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Tatsachen über Sabotageakte in Lhasa veröffentlicht
   2008-03-21 16:34:44    Seite Drucken    cri
Das staatliche chinesische Fernsehen hat eine Dokumentation über die vor einer Woche in Lhasa, der Hauptstadt des chinesischen Autonomen Gebiets Tibet, aufgetretenen Sabotageakte ausgestrahlt. Im Zuge der Sendung wurden mehrere Details über die Geschehnisse dargelegt. So konnte man einen Filmausschnitt sehen, bei dem mehrere Fußgänger, unbeteiligte Zivilisten, von einer Menschenmenge angegriffen wurden. Auch war zu sehen, dass zahlreiche Geschäfte und Gebäude in Brand gesetzt wurden.

Vergangenen Freitag haben einige Mönche des Ramoche-Klosters im nordöstlichen Teil von Lhasa am Vormittag Polizisten mit Steinen beworfen. Anschließend hat sich eine Menschenmenge auf den Straßen versammelt und Sprüche zur Spaltung des Landes gerufen. Die Lage ist dann schnell eskaliert, es kam zu Sabotageakten.

So kamen in einem ausgebrannten Kleidungsgeschäft fünf Verkäuferinnen durch ein Feuer ums Leben. Drolma ist die einzige Mitarbeiterin dieses Geschäfts, die den Flammen entfliehen konnte. Sie erinnert sich:

"Unsere Glastür wurde von der Meute zerschlagen. Wir waren zu Tode erschreckt. Alle zitterten vor Furcht, wir konnten kein Wort sagen. Ich habe so etwas nie für möglich gehalten. Noch am Morgen kamen wir frohgelaunt zur Arbeit in den Laden. Und plötzlich hatte sich die Situation so dramatisch verändert. Ich kann das immer noch nicht begreifen. Die Angreifer aber möchte ich fragen: warum habt ihr so viele unschuldige Menschen getötet?"

Während dieser Geschehnisse agierte die Meute sehr grausam und brutal. So wurde beispielsweise auch ein Motorradfahrer von der Meute attackiert. Mehr als zehn Menschen schlugen ihn mit Ziegelsteinen auf den Kopf, wodurch der Motorradfahrer auf dem rechten Auge blind wurde. Sogar sein linkes Ohr wurde ihm abgeschnitten! Es ist auch kaum zu begreifen, dass die Meute selbst Rettungskräfte angegriffen hat, die den Verletzten zur Hilfe kommen wollte. Der Arzt Losel Tsering vom Volkskrankenhaus in Lhasa wurde auf diese Weise selbst verwundet. Er sagt:

"Wir trafen auf der Strasse auf eine Menschenmenge. Wir sagten ihnen, dass wir Rettungskräfte seien. Sie aber zerstörten ohne jegliche Rücksicht unsere Fahrzeuge und verprügelten uns."

Viele Stromversorgungs- und Telekommunikationsanlagen, Banken, Krankenhäuser sowie Grund- und Mittelschulen in Lhasa wurden schwer beschädigt. Die Meute drang beispielsweise in die Zweite Lhasaer Mittelschule ein und zündete das Schulgebäude an. Die eintreffenden Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten behindert und ihrerseits selbst attackiert. Dabei wurden vier Feuerwehrleute schwer verletzt und zwei Feuerwehrwagen zerstört.

Nach dem Ausbruch der Sabotageakte in Lhasa hat die Regierung des chinesischen Autonomen Gebiets Tibet sofort Polizeikräfte mobilisiert, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen und das Leben und das Eigentum der Bevölkerung zu schützen. In einem Filmausschnitt war in der Dokumentation zu erkennen, dass die Polizisten bei der Ausübung ihrer Arbeit keine Waffen eingesetzt haben. Vielmehr trugen sie nur Schutzschilder, um die aufgebrachte Menschenmenge abzuwehren und sie auseinanderzutreiben. Allerdings wurden sie von der Meute mit Steinen und Ziegeln beworfen sowie mit Säbeln angegriffen.

Statistiken zufolge wurden bei den Sabotageakten insgesamt 216 Geschäfte und private Wohnungen angezündet, 56 Fahrzeuge zerstört oder in Brand gesetzt sowie 13 unbeteiligte Zivilisten getötet. Padma Tsinle, ein Vertreter der Regierung des chinesischen Autonomen Gebietes Tibet, sagt dazu, es sei durch Tatsachen bewiesen, dass die Sabotageakte in Lhasa von der Dalai-Lama-Clique absichtlich organisiert und geplant worden sind.

"Die Dalai-Lama-Clique hat durch verschiedene Kanäle mit einigen Mönchen im Autonomen Gebiet Tibet Verbindung aufgenommen und ihnen Hinweise übermittelt. Gleichzeitig hat die Dalai-Lama-Clique mit allen Mitteln die Bevölkerung, die von den wahren Gegebenheiten nichts wusste, getäuscht und betrogen und schließlich dazu angezettelt, sich an den Unruhen zu beteiligen."

Angaben zufolge haben sich in Lhasa bis Mittwochabend schon etwa 170 Menschen dazu schuldig bekannt, an den Sabotageakten teilgenommen zu haben. Am Donnerstag konnten bereits die meisten Straßen in Lhasa wieder für den Verkehr freigegeben werden, auch ein Großteil der Geschäfte wurde wieder geöffnet. Zudem konnte an den Schulen ebenfalls wieder unterrichtet werden. Die öffentliche Ordnung hat sich somit im Wesentlichen normalisiert.

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