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Aktive Entwicklung grüner Branchen in Hanzhong
   2008-02-01 17:11:07    Seite Drucken    cri
Die Stadt Hanzhong liegt in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi. Über 80 Prozent der dortigen Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt, wodurch Hanzhong auch das landwirtschaftliche Zentrum der Region darstellt. In der Vergangenheit wurde vor Ort einerseits die Entwicklung der Landwirtschaft sowie die Zunahme des Einkommens der Bauern gefördert, andererseits wurden auch umweltfreundliche Industriebranchen unterstützt. Dies diente vor allem auch dazu, die ökologische Umwelt dort weiter zu verbessern.

Hanzhong liegt südlich des Qinling-Gebirges und nördlich des Bashan-Gebirges. Die Waldbedeckungsrate der Region beträgt rund 52 Prozent, was großen Einfluß auf die dort vorherrschenden ökologischen Bedingungen hat. Das Gebiet bietet seltenen Tieren wie etwa dem Großen Panda, dem Stumpfnasenaffen oder dem Roten Sichler einen angenehmen Lebensraum. Nahe Hanzhong liegt auch die Quelle des Hanjiang, des größten Nebenflusses des Yangtze. Die Stadt wurde daher auch als geschützte Zone für Wasserressourcen im Rahmen des Projekts "Wassertransport von Süd- nach Nordchina" festgelegt. Die gute ökologische Umwelt bedeutet also eine wichtige Entwicklungsmöglichkeit für Hanzhong. Aus diesem Grund wurde auch eine spezielle Planung für umweltfreundliche Wirtschaftsbranchen ausgearbeitet. Ein Vertreter der Stadtregierung, Tian Jie, sagte dazu:

"Die Entwicklung der grünen Branchen in Hanzhong wurde bereits 2001 geplant. Wir haben die wirtschaftliche Struktur und die geographischen Vorteile der Region analysiert und kamen zu dem Ergebnis, dass Hanzhong über eine gute Grundlage für die Entwicklung der grünen Branchen verfügt. Es gibt hier dafür einen sehr breiten Entwicklungsraum."

2002 wurde dazu offiziell die Strategie „Entwicklung der grünen Branchen und Aufbau eines grünen Hanzhong" ins Leben gerufen. Auch die grüne Landwirtschaft sollte davon profitieren. Diese basiert auf anderen Branchen wie etwa der Medizin oder dem Anbau von Tee und Gemüse. Der Aufbau einer grünen Landwirtschaft wurde politisch, finanziell und technisch tatkräftig unterstützt, wodurch sich diese Branche in den vergangenen fünf Jahren sprunghaft entwickelt hat. So wurden beispielsweise auch ökologische Anbauflächen auf 50.000 Hektar errichtet. Derzeit beträgt der Anteil des Produktionsvolumens der grünen Branchen an der gesamten Produktion der Landwirtschaft zirka 50 Prozent.

Die Bezeichnung "grüne Branchen" hat in diesem Zusammenhang auch eine spezielle Bedeutung. So müssen grüne Agrarprodukte vom chinesischen Landwirtschaftsministerium überprüft und zertifiziert werden. Der Direktor des Büros für grüne Branchen in Hanzhong, Yang Zhigang, sagte dazu:

"In den vergangenen Jahren wurde die Entwicklung der grünen Branchen deutlich gefördert. Dazu zählen beispielsweise eine verstärkte Überwachung und Kontrolle der Umwelt oder auch eine zunehmende Kontrolle der landwirtschaftlichen Produkte."

Yang Zhigang sagte weiter, jedes Jahr würden spezielle Regelungen auf dem landwirtschaftlichen Markt umgesetzt. Dabei werde überprüft, ob das Saatgut, die Schädlingsbekämpfungsmittel und die Düngemittel den Umweltschutznormen entsprechen. Zudem werde die Qualität der Agrarprodukte durch Zertifikate gewährleistet. Seit 2003 habe man in Hanzhong alle sechs Monate Produkte, Unternehmen und Anbauflächen veröffentlicht, die den Umweltschutznormen entsprechen, so Yang weiter.

Durch die Verbreitung der grünen Branchen sowie verschiedene Umweltschutzmaßnahmen haben sich die Umweltverhältnisse in Hanzhong weiter verbessert. 2007 gab es beispielsweise über 320 Tage mit ausgezeichneter Luftqualität. Durch die ökologischen Veränderungen wurden auch wieder mehr Wildtiere in der Region ansässig. Als Beispiel der Weiße Schwan und die Möwe.

Die Entwicklung der grünen Branchen bietet auch Möglichkeiten für die Erhöhung des Einkommens der Bauern in Hanzhong. Statistiken zufolge stieg dieses seit der Umsetzung der Strategie zur Entwicklung der grünen Branchen jährlich um über acht Prozent.

Der Kreis Yangxian nahe der Stadt Hanzhong verfügt beispielsweise über angemessene Verkehrsbedingungen, und das feuchte Klima dort ist geeignet für den Anbau von Gemüse im Treibhaus. Für Wu Shuzhi stellt dies seinen Lebensunterhalt dar. Er sagte:

"Früher war hier ein Reisfeld. Die Reisernte auf 1/15 Hektar betrug etwa 400 bis 500 Kilogramm, daran verdiente ich zirka 500 Yuan RMB. Dann hat man hier Treibhäuser für den Anbau von Gemüse errichtet, und heute kann ich auf der gleichen Anbaufläche rund 10.000 Yuan RMB erwirtschaften."

Wu Shuzhi fuhr fort, die Lokalregierung habe dazu angeregt, Treibhäuser zu bauen. Dazu wurden auch Subventionen gewährt. Zudem habe die Lokalregierung Agrarexperten bereitgestellt, um die Landwirte beim Gemüseanbau zu unterstützen.

Der weiteren Planung zur Entwicklung der grünen Branchen in Hanzhong zufolge soll bis 2010 das Produktionsvolumen auf diesem Gebiet von 4,2 Milliarden Yuan RMB auf 15 Milliarden Yuan RMB erhöht werden.

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