Aufführungen veranstaltet werden. Zudem kann man dort chinesische Filme anschauen und einen Chinesisch-Sprachkurs besuchen. Dadurch wird es den Deutschen ermöglicht, die chinesische Sprache, die Kultur und die Geschichte Chinas sowie den aktuellen Entwicklungsstand der chinesischen Gesellschaft kennenzulernen. Der Staatssekretär des deutschen Außenamtes, Reinhard Silberberg, sagte dazu:

"Die Menschen in Deutschland sind begeistert von der großartigen Tradition der chinesischen Kultur, die in Deutschland viele Freunde und viel Anerkennung gefunden hat. Die Beschäftigung mit der Kultur des jeweils anderen reicht weit über Tagespolitik hinaus, sie ist eine Betätigung in der Tiefe des bilateralen Verhältnisses. Ich bin mir absolut sicher, dass dieses Institut sich sehr schnell einen zentralen Platz im Berliner Kulturleben erarbeiten wird."

Da Berlin eine Partnerstadt von Beijing ist, findet dort dank der Zusammenarbeit mit der chinesischen Hauptstadt seit 1997 jährlich eine Asien-Pazifik-Woche statt. Diese Veranstaltung dient unter anderem auch der Verbreitung der chinesischen Kultur in Deutschland. Dr. Rainer Seider, Vertreter der Berliner Senatskanzlei, betonte, das chinesische Kulturzentrum könne den bilateralen kulturellen Dialog fördern:

"Wir versprechen uns natürlich, dass es einen lebhaften Dialog gibt, das heißt, dass es wirklich ein junger Dialog wird, den die Berliner hier erwarten. Denn Berlin ist eine junge Stadt im Aufbau mit neugierigen jungen Menschen, und ich glaube, das spannende, die Herausforderung für dieses Zentrum ist ein wirklich freier, ein unmittelbarer Dialog von jungen Künstlern, Literaten, Kulturschaffenden. Nicht nur eine Präsentation chinesischer Kultur, sondern immer ein Dialog zwischen deutschen und chinesischen Künstlern, Musikern, Theaterleuten. Ich glaube, dass wäre der Raum dafür."

Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland im Jahr 1972 pflegen beide Länder die Zusammenarbeit im Bereich Kultur sorgfältig. Im August vergangenen Jahres wurde in China in diesem Zusammenhang die auf drei Jahre angelegte Kampagne "Deutschland und China - gemeinsam in Bewegung" offiziell gestartet. Im Rahmen des Programms wird deutsche Kultur in einigen chinesischen Städten präsentiert. Somit können sich Chinesen umfassend und ausführlich über die deutsche Kultur informieren. Offiziellen Angaben zufolge sind auch acht Konfuzius-Institute in Deutschland eingerichtet worden. Mehr als 400 Hochschulen beziehungsweise Universitäten aus beiden Ländern pflegen mittlerweile eine Partnerschaft. Derzeit studieren über 27.000 chinesische Auslandsstudenten in Deutschland. Der Geschäftsträger der chinesischen Botschaft in Deutschland, Zhao Bin, betonte, durch einen engen kulturellen Austausch zwischen China und Deutschland könne das Chinesische Kulturzentrum Berlin dazu beitragen, dass beide Völker die sogenannte "geistige Staatsgrenze" überschreiten:

"Zahlreiche Deutsche kennen die vier großen Erfindungen Chinas oder die Große Mauer und auch die Peking-Ente. Im Chinesischen Kulturzentrum können sich die Deutschen noch mehr über China informieren."

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