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(GMT+08:00) 2004-11-22 15:41:51    
Chinesische Beteiligung am Galileo-Projekt vorteilhaft für China und Europa

cri
Die EU bereitet gerade den Bau eines Satellitennavigationssystems für die Zivilnutzung, das Galileo-Projekt, vor. Die Europäische Union hat China als ersten außereuropäischen Partner für ihr Galileo-Programm gewinnen können. Im Oktober 2003 wurde das technische Kooperationsabkommen unterzeichnet. Zhang Guocheng, Vize-Leiter des chinesischen staatlichen Fernsteuerzentrums (National Remote Sensing Center of China), sagte vor Kurzem dem CRI, das chinesische Engagement an dem Galileo-Projekt diene rein der zivilen Nutzung. Das Projekt werde China und der EU nützlich sein, meinte Herr Zhang. Nun hören Sie unseren Bericht:

Das Galileo-Projekt ist ein im Jahr 2002 von der EU offiziell herausgegebenes strategisches Forschungsprojekt, das das Ziel eines Aufbaus eines globalen Satellitennavigationssystems für die zivile Nutzung hat. Ende Oktober 2003 hat China mit den Europäern ein Kooperationsabkommen zu dem Galileo-Projekt unterzeichnet. China ist damit der erste nichteuropäische Partner der EU für dieses Projekt geworden.

Nach diesem Abkommen wird China für die Forschung und den Aufbau des Galileo-Projekts investieren, Beijing lässt sich seine Beteiligung am Aufbau eines zivil verwalteten Navigationssystems 200 Millionen Euro kosten. Zhang Guofang, Vize-Leiter des chinesischen staatlichen Fernsteuerungszentrum, erklärte vor Kurzem dem CRI, China besitze einen großen Markt und verfüge damit über ein enormes Geschäftspotential für zivile globale Navigation. Eine chinesische Beteiligung an dem Galileo-Programm wird für beide Seiten von Nutzen sein. Er sagte:

"Wenn der europäische Galileo-Plan in Zukunft in chinesische Märkte eintreten will, ist es sehr vorteilhaft, jetzt mit China zu kooperieren. Der chinesische Markt für dratlose Kommunikation ist im internationalen Vergleich derjenige, der am schnellsten wächst. Gleichzeitig bietet die Zusammenarbeit mit Europa an dem Projekt eine Bühne für chinesische Unternehmen, ihre Technik und Fähigkeiten weltweit darzustellen. Nach dem Prinzip der Gleichberechtigung werden Europa und China die gleichen Rechte genießen."

Das Galileo-Projekt ist sozusagen die Antwort auf das vom Pentagon militärisch kontrollierte GPS-Navigationssystem, das für europäische Anwendungen auf dem Gebiet der Satellitennavigation nur eingeschränkte Zuverlässigkeit besitzt. Weil die militärische Nutzung Priorität genießt, kommen die Anwendung bzw. die Forschung ziviler Nutzung bei GPS stets zu kurz. Es wird gehofft, dass das Galileo-Projekt den zivilen Nutzungsbereich zu dem amerikanischen GPS ergänzen kann.

Laut Informationen besteht das Galileo-System aus insgesamt 30 Satelliten und wird nach Schätzungen etwa 3,5 Milliarden Euro kosten. Planmäßig wird das ganze System in 2008 einsatzfähig sein. China hofft natürlich, die Datennetze von Galileo schon zur Olympiade 2008 nutzen zu können.

Nach dem Kooperationsabkommen zwischen China und der EU im vergangenen Jahr wurde nun das Kooperationsabkommen über technische Fragen im Oktober diesen Jahres unterzeichnet. Herr Zhang Guocheng erklärte dabei, dass die Koordination in einigen Gebieten jetzt schon konkrete Durchführungsphasen erreichen

"Das europäische Galileo-System ist ausschließlich für die zivile Nutzung konzipiert. Die chinesische Beteiligung bringt eine große Unterstützung für die Europäer. Nach unserer Zusage wird China für das Projekt 200 Millionen Euro breitstellen."

Seit einigen Jahren arbeiten China und die EU in Bereichen wie Raumtechnik und deren Nutzung sehr gut und intensiv zusammen. Wegen Chinas Beteiligung an Galilleo werden neue Lebenskräfte im technischen bzw. High-Tech Bereich geweckt, glaubt Zhang. Er weist insbesondere noch einmal auf die ausschließlich zivile Nutzung hin. Als eine neue Generation der globalen Satellitennavigation wird das Galileo-System der chinesischen Zivilluftfahrt, der Eisenbahn, der Wasserbeförderung, dem Straßenverkehr und dem Kommunikationsbereich dienen. Weiterhin garantiert es auch günstige Perspektiven für die Entwicklung in anderen einschlägigen Branchen in China.