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Prosperität und Wohlstand - 60 Jahre Entwicklung in der Volksrepublik China
  2009-05-27 12:24:29  cri
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Am 8. August 2008 wurden in der chinesischen Hauptstadt Beijing die 29. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Sportler aus 204 Ländern und Regionen wetteiferten und feierten gemeinsam. 16 Tage später erlosch das olympische Feuer im Nationalstadion "Vogelnest", die Olympischen Spiele von Beijing gingen zu Ende. Während der Abschlusszeremonie lobte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, die Austragung der Spiele:

"Durch diese Olympischen Spiele hat die Welt mehr über China erfahren und China auch mehr über die Welt. Es waren außergewöhnliche Spiele."

Um solch eine sportliche Großveranstaltung ausrichten zu können, müssen viele Vorbedingungen erfüllt sein. So wurden beispielsweise für den Bau der olympischen Sportstätten sowie der Infrastruktur 310 Milliarden Yuan RMB bereitgestellt, eine Investition, die in der Vergangenheit für chinesische Verhältnisse unmöglich gewesen wäre.

Als die VR China 1949 gegründet wurde, betrug das Pro-Kopf-BIP nach langanhaltenden Kriegen und aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs nur 50 US-Dollar. Die Menschen führten ein schwieriges Leben. Die heute 77-jährige Liu Guixian erinnert sich an die damaligen Verhältnisse.

"Damals war meine Familie sehr arm. Ich hatte viele Kinder, aber nur ein niedriges Einkommen. Wir hatten oft nicht genügend zu essen. Im Winter froren wir sehr, denn die ganze siebenköpfige Familie hatte nur zwei Bettdecken."

Gleich nach der Gründung der VR China bemühten sich die Chinesen auf dem Weg zur Industrialisierung tatkräftig um den Aufbau von über Hundert großen Infrastrukturprojekten. Dies bildete eine gute Grundlage für die Entwicklung des neugegründeten Staates. Größtenteils handelte es sich jedoch um Projekte der Schwerindustrie. Lange Zeit mangelte es daher in China an Gütern des täglichen Bedarfs.

Damals wurde in China die Planwirtschaft angewandt. In den Städten kam es zu Rationierungen. Davon waren alle Güter des täglichen Bedarfs betroffen einschließlich gefütterter Kleidung. All dies musste man mit Coupons kaufen.

1978 begann in China die Reform und Öffnung. Der Entwicklungsschwerpunkt des Landes wurde auf den Aufbau der Wirtschaft gelegt. Damit schritt die Modernisierung des Staates in China schneller voran.

Am 30. September 1980 eröffnete Liu Guixian in Beijing ein kleines Restaurant. Nach dem obligatorischen Abfeuern von Krachern zur Feier der Eröffnung standen die Gäste vor der Eingangstür Schlange, denn das Restaurant von Liu Guixian war das erste Privatrestaurant in China.

Die Einnahmen durch das Restaurant ermöglichten Liu Guixian ein angenehmes Leben. Mittlerweile hat sie sich im Beijinger Einzugsgebiet ein Gehöft gekauft und verbringt dort zusammen mit ihrem Mann einen ruhigen Lebensabend.

Seit dem Beginn der Reform und Öffnung hat sich China einschneidend verändert. Die Wirtschaftsform wandelt sich von einer Planwirtschaft hin zur Marktwirtschaft, wodurch der Wirtschaftsentwicklung des Landes deutlich an Vitalität gewinnt. Auch das Angebot an Waren wird umfangreicher.

Dies bedeutet gleichzeitig das Ende des Gütermangels in China. Heute besitzt der Großteil der Familien in China Fernseher, Kühlschrank, Waschmaschine und Computer, auch ein Auto können sich mehr und mehr leisten.

Statistiken zufolge war das BIP Chinas 2008 über 400 Mal so hoch als noch 1952. Chinas Wirtschaftsstärke liegt nun an vierter Stelle weltweit, das Pro-Kopf-BIP beträgt aktuell mehr als 3.000 US-Dollar.

Der neue Wohlstand ermöglicht den Chinesen auch Reisen in andere Landesteile, aber auch ins Ausland. Hao He etwa reist sehr gerne und ist auch schon in fremden Ländern unterwegs gewesen.

"Etwa alle zwei Jahre reise ich ins Ausland. Ich war schon in Großbritannien, Singapur und Malaysia. Vor Dutzenden Jahren konnte man sich das noch gar nicht vorstellen. Früher war eine Reise in eine andere chinesische Provinz schon etwas Einzigartiges."

2010 will Herr Hao jedoch keine Auslandsreise unternehmen. Da plant er eine Reise nach Shanghai, um dort die im Mai beginnende Weltausstellung zu besuchen.

Yu Zhengsheng, Sekretär der Parteikommission der Stadt Shanghai und Vorsitzender des Exekutivkomitees der Expo 2010 in Shanghai, sagt dazu, mittlerweile seien rund 20 Milliarden Yuan RMB für den Aufbau der Infrastruktur wie etwa U-Bahnen und Autobahnen sowie der öffentlichen Anlagen im Gelände der Weltausstellung eingesetzt worden.

"Bis zum kommenden März wird das Streckennetz der U-Bahnlinien in Shanghai auf 400 Kilometer erweitert. Diese Entwicklung wäre in der Vergangenheit nicht vorstellbar gewesen. Im vergangenen Jahr beispielsweise war unser U-Bahnnetz nur 200 Kilometer lang."

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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