Trotz der ständigen Veränderungen der internationalen Lage befolgt die chinesische Regierung stets diese fünf Prinzipien. Auch aus diesem Grund fand China im Laufe der Zeit immer mehr Freunde, insbesondere unter den Entwicklungsländern. Aufgrund der Isolierungspolitik der westlichen Großmächte unterhielt das neue China kurz nach seiner Gründung nur mit weniger als 20 Staaten diplomatische Beziehungen. Mittlerweile hat China mit 171 Staaten diplomatische Beziehungen aufgenommen.
Als erster Staat nahm die Sowjetunion am 2. Oktober 1949, einen Tag nach der Gründung der VR China, diplomatische Beziehungen mit China auf. Nach der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 setzte Russland die diplomatischen Beziehungen mit China fort. Im Frühjahr 2009 ist der chinesische Staatspräsident Hu Jintao in London mit dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedew zusammengetroffen. Dabei haben beide Spitzenpolitiker wichtige Vereinbarungen getroffen, etwa den Ausbau der strategischen Partnerschaft, die gemeinsame Bekämpfung der internationalen Finanzkrise sowie die verstärkte bilaterale Zusammenarbeit in internationalen Angelegenheiten.
In den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kam es zu einer Entspannung in den Beziehungen zwischen China und dem Westen. In dieser Zeit nahm China auch diplomatische Beziehungen mit den USA auf.
Ausgehend von den eigenen Interessen änderten die USA und viele andere westliche Staaten Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ihre Politik gegenüber China. Durch die berühmte "Ping-Pong-Politik" ist die Tür für den gegenseitigen Austausch zwischen China und den USA wieder geöffnet worden, die vorher über 20 Jahre lang verschlossen war. Im Januar 1979 wurden schließlich diplomatische Beziehungen zwischen China und den USA errichtet.
Damals betrug das Handelsvolumen zwischen beiden Staaten weniger als 2,5 Milliarden US-Dollar. Mittlerweile ist diese Summe auf über 300 Milliarden US-Dollar angestiegen. Im April 2009 traf der chinesische Staatspräsident Hu Jintao in London mit US-Präsidenten Barack Obama zusammen. Dabei einigten sich beide Staatsoberhäupter darauf, sich verstärkt für die bevorstehende Zusammenarbeit sowie für die weitere Entwicklung der bilateralen Beziehungen einzusetzen.
Der Oktober 1971 wurde auf der 26. UN-Vollversammlung mit überwältigender Mehrheit die Resolution Nr. 2758 angenommen, wodurch alle legitimen Rechte der Volksrepublik China in der UNO wiederhergestellt wurden.
Damit wurde gleichzeitig ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen China und den Vereinten Nationen aufgeschlagen. Auch begann dadurch die multilaterale Außenpolitik Chinas. Bei der Wahrung des Weltfriedens und bei der Förderung der gemeinsamen Entwicklung nimmt China seither eine immer wichtigere konstruktive Rolle ein.
Anfang des neuen Jahrhunderts legte die chinesische Regierung die Idee zum "Aufbau einer harmonischen Welt" vor. Deren Kerninhalt besteht aus drei Teilen. So soll am Multilateralismus festgehalten werden, um gemeinsam mehr Maß an Sicherheit zu erreichen. Auch soll weiterhin eine Zusammenarbeit des gegenseitigen Nutzens verfolgt werden, um einen gemeinsamen Wohlstand zu verwirklichen. Und schließlich wird ein tolerantes Verhalten gegenüber anderen angemahnt, um gemeinsam eine harmonische Welt aufzubauen. Der gegenwärtige chinesische Außenminister Yang Jiechi fügt hinzu:
"In der heutigen Welt sollte die Außenpolitik nicht ein Nullsummenspiel, sondern eine Win-Win-Situation anstreben. Die chinesische Außenpolitik hält stets an der Idee der Harmonie und Kooperation sowie an der Idee des gegenseitigen Nutzens und gemeinsamen Gewinns fest, was auch seit jeher in der Tradition der chinesischen Nation steht."



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