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China um Beseitigung der unausgewogenen internationalen Handelsbilanz bemüht
   2007-03-12 18:35:45    Seite drucken   CRI
In den letzten Jahren hat sich die Unausgewogenheit der chinesischen Handelsbilanz ständig erhöht. Vor fünf Jahren betrug die aktive Handelsbilanz des Landes noch 25,5 Milliarden US-Dollar. Im letzten Jahr stieg jedoch die Zahl auf über 170 Milliarden US-Dollar, etwa das Siebenfache als noch 2001. Gleichzeitig gibt es in China noch eine erhöhte aktive Investitionsbilanz. Diese aktiven Bilanzen tragen für die chinesische Wirtschaftsentwicklung durchaus versteckte Gefahren in sich.

Aus diesem Grund gehört die Beseitigung dieser Schieflage zu den gegenwärtig diskutierten Hauptthemen der Jahrestagungen von NVK und PKKCV. Eine besonnene, stabile Entwicklung der Volkswirtschaft des Landes soll also gefördert werden.

Verschiedene Experten haben darauf hingewiesen, dass Chinas unausgewogene internationale Handelsbilanz eng mit der gegenwärtigen Politik für auswärtige Investitionen und Außenhandel verbunden ist. Der bekannte Ökonom Lin Yifu, Mitglied des Landeskomitees der PKKCV, erläutert dies folgendermaßen:

"Die gegenwärtige Politik für auswärtige Investitionen und Außenhandel wurde in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgearbeitet. Damals mangelte es in China noch an Kapital und Devisen. Deshalb wurden auswärtige Investoren, die in China tätig werden wollten, sehr begrüßt. Es wurden beispielsweise auch mehrere Vergünstigungsmaßnahmen gewährt, etwa Zollrückvergütungen."

Solche Maßnahmen und die vergleichsweise billigen Lohnkosten haben zahlreiche auswärtige Unternehmer angelockt. Bis zum letzten Jahr war China kontinuierlich 15 Jahre lang das Entwicklungsland mit den größten auswärtigen Investitionen.

Um nun wieder eine ausgewogene Handelsbilanz herbeizuführen, hat China bereits mehrere Maßnahmen ergriffen. Der chinesische Handelsminister und Abgeordnete des NVK, Bo Xilai, sagte dazu, im Handelsbereich wolle China bei der Förderung des Außenhandels den Schwerpunkt vom Ausbau der Quantität hin zu einer Erhöhung der Qualität und der Effizienz verlegen:

"China wird nach wie vor ein Gleichgewicht der Handelsbilanz anstreben. Daher wird die aktive Bilanz gemäßigt reduziert."

Eine wichtige Maßnahme dafür ist die Verbesserung der Struktur des Im- und Exports. Gleichzeitig wird China den Import von modernen Techniken und wichtigen Rohstoffen und Anlagen unterstützen. Der Export von Waren mit eigenständigem geistigem Eigentum, von Waren mit hohem Zusatzwert sowie von selbständigen Marken soll dagegen gefördert werden.

Zudem ist China auch dabei, Strategien bezüglich der auswärtigen Investitionen zu entwickeln. So will China zum Beispiel nach allen Kräften die ungeprüfte Aufnahme von auswärtigen Investitionen beseitigen und größeren Wert auf die Qualität des auswärtigen Kapitals legen.

Neben der Regulierung der Normen für die Einführung auswärtigen Kapitals ermuntert China auch leistungsfähige inländische Unternehmen zu Investitionen im Ausland. So betrugen Ende vergangenen Jahres die direkten Investitionen Chinas im Ausland mehr als 73 Milliarden US-Dollar. Dabei nahmen die Investitionen vor allem in den Bereichen Gastronomie, Verarbeitung, Logistik, Produktion, Design, Forschung und Entwicklung zu.

Neben den zwei oben genannten Maßnahmen haben mehrere Abgeordnete des NVK sowie Mitglieder des Landeskomitees der PKKCV in den Jahrestagungen verschiedene Vorschläge zur Abmilderung der unausgeglichenen Zahlungsbilanz eingereicht.

Ministerpräsident Wen Jiabao kündigte in dem diesjährigen Rechenschaftsbericht der Regierung ebenfalls an, eine Reihe von Maßnahmen zur allmählichen Angleichung der Handelsbilanz zu ergreifen. Die Bemühungen Chinas und die Stellungnahme der chinesischen Regierung fanden dann auch positive Reaktionen der internationalen Gemeinschaft. Der Direktor der Weltbank-Vertretung in China, David Dollar, sieht in Chinas Bemühungen um eine Erleichterung der unausgeglichenen Zahlungsbilanz den Willen des Landes, kooperativ und nach dem Prinzip des gegenseitigen Nutzens stärker an der wirtschaftlichen Entwicklung der Welt mitzuwirken:

"China zählt zurzeit zu den größten Außenhändlern der Welt und wird höchstwahrscheinlich direkt nach den USA der zweitgrößte Importeur der Welt. Daher haben die Veränderungen in China großen Einfluss auf die Weltwirtschaft."

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